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BERICHT

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SEiNCKENBERGISCHEN NATUßFORSCHENDEN GESELLSCHAFT

IN

FRANKFÜRT AM MAIN 1907

Vom Juni 1906 bis Juni 1907

Die Direktion der Senckenbergischen Naturforschenden

Gesellschaft beehrt sich hiermit, statuteugemäß ihren Bericht über das verflossene Jahr zu überreichen.

Frankfurt a. M., im Juni 1907

Die Direktion:

Dr. med. August Knoblauch, I. Direktor

Robert de Neufville, II. Direktor

Dr. phil. Pius Sack, I. Sekretär

Dr. med. Heinrich von Mettenheimer, II. Sekretär.

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I. Teil

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Geschäftliche Mitteilungen.

^-

An unsere Mitglieder.

Unser Museumsneubau an der Viktoria-Allee ist vollendet und wird im Spätherbst dieses Jahres seiner Bestimmung über- geben werden. Am 14. Mai hat Ihre Majestät die Kaiserin und Königin den Bau besichtigt und sich eingehend über die geplante Neuaufstelluug der Sammlungen berichten lassen. Berufene Sachverständige bezeichnen unseren Neubau als einen der zweckmäßigsten modernen Museumsbauten, die sie kennen. So hat Prof. Ernst Haeckel aus Jena in unserer wissenschaftlichen Sitzung vom 2. März d. J. öffentlich erklärt, daß unser Museum geradezu ein Vorbild für alle neu zu errichtenden naturhistorischen Museen sein werde.

Zur Aufführung des Baues standen uns M. 1 200 000. zur Verfügung, wovon M. 800 000. von der Dr. Sencken- bergischen Stiftung gemäß des mit der Stadtgemeinde abge- schlossenen Vertrages vom 18. August 1903 getragen wurden, während M. 400 000.— im Kreise unserer Mitglieder und Gönner durch eine Sammlung aufgebracht worden sind, die im Jahre 1899 in die Wege geleitet wurde. Außer anderen hochherzigen Spendern haben sich damals inzwischen verstorbene Mitglieder der Gesellschaft mit namhaften Beiträgen beteiligt, so die Herren Albert Keyl und Dr. Albert von Reinach mit je M. 50 000.—, Freiherr Karl Wilhelm von Rothschild und Dr. Eugen Lucius mit je M. 30 000.— u. a.

Die Kosten des Neubaues und seiner baulichen Einrich- tung belaufen sich auf rund M. 1 100 000. - . Hierzu kommen für Einrichtung der Hörsäle, Laboratorien und Arbeitszimmer weitere M. 85 000.—, während für die Kosten des Umzuges M, 15 000,— zurückgestellt woi-den sind.

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Wiv dürfen mit Stolz bekennen, daß dem monumentalen Äußeren der neu erstandeneu wissenschaftlichen Institute an der Viktoria- Allee, die unserer Vaterstadt zu einer hervorragen- den Zierde gereichen, und der zweckmäßigen Einrichtung unseres Museums der Wert der reichhaltigen Sammlungen entspricht. Allein die Geschenke der letzten Jahre, die im alten Museum nicht mehr zur Schau gestellt werden konnten, werden unser Frankfurter Museum in die erste Reihe der deutschen Museen stellen. Besonders seien hervorgehoben ein 18 m langer Dinosaurier aus Nordamerika, das durch Herrn Jakob H, Schiff vermittelte, wahrhaft fürstliche Geschenk des Herrn Morris K. Jesup in New-York, andere fossile Saurier aus dem schwarzen Jura und dem Solnhofer Schiefer, Geschenke der Herren A. G winner in Berlin und J. We ruh er in London, die in voller Naturtreue künstlerisch modellierte Gruppe einer Gorillafamilie, ein Geschenk des Herrn Dr. Arthur Weinberg, hier, die geologische und Petrefakten- sammlung von Reinachs, die Belli sehe und Ritt er sehe Mineraliensammlungen aus dem Taunus, Odenwald und Spessart, die Naumannsche Erzstufensammlung, die Mannsche Schmetter- lings-, die von Mo eilen dor ff sehe Konchyliensammlung, die von Homey ersehe Sammlung deutscher Vogeleier und die von Erlangersche und Sc hillings sehe Ausbeute an afrika- nischen Vögeln und Groß- Säugetieren. Es sind Objekte, die einem Wert von weit über */* Million Mark entsprechen.

Zur Schaustellung dieser Sammlungen, deren bedeutender Umfang sich bei Aufstellung des Voranschlags für unseren Neu- bau nicht annähernd voraussehen ließ, erweisen sich die im alten Museum vorhandenen Schränke, deren Zahl seit 1887 wegen Raummangels nicht weiter vermehrt werden konnte, als ganz unzureichend. Weitere Geldgeschenke und Vermächt- nisse, die wir in den letzten Jahren in der Höhe von rund M. 50 000. erhielten, haben es uns indessen ermöglicht, einige neue Schränke zu beschaffen, wobei wir den Ansprüchen, die in bezug auf Sicherheit und Staubdichtigkeit an moderne Museumsschränke gestellt werden, gerecht werden mußten. So haben wir wenigstens in unserer Wirbeltiersammlung moderne Eisenschränke mit Spiegelglasscheiben aufstellen können. Wir bedürfen abei-, obwohl wir sämtliche im alten Museum vor-

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handenen Holzschränke, die zum größeren Teil noch aus dem Jahre 1821 stammen, in unserem Neubau verwenden, noch einer Aiizalil weiterer Schränke, namentlich für die Aufstellung un- serer mineralogischen und geologischen Sammlung, sowie Pulte für die Schausammlung der Insekten, Mollusken u. dergl.

Abgesehen hiervon erfordert die Neuaufstellung unse- rer Sammlungen andere große Aufwendungen, über deren Höhe sich der Besucher eines fertig eingerichteten Museums wohl kaum Rechenschaft geben wird. Hierher gehören u. a. die Montierung der großen Skelette rezenter und fossiler Wirbeltiere, Photographien von Rekonstruktionen vorsintflutlicher Tiere, Faunen- und Vegetationsbilder aus unseren Kolonien, mit kleinen Naturästen versehene Klötzchen für die Vogelsammlung, Papp- schächtelchen und Glasröhrchen für Mollusken, Mineralien und Petrefakten, Standgläser für niedere Tiere und für vergleichend- anatomische und entwickelungsgeschichtliche Spiritus- oder E^rmolpräparate, Insektenkästen, geographische Verbreitungs- karten der wichtigsten Land- und Seetiere, geologische Relief- karten und Profile, kristallographische Modelle, Erläuterungs- tafeln und Etiketten der ausgestellten Objekte und viele andere Anschauungsmittel, welche die wissenschaftlichen Schätze eines Museums erst dem Besucher erschließen und deshalb unentbehr- lich sind. Die hieraus erwachsenden Kosten setzen sich aus zahlreichen kleineren Beträgen zusammen; ihre Gesamtsumme beläuft sich aber selbst bei Beschränkung auf das Allernotwen- digste auf viele Zehntausende.

Auf Grund eingezogener Voranschläge haben wir die Kosten dieser inneren Einrichtung unseres neuen Mliseums auf weitere M. 250000 berechnet, die wir aus den Mitteln der Gesell- schaft zu bestreiten außer stände sind. Bei dieser Sach- lage sind im April d. J. die Direktion und die Sektionäre des Museums mit einer beschränkten Anzahl von Mitgliedern der Gesellschaft, denen die Förderung der Naturwissenschaften in unserer Vaterstadt besonders am Herzen liegt, zusammengetre- ten und haben zunächst die ansehnliche Summe von M. 116365. aufgebracht. Es fehlen uns indessen immer noch weitere Mittel, um bei der Eröffnung unseres neuen Museums der Allgemeinheit ein voll- wertiges Institut übergeben zu können.

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Deshalb wenden wir uns von neuem au den großen Kreis unserer Mitglieder, denen in erster Linie die Einriclitung unserer Hörsäle und Laboratorien und die geplante Neuauf Stellung un- serer reichen Sammlungen zugute kommen wird. Möge ein jeder, der es bisher unterlassen hat, mithelfen, das erstrebte Ziel zu erreichen! Das Bewußtsein, nach seinen Ver- hältnissen mitgearbeitet zu haben an der Neu- gestaltung des alten, ehrwürdigen Sencken bergi- schen Museums, dieses stolzen Denkmals deutschen Bürgersinnes, möge eines jeden schönster Lohn sein!

„Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, „Erwirb es, um es zu besitzen." (Goethe.)

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Jaliresbericht

des IL Direktors Robert de Neufville.

Mit Rücksicht auf die im Herbst stattfindende Feier bei der Eröffnung des neuen Museums hat die Verwaltung be- schlossen, in diesem Jahre von der üblichen Jahresfeier Ende Mai abzusehen, zumal auch am 23. Mai noch eine besondere wissenschaftliche Sitzung zur Erinnerung an den 200. Geburts- tag Linnes abgehalten wurde.

Da über die großen, hochherzigen Zuweisungen für die innere Einrichtung unseres neuen Museums, die infolge unseres Aufrufes aus dem Kreise unserer Mitglieder gespendet wurden, schon berichtet ist, so bleibt mir nur übrig, hier ein größeres Vermächtnis und die wichtigeren Schenkungen für die wissen- schaftlichen Sammlungen zu erwähnen.

Testamentarisch hat der am 13. April 1907 in der Stadt Mexiko verstorbene diplomierte Bergingenieur Hans Hein- rich Bode unserer Gesellschaft das ansehnliche Legat von M, 30000.— hinterlassen, ohne besondere Bestimmungen über dessen Verwendung zu treffen. In dankbarer Anerkennung dieses hochherzigen Vermächtnisses wurde der Verstorbene, der erst seit 20. Mai 1905 unserer Gesellschaft augehört hat, in die Reihe unserer ewigen Mitglieder aufgenommen. Hans Bode war 1878 zu Frankfurt a. M. geboren; nachdem er die hiesige Musterschule und das Kaiser-Friedrich-Gymnasium ab- solviert hatte, verbrachte er seine ganze Studienzeit von 1897 bis 1902 auf der Bergakademie zu Freiberg i. S. und widmete sich nach Ableistung seines einjährigen Militärdienstes in Würz- burg in den Jahren 1904 und 1905 praktischen Arbeiten in verschiedenen sächsischen Bergwerken, in denen er teils als Volontär, teils in fester Stellung als Steiger tätig war. Anfangs 1906 trat er vorübergehend bei der hiesigen Zentrale für Berg-

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wesen in Stellung, wo er namentlich seine Kenntnisse des praktischen Kohlenbergbaues zu verwerten Gelegenheit fand. Zu seiner weiteren Ausbildung entschloß sich Bode Ende 1906 zu einer größeren Reise nach Nordamerika und besuchte zu- nächst eine Anzahl von Bergwerken in Denver (Colorado), um deren Einrichtungen kennen zu lernen. Ein altes Leiden ver- anlaßte ihn indessen, ein milderes Klima aufzusuchen; er wandte sich nach Mexiko, und nachdem er auch dort mehrere Bergwerke besichtigt hatte, nahm er seinen vorläufigen Aufenthalt in Mexico Cit}'. Allein die Strapazen der vielen Reisen und das ihm nicht zusagende Höhenklima warfen ihn auch hier aufs Krankenlager und nach kurzer, schwerer Leidenszeit verschied der strebsame, hoffnungsvolle Gelehrte im jugendlichen Alter von neunundzwanzig Jahren.

In treuer Anhänglichkeit an unsere Gesellschaft hat uns ferner der am 11. Juni 1906 verstorbene Privatier Karl Boss testamentarisch ein Kapital von M. 6000.— vermacht, mit der Bestimmung, dessen Zinsen zur Vermehrung der Sammlungen zu verwenden. Aus dem Zinsertrag des ersten Jahres wurde ein Gipsabguß des Riesenammoniten von Seppenrade in West- falen gekauft, der einen Durchmesser von 2 Meter hat. Das Original befindet sich im Museum zu Münster in Westfalen.

Für die Vermehrung der SchausammluDgen der Säugetiere und Reptilien sorgten in erster Linie Baron und Baronin von Erlanger in Nieder-Ingelheim, indem sie eine größere Zahl von fertig montierten biologischen Gruppen überreichten, die ihr verstorbener Sohn Carlo aus seiner großen Reiseausbeute für unser Museum bestimmt hatte.

Ein ganz hervorragendes Schaustück von hohem wissen- schaftlichem Werte, dessen Erwerb wir seit langen Jahren erstrebt haben, verdanken wir der außerordentlichen Freigebig- keit des Herrn Dr. Arthur Weinberg, die Gruppe einer Gorillafamilie, bestehend aus einem etwa 35 -40jährigen Männchen von 1,30 m Höhe, einem erwachsenen Weibchen und einem nach Schätzung der Eingeborenen erst mehrere Monate alten männlichen Jungen nebst den zugehörigen Skeletten. Die Tiere stammen aus dem Kongogebiet; sie zeichnen sich durch tadellose P^rhaltung des Haarkleides aus und sind von Friedrich K e r z in Stuttgart in geradezu künstlerischer Naturtreue montiert.

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In den letzten Tagen, am 21. Mai d. Js., hat uns Frau Pauline Brönner gel). Goldsclimidt die zu dem Nachlaß ihres kürzlich verstorbenen Gatten Joh. Georg Hugo Brönner gehörige Sammlung von Geweihen einheimischen Wildes (90 Hirsch- und 330 Rehgeweihe), sowie ein Ölbild ihres sei. Schwieger- vaters Julius Brönner (gemalt von Anton Burger) und eine Porträtmedaille des Senators Johann Karl Brönner (1738 1812) zum Geschenk gemacht. Vorerst wird die schöne Sammlung auf Wunsch der verehrten Schenkerin, die sich in pietätvoller Weise nicht von den Jagdtrophäen ihres ver- storbenen Gatten trennen möchte, in deren Wohnung verbleiben ; später wird sie in unserem neuen Museum entsprechende Aufstellung finden.

Die paläontologische Sammlung hat Herrn Bankdirektor Arthur G winner in Berlin und Herrn Dr. H. Merton in Heidelberg, die beide schon in früheren Jahren dieser Abteilung unseres Museums ihr besonderes Interesse zugewandt haben, wiederum prachtvolle Schaustücke zu verdanken. Herr A. G winner schenkte einen sehr schön erhaltenen Fteroäactyhis spedahilis Meyer aus dem Malm von Solnhofen; Herr Dr. Merton schenkte eine Platte mit Uintacrinns sociaJis Grinnel aus Kansas. Auf einer Platte von 2 Quadratmeter liegen 40 Kelche dieser stiellosen Seelilie mit ausgebreiteten Armen, Die Platte ist die schönste, die bisher bekannt wurde.

Frau Baron von Rein ach, die im vorigen Jahr duich die Schenkung der Laub er sehen Sammlung mit den ungemein wertvollen Suiten aus Mosbach der paläontologischen Abteilung eine reiche Zuwendung gemacht hat, ermöglichte uns in diesem Jahre den Ankauf von zwei großen fossilen Schildkröten aus dem Miocän von Kansas, Testuäo oshorni Hay und T. nehra- scensis Leidy.

Die Mittel zur Begründung einer Sektionsbibliothek für die mineralogische Abteilung stellten uns die Herren Prof. L. Edinger und Leo Ellinge r in dankenswerter Weise zur Verfügung.

Durch Eintausch erhielt fernerhin die paläontologische Sammlung manches wertvolle Stück, so z. B. vom Museum in L a Plata den Gipsabguß eines ganzen Skelettes von MyJodon robustits Owen, eines Riesenfaultieres, gegen Fossilien aus

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dem Mesozoicum. Durch Veimittelung unseres korrespondie- rendeu Mitgliedes Dr. R. S. Schar ff in Dublin erhielten wir aus dem dortigen Museum die uns fehlenden Skeletteile des Riesen- hirsches, so daß wir den prachtvollen Schädel mit Geweih, den unser Museum schon lange besitzt, nunmehr zu einem ganzen Skelett ergänzen können. Unsere Gegengabe bestand in einer fertig montierten Entwickelungsreihe von Pcäudma, Wirbeltier- resten aus dem Untermiocän von Weisenau bei Mainz und Land- schnecken aus den Mittelmeerländern, aus der Originalausbeute von Prof. Kobe lt.

Von wichtigeren Ankäufen ist eine Meteoritenplatte von 67 cm Länge und 19V2 kg Gewicht zu erwähnen, die durch das Hamburger Museum geliefert wurde.

Über die weiteren, zum Teil ebenfalls recht wertvollen Schätze, die dem Museum im verflossenen Jahre zur Verfügung gestellt wurden, geben die Berichte der einzelnen Sektionen nähere Auskunft. Allen Spendern sei auch an dieser Stelle der herzlichste Dank der Direktion ausge- sprochen!

Wir gedenken nunmehr zunächst der Verluste, die die Gesellschaft infolge Ablebens zahlreicher Mitglieder erlitten hat.

Wir beklagen aufs tiefste den Tod unseres arbeitenden Mitgliedes Sanitätsrat Dr. med. Eugen Schott, sowie der bei- tragenden Mitglieder Hans Bode, Karl Boss, Ph. J. Brück- mann, Kommerzienrat Hugo Buderus, Heinrich Clauer, August du Bois, Moritz Ad. Elissen, Frau Johanna Fl ei seh mann, H. Katz, Christian Joh. Knauer, Stadt- rat Anton Meyer, Ingenieur Heinrich Pichler, Ernst Scharff, Johannes Schneider, Stadtrat A. Seidel und Sanitätsrat Dr. med. Sigmund Zimmern, ferner unserer ewigen Mitglieder Dr. jur. Fritz Hoerle, Rechnungsrat Friedrich Ja en nicke in Mainz und Justizrat Dr. jur. Otto Ponfick in Darmstadt.

Aus der Reihe unserer korrespondierenden Mitglieder haben wir den genialen Gelehrten, Regierungsrat Dr. Fritz Schaudinn in Hamburg verloren. Er starb am 22. Juni 1906 im jugendlichen Alter von 35 Jahren, tief betrauert von der ganzen Kulturwelt. Schaudinns hervorragende Bedeutung

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begründete u. a. seine glänzende Arbeit über den Generations- wechsel der Coccidien, wofür ihm die Gesellschaft 1903 den Tiedemannpreis zuerkannt hat. In der ersten wissenschaft- lichen Sitzung des vergangenen Winters am 27. Oktober 190() hielt die Gesellschaft eine Gedächtnisfeier für Fritz Seh au- di nn ab, in der Prof. Dr. H. Reichen bach über „Die Be- deutung Schaudinns für Zoologie und Medizin" sprach. (Siehe Seite 55*).

Wir werden allen Dahingeschiedenen ein treues Gedenken bewahren.

Aus der Reihe der beitragenden Mitglieder sind ferner ausgeschieden durch Austritt : Frau H. Adler, sowie die Herren

D. D. S. Charles Adams, Rudolf Andreae jr., Geh. Ober- baurat Gotthold Clausnitzer, Carl Ad. Gehring, Stadtrat

E. Lautenschlager, Dr. med. I. G. Mönckeberg in Gießen, Prof. Dr. M. Peschel, Lehrer Peter Schmidt, Carl Reine- mer und Philipp Thorn; durch Wegzug: die Herren Dipl. Ingenieur Richard Holey, Dr. med. F. Juliusberg, Prof. Dr. K. von Noorden, Oberlandesgerichtsrat P. Versen, Generalarzt Dr. med. Villaret, sowie durch Übertritt in die Reihe der ewigen Mitglieder: die Herren Alexander Hauck und Geh, Kommerzienrat Jean Joh. Valentin Andreae.

Die Gesamtzahl der im Berichtsjahr ausgeschiedenen bei- tragenden Mitglieder beträgt somit 35.

Neu eingetreten sind dagegen 121 beitragende Mitglieder und zwar:

Herr Bergwerksdirektor Joh. Karl Andresen, Kgl. Norwegischer Konsul,

Leo Beyfuß,

Bernhard Bisch heim,

Generaloberarzt Dr. med, August Boeckh, Frau Natalie Brach, Herr Ludwig Braunfels,

Franz Brechenm acher,

Wilhelm Brendel,

Heinrich Briel,

Dentist Franz Bucher,

Cornelius Cante,

Oberstabsarzt Dr. Paul Cammert,

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Herr Ernst Creizenach,

Dipl. Ingenieur Carl Cudell,

Dr. phil. Georg Du Bois, Frau Marie Eckert, Herr Direktor Hermann Eichmeyer,

stud. rer. nat. Philipp E Hing er,

Dr. med. Gustav Embden,

Fabrikant Jakob Hermann Epp stein,

Sanitätsrat Dr. Philipp von Fabricius

Direktor Louis Fade,

Louis Feist,

Regierungsrat Ernst de la Fontaine,

Dr. phil. Franz Franck,

Dr. phil. Eduard Fresenius,

Jakob Fries-Dondorf,

stud. rer. nat. Wilhelm Fries,

Rechtsanwalt Dr. jur. Adolf Fuld,

Dr. med. Heinrich E'ulda,

Dr. jur. Sally Gans,

Karl Gins,

Bürgermeister Otto Grimm,

Referendar Paul Grüder,

Oscar Günther,

stud. rer. nat, F. Haas,

Viktor Haas-Hüttenbach,

Militärintendanturrat Georg Haeckel,

Dr. jur. Ludwig Heilbrunn,

Philipp Heinz,

August Hinckel,

Dr. med. Raphael Hirsch, Frau Dr. R. Hirsch, Herr Salomon Hochschild,

Hans Hoch st rasser, Fräulein Cecile Hoerle, Herr Eugene Hoerle,

Julius Hoerle,

Wilhelm Holz,

Nikolaus Horam,

Stadtrat Anton H o r k h e i m e r ,

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Herr Lehrer Hans Horn,

Dr. med, HansHübner, i.

Wolfgang Job, \--^.

Bernhard Junge,

Julius Kahn, X

Dr. med. Fritz Kalber Iah,

Edgar Katzenstein,

Ernst Keller, Direktor der Elisabethenschule

Gewerberat Johannes Kliewer,

Buchdruckereibesitzer Jean Paul Knauer,

Prof. Erich Körner,

Max Landauer, Lehranstalt f üi* Zoll- und S t e u e r b e a m t e der

Provinz Hessen-Nassau, Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. jur. Wilhelm Leser,

Dr. phil. Otto Li er mann, Direktor des Wöhler- Realgymuasiuras,

Dr. med. Sidney Lilienfeld,

Simon Löwenstein, Fräulein ErnestaLuraschi, . Herr Conrad Lussmann,

Prof. Dr. med. Hugo Lüthje, Direktor am städ- tischen Krankenhause,

Leonhard Mayer-Dinkel,

Eduard Meyer-Petsch,

Direktor Walter M er ton,

Hermann Minjon,

Henry Minoprio,

Dr. Moehring,

Dr. med. Viktor 0. Müller,

Samuel Neu,

Oberlehrer Dr. phil. Theodor Neu mann,

Dipl. Bergingenieur Hans Oehmichen,

Justizrat Dr. Hermann Oelsuer,

Philipp 0hl,

Oberlehrer Dr. phil. Franz Paehler,

Generalkonsul Henri von Panhuys,

Dipl. Bergingenieur Gurt Patzschke, Frau Oscar Pf äff,

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Herr Gerichtsassessor Dr. jur. Adolf Reiss,

Dr. med. Emil Reiss, Fräiileiu Sophie Reiss,

Herr Ludwig Rollmann,

r, Eduard Rosenbusch,

Ingenieur Otto Sauermann,

Theodor Heinrich Schlesinger,

Karl Schloßmacher,

Generalarzt Dr. Schmiedicke,

Gustav M. Schneider,

Sigmund Schott,

Dr. med. Karl Sim rock,

., Oberstabsarzt Dr. Spam er,

Dr. pliil. Eduard Strauß,

Regierungsbaumeister Wilhelm Theiss,

Dr. phil. Gustav Wahl,

Fabrikdirektor Eduard Weber,

Emil Weiller,

Friedrich We in sp erger,

Julius Wiesbader,

Gustav Wilhelmi-Winkel,

Dr. phil. Franz Will,

Gerichtsassessor Dr. jur. Benno Wolf,

, Konsul Louis Zeiss-Bender,

sämtlich in Frankfurt a. M. sowie:

Herr Konrad Andreae in Rapallo,

y, Oberförster H. Behlen in Haiger,

Baron von Bernus auf Stift Neuburg bei Heidel- berg,

Prof. Dr. P. Duden in Höchst, Fräulein Dr. phil. Clara Hamburger iu Heidelberg, Herr Oberförster von Harling in Rod an der Weil,

Dr. K. Kratz in Mainkur,

Julius Renck in Offenbach,

August Seidler in Hanau,

Geh. San. -Rat Dr. Otto Thilenius in Bad Soden.

Die Zahl der beitragenden Mitglieder beträgt somit am heutigen Tage 913 gegen 827 bei der letzten Jahresfeier.

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Zu arbeitenden Mitgliedern wurden ernannt: Dr. med. Rudolf von Wild und Dr. phil. Gustav Wahl,

In die Reihe der ewigen Mitglieder wurden auf- genommen: Alexander Hauck, Dr. med. I. Guttenplan, G. Stellwag, Ch. Knauer, Jean Joh. Valentin Andreae und Hans Bode.

Die Zahl der ewigen Mitglieder beträgt sonach zur Zeit 124.

Viele der ewigen Mitglieder sind bis zu ihrem Tode Jahre- und Jahrzehnte lang beitragende Mitglieder unserer Gesellschaft gewesen und zu ihrem bleibenden Gedächtnis haben die Hinter- bliebenen in pietätvoller Gesinnung die Namen der Verstorbenen in die Reihe unserer ewigen Mitglieder eintragen lassen. In anderen Fällen sind die Frauen und Söhne verstorbener Mit- glieder unserer Gesellschaft beigetreten. Erfreulicher Weise haben sich auch mehrere Frankfurter, die schon lange Jahre im Auslande leben, als ewige Mitglieder aufnehmen lassen. Es zeigt sich hierin deutlich die treue Anhänglichkeit und das warme Interesse an unserer Gesellschaft, der von ihrer Gründung im Jahre 1817 an zahlreiche Frankfurter Familien nunmehr durch mehrere Generationen als Mitglied angehören. Auch haben sich wiederum mehrere Mitglieder freiwillig bereit erklärt, ihren Jahresbeitrag um das mehrfache des ordentlichen Beitrages zu erhöhen, was wir dankbar und gerne erwähnen wollen.

Zu korrespondierenden Mitgliedern wurden ernannt: Wirkl. Geh. Rat Prof. Dr. G. von Neumayer, Exzellenz

in Neustadt a. d. Haardt, Marchese Tommaso Allery di Monte rosato in

Palermo, Dr. I. Dewitz in Scy-Moulin (Elsaß), Prof. Dr. E. Buchner in Berlin.

Die Zahl der korrespondierenden Mitglieder einschließlich des korr. Ehrenmitgliedes beläuft sich nunmehr auf 173.

Aus der Direktion hatten Ende 1906 nach zweijähriger Amtszeit satzungsgemäß auszuscheiden der I. Direktor Dr. phil. A. Jassoy und der I. Sekretär Bankier W. Melber. An ihre Stelle traten für die Jahre 1907 und 1908 Dr. med. A. Knob- lauch und Dr. phil. P. Sack.

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Die Stelle eines Direktors des Museums der Ge- sellschaft ist zum 1. Januar dieses Jahres neu geschaffen und dem seitherigen Kustos Dr. F. Eöraer übertragen worden.

Die diesjährige Generalversammlung fand am 20. Februar 1907 statt. Sie genehmigte entsprechend dem Antrag der Revisionskommission die Rechnungsablage für das Jahr 1906 und erteilte dem ersten Kassierer Alhard Andrea e- von Grunelius Entlastung. Ferner genehmigte die Generalver- sammlung den Voranschlag für 1907, der in Einnahmen und Ausgaben mit M. 79 200.99 balanziert. Nach dem Dienstalter schieden aus der Revisionskommission Charles Schar ff und Moritz von Metzler aus. An ihrer Stelle wurden Arthur A n d r e a e und Robert Oster rieth gewählt. Vorsitzender der Revisionskommission für das Jahr 1907 istRobertOsterrieth.

Im Wintersemester 1906/1907 wurden 14 wissenschaftliche Sitzungen abgehalten, die sich einer sehr regen Teilnahme erfreuten.

Es hielten Vorträge: 27. Oktober 1906: Prof. Dr. H. Reichenbach: „Die Be- deutung Schaudinns für Zoologie und Medizin," 3. November 1906: Stabsarzt Prof. Dr. E. Marx: „Die Toll- wut und ihre Bekämpfung." 17. November 1906: Prof. Dr. A. Voeltzkow, Berlin: „Die Comoren aus eigener Anschauung." (Mit Lichtbildern). 24. November 1906: Prof. Dr. M. Möbius: „Über den Stamm- baum des Pflanzenreiches."

1. Dezember 1906: Dr. F. Römer: „Die Abnahme der Tier-

arten mit der Zunahme der geographischen Breite."

8. Dezember 1906: Dipl. Ingenieur P. Prior: „Über Metallo-

graphie." 5. Januar 1907: Dr. E. Wolf: „Das Deutsche Wattenmeer." 12. Januar 1907: Dr. E. Strauß: „Die moderne Eiweiß-Chemie

und ihre biologische Bedeutung." 19. Januar 1907: Prof. Dr. G. Greim, Darmstadt: „Über die

Permanenz der Ozeane."

2. Februar 1907: Prof. Dr. E. Deckert: „Die Erdbeben-

gebiete und Vulkanreihen Amerikas. (Mit Lichtbildern).

9. Februar 1907: Prof. Dr. M. Neisser: „Biologische Licht-

wirkungen." (Mit Experimenten).

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23. Februar 1907: Dr. F. Dr ever mann: „Die Entstehung der Versteinerungen und ihr Vorkommen in den Erd- schichten."

2. März 1907: Prof. Dr. L. S. Schultze, Jena: „Zur Ethuo- logie der Kalahari und ihrer Grenzgebiete." (Mit Licht- bildern).

9. März 1907: „Festsitzung zur Erteilung des Tiedemann- Preises."

Der Tiedemann-Preis, dessen Kommission aus den Herren Prof. Alb recht, Edinger. Ehrlich, Lepsius, Marx, Möbius und Reichenbach bestand, wurde Prof. Dr. E. Buchner in Berlin zuerkannt. (Näheren Bericht siehe Teil II, Seite 113).

Außerdem fand am 23. Mai 1907 zur Feier des 200. Ge- burtstages Karl von Linnes eine wissenschaftliche Sitzung statt, in der Prof. Dr. M. Möbius über „Linne als Botaniker" und Dr. F. Römer über „Die Bedeutung Linnes für die Systematik" sprachen. Mit der Feier war eine Ausstellung von Bildern und den hauptsächlichsten Werken Linnes verbunden, die Prof. Dr. L. von Heyden aus seiner Bibliothek gütigst zur Verfügung gestellt hatte. Am Tage der Feier ist ein Be- gi'üßungstelegramm an die Universität Upsala gerichtet und von dieser in herzlichen Worten erwidert worden.

Der Stiebelpreis für 1906 wurde Prof. Dr. med. Oskar Vulpius in Heidelberg für seine Arbeit „Die Sehnenüberpflanzung und ihre Verwertung in der Behandlung der Lähmungen" (Leipzig 1902) zuerkannt. Der Preis ist am 30. Dezember 1865 anläßlich des 50 jährigen Doktorjubiläums eines der Stifter unserer Gesellschaft, des Geh. Hof rats Dr. med. Salorao Friedrich Stiebel begründet worden und wird in jedem 4. Jahre für „die beste Arbeit im Gebiete der Entwickelungs- geschichte der Menschen und Tiere oder der Kinderkrankheiten" in Gemeinschaft mit der Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung und dem Ärztlichen Verein erteilt. In die Preiskommission waren diesmal von unserer Gesellschaft Prof. Dr. H. Reichen- bach und Dr. med. H. von Metten heim er delegiert.

Von unseren Publikationen sind im Berichtsjahre er- schienen :

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I. Abhandlungen :

Band 29, Heft 2, ausgegeben am 5. April 1907:

E. Stromer, geographische und geologische Be- obachtungen im Uadi-Nätrun und Färegh in Ägypten. Mit 1 Tafel und 1 Kartenskizze,

E. Stromer, Fossile Wirbeltierreste aus Uadi- Färegh und Uadi-Nätrun in Ägypten. Mit 1 Tafel und 3 Abbildungen im Text.

E. Stromer, geologische Beobachtungen im Fajüm und am unteren Niltal. Mit 1 Tafel. IL Bericht 1906, 178 und 124 Seiten, mit 2 Karten und 16 Abbildungen im Text.

Die Vorlesungen der Dozenten waren sehr gut besucht. Im Winter 1906/07 wurden folgende Vorlesungen ab- gehalten :

Prof. Dr. H. Reichenbach: „Die niederen Tiere (Urtiere

und Schwämme)". Prof. Dr. W. Schauf : „Die wichtigeren Mineralien". (Fort- setzung der Sommervorlesung.) Dr. F. Dr ever mann: „Die Entstehung der Tierwelt im

Laufe der Erdgeschichte". Prof. Dr. M. Möbius (im Auftrage des Dr. Senckenbergi- schen Medizinischen Instituts): „Kryptogamen, I. Teil: Algen und Pilze".

Im Sommer 1907 lasen :

Prof. Dr. H. R e i c h e n b a c h : Quallen , Polypen und

Würmer". Direktor Dr. F. Römer: „Zootomisch- mikroskopischer

Übungskursus (Zoologisches Praktikum)". Prof. Dr. W. Schauf: „Besprechung der wichtigeren Mine- ralien (Schluß): Silikate, insbesondere gesteinbildende". Dr. F. Dr ever mann: „Anleitung zu geologischen Beobach- tungen in der Natur (mit Exkursionen)". Prof. Dr. M. Möbius (im Auftrage des Dr. Sencken- bergischen Medizinischen Instituts: „Physiologie und Biologie der Pflanzen (Wachstum und Bewegung)". Das Naturhistorische Museum ist wegen des Umzuges seit dem 20. Dezember 1906 geschlossen.

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Sehr rege war wie immer der Verkehr mit auswärtigen Gesellschaften und einzelnen Gelehrten.

In Tausch verkehr ist die Gesellschaft mit folgenden Vereinen neu eingetreten:

Es erhalten den Bericht: Botanical Society of Edinburgh („Transactions" und

„Proceedings"). Verein für Naturkunde an der Unterweser, Geeste-

münde („Jahresbericht"). Museo Zoologico della R. Universitä di Napoli

(„Annuario"). Government Museum of Natal, Pietermaritzburg

(„Report" und „Annais"). Department of Natural History Imperial Mu- seum — , Tokyo („Proceedings"). Societe d'etudes scientifiques d'Angers („Bulletin").

Es erhalten Abhandlungen und Bericht: Musee Royale d'histoire naturelle de Bei gi que,

Brüssel („Memoires"). Biological Society of Liverpool („Ceylon Report", „Report of the Lancashire Seafisheries" und Tiermaterial). Musee d'Histoire naturelle. Paris („Bulletin").

Prof. Dr. F. Richters erhielt für seine laugjährige Tätig- keit in unserer Gesellschaft und Schule den Roten Adlerorden IV. Klasse, der ihm in der ersten wissenschaftlichen Sitzung von Bürgermeister Geh. Rat Dr. Var reu trapp mit einer ehrenden Ansprache feierlich überreicht wurde.

Prof. Dr. W. Schauf hatte im vorigen Sommer seinen 25. Vortragszyklus beendet und daher gestaltete die Direktion den Beginn der 26. Vorlesungsreihe am 27. November 1906 zu einer akademischen Festsitzung, zu der zahlreiche laogjährige Hörer und Freunde des verdienten Dozenten, sowie die Mit- glieder der Verwaltung erschienen waren. Der I. Direktor Dr. A. Jassoy hielt eine ehrende Ansprache, in der er Prof. Schauf den Dank der Gesellschaft für seine langjäh- rige, ersprießliche Lehrtätigkeit aussprach. Exzellenz Professor D. Dr. S c h m i d t - M e t z 1 e r überbrachte die Glückwünsche der Dr. Senckenbergischen Stiftung.

22*

Am 20. April 1907 waren fünfzig Jalire verflossen, seit- dem unser Konservator Adam Koch in den Dienst der Gesell- schaft getreten ist. Die Direktion und Verwaltung haben diesen Ehrentag des verdienstvollen Beamten durch eine besondere akademische Feier im Hörsaal um zwölf Uhr mittags festlich begangen. Dr. A. Knoblauch feierte als I. Direktor mit herzlichen Worten der Anerkennung den Jubilar als treuen Mitarbeiter und hob besonders seine Verdienste um die Auf- stellung der einheimischen Tierwelt in biologischen Gruppen hervor, die Adam Koch in unserem Museum zuerst eingeführt hat und die für andere Museen vorbildlich geworden sind. Manche hervorragende Schaustücke sind von der Künstlerhand Adam Kochs in seiner fünfzigjährigen Schaffeuszeit entstan- den, die eine Zierde der neuen Schausammlung sein werden. Stadtrat A. von Metzler brachte die Glückwünsche der Dr. Senckenbergischen Stiftungsadministration, Prof. Hart- mann die des Physikalischen Vereins, Prof. Dr. L. von Heyden überreichte eine mit Blumen gefüllte silberne Schale als Ehren- gabe der Sektionäre uüd Verwaltungsmitglieder und sprach Herrn Koch besonders den herzlichen Dank der Sektionäre aus. Dr. F. Römer, der die Glückwünsche der Museumsbearaten über- mittelte, feierte Herrn Koch als Vorbild treuer Pflichterfüllung und vielseitiger Leistungen, die bei der künstlerischen Auf- stellung der Tiergruppen ständig zur Wirkung kommen und den jüngeren Präparatoren ein Beispiel sind. Als Erinnerung an die letzten Jahre gemeinsamer Arbeit im alten Hause schenkten die Museumsbeamten eine photographische Tafel, deren Entwurf und Aufnahmen von R. Moll gemacht sind. Sie ent- hält die Bilder der Direktoren von 1857 und 1907, sowie aller Angestellten des Museums. Der Gefeierte dankte tiefbewegt für die Anerkennung und Ehrung, die ihm zuteil geworden.

Am 5. Januar 1907 fand die feierliche Übernahme der lebens- großen, in Marmor ausgeführten Büste des am 15. Oktober 1904 verstorbenen Mitgliedes der Gesellschaft D. F. Heynemann statt. Sie ist ein Geschenk der Kinder des Entschlafenen, Konsul Karl Heynemann, Fritz Heynemann, Frau Dr. Lotte Volz geb. Heynemann und Frau Justizrat Minni Dreves geb. Heynemann, und von dieser bei Lebzeiten ihres Vaters in künstlerischer Vollendung modelliert.

23*

Im Juli und August 1906 unternahm unser Assistent Dr. E. Wo 1 f im Auftrage der Gesellschaft aus den Erträgnissen der V. Rein ach Stiftung eine Sammelreise an die Nordsee, von der ein reiches Material, namentlich an Tieren des Deutschen Watten- meeres, heimgebracht wurde. Dr. Wolf war mehrere Wochen an der biologischen Anstalt auf Helgoland tätig und hatte von dort aus Gelegenheit zum Besuch des Wattenmeeres, worüber er in der wissenschaftlichen Sitzung vom 5. Januar durch einen Vortrag berichtete. Gelegentlich dieser Reise besichtigte Dr. Wolf die Museen von Berlin und Hamburg.

Die Arbeiten innerhalb des Museums bezogen sich, wie in den früheren Jahren, im wesentlichen auf die Herrichtung der neuen Schausammlung und im letzten halben Jahre auf die Vorbereitungen zum Umzug. Die Sektionäre waren bemüht, die Sammlungen zu revidieren. Überflüssiges auszuscheiden und alles für den Transport herzurichten. Für alle Herren war der verflossene Winter bereits eine schwere, arbeitsreiche Zeit.

Im Februar wurde mit dem eigentlichen Umzüge begonnen. Die Stellung der Möbelwagen mit Gespann und Kutscher wurde vertragsmäßig der Firma H. Dellie hausen übertragen, während die Anwerbung der notwendigen Hilfskräfte von der Gesellschaft selbst übernommen wurde. Hauptsächlich waren Tischler nötig, da die wichtigste Arbeit in dem Abschlagen und Neuaufstellen der alten Holzschränke besteht. Nicht nur für die wissen- schaftliche Sammlung, sondern auch für einzelne Teile der Schausammlung müssen wir die alten Holzschränke, die zum Teile über 80 Jahre alt sind, wieder verwenden. Da viele derselben weder Rückwände noch Böden haben, sondern in das alte Museum direkt eingebaut sind, so entsteht durch diese Schrank- arbeiten ein großer Aufenthalt, so daß der eigentliche Umzug nur mit Unterbrechungen bewerkstelligt werden kann. Im all- gemeinen wurde in der Weise vorgegangen, daß eine bestimmte Abteilung zunächst ausgeräumt und verpackt wurde; dann wurden die Schränke abgebrochen, ins neue Museum transportiert und dort an den für sie bestimmten Stellen wieder aufgeschlagen. Und erst nach Erledigung aller Reparaturen wurden die Samm- lungsteile überführt und in die Schränke wieder eingeordnet. Bisher sind vollständig mit Schränken und Sammlungsobjekten umgezogen: die botanische Sammlung, die Konchyliensammlung

24*

und die Reptiliensammlung. Von der geologisch-paläontologischen Abteilung, sowie von der Lokalsammlung sind die Schränke bereits im Neubau, während die Sammlungsteile noch in den alten Räumen verpackt stehen. Die eisernen Schränke sind fast sämtlich für die Schausammlung wieder verwandt worden; manche davon mußten allerdings geteilt und in ihren Dimensionen geändert werden, welche Arbeit viele Wochen in Anspruch nimmt. Nunmehr wird mit der mineralogischen Sammlung und mit den Säugetieren umgezogen.

Den Umzug der einzelnen Sammlungen hoffen wir bis An- fang Juli beendet zu haben, so daß alsdann nach Schluß der Vorlesungen die dazu notwendigen Sammlungen, Lehrmittel etc. umgeräumt werden können. Von Mitte Juli an werden dann voraussichtlich auch das Bureau und die Arbeitszimmer im neuen Museum in Betrieb genommen.

Frau Sondheim war wie in früheren Jahren die Ver- arbeitung des anatomischen Materials übertragen. Sie hat unsere Sammlung durch eine große Zahl hervorragender Präparate, namentlich aus der Embryologie und Parasitenkunde, bereichert. An freiwilligen Mitarbeiterinnen hatten wir außer FrauSo n d h e i m noch Fräulein Türck, die bereitwilligst bei der Durchsicht, Reinigung und Neuordnung der geologisch-paläontologischen Sammlung mithalf. Beiden Damen danken wir auch an dieser Stelle herzlichst für ihre sehr geschätzte Arbeit.

In der Hausmeisterstelle trat ein Wechsel ein, da der bis- herige, auf Probe angenommene Maschinist H. Steckenreuter krankheitshalber nicht definitiv angestellt werden konnte. Seit 15. Februar 1907 versieht Berthold Diegel, bisher Heizer und Maschinist am Heiliggeist-Hospital, probeweise den Haus- meisterposten.

Wilhelm Post verließ uns nach Beendigung dreier Lehrjahre, um in die Firma Hartmann & Braun überzutreten. Durch Annahme von drei neuen Lehrlingen Christian Kopp, Gustav Metzger und Hermann Münster, wurden den einzelnen Herren weitere Hilfskräfte zur Verfügung gestellt.

Wenn auch die letzten Monate durch die Vorbereitungen und den Beginn des Umzuges besonders reich an Mühe und Arbeit gewesen sind und an alle unsere Mitarbeiter und Beamten große Anforderungen gestellt haben, so dürfen wir anderseits

25*

berichten, daß bei allen Beteiligten eine große Arbeitsfreudigkeit zu bemerken ist.

So blicken wir voll Befriedigung auf das abgelaufene Jahr, in dem uns wiederum aus dem Kreise unserer Mitglieder und hochherziger Förderer der Naturwissenschaften die tatkräftigste Unterstützung zuteil geworden ist. Dieses freudige Be- wußtsein des stetig wachsenden Interesses der gesamten Bürgerschaft Frankfurts läßt uns aber auch voll Zuversicht in die Zukunft blicken, in der mit der Eröffnung unseres neuen Museums neue, große Aufgaben an unsere Gesellschaft heran- treten werden.

26^

Verteilung der Amter im Jahre 1907.

Direktion :

Dr. med. A. Knoblauch, I. Direktor j A. Andreae-Ton Gruuelius, Kassier R. de Neuf Tille, II. Direktor Generalkonsul Stadtrat A. von

Dr. phil. P. Sack, I. Sekretär Metzler, Kassier

Dr. med.H. v.Mettenheimer,II.Sekr. Dr. jur. F. Berg, Konsulent

Revisions-Kommission : R. Osterrietli, Vorsitzender I E. Roques-Mettenlieimer

A. Andreae W. Stock

A. Ladenburg | Direktor W. von der Velden

Abgeordneter für die Revision der vereinigten Bibliotheken: Dr. phil. J. Guide

Abgeordn. für die Kommission der vereinigten Bibliotheken : Prof. Dr. H. Reichenbach

Bücher-Kommission : Prof. Dr. F. Richters, Vorsitzender Dr. F. Sack Prof. Dr. M. Möbius j Prof. Dr. W. Schauf

Prof. Dr. H. Reichenbach 1 Dr. F. Römer

Redaktion der Abhandlungen

W. Melber, Vorsitzender Prof. Dr. 0. Boettger Prof. Dr. L. von Heyden

Prof. Dr. M. Möbius Prof. Dr. H. Reichenbach Dr. F. Römer

Redaktion des Berichts:

Dr, med. A. Knoblauch, Vorsitzender R. de Neufville Dr. phil. P. Sack F. W. Winter

Bau-Kommission :

Dr. med. A. Knoblauch, Vorsitzender A. Andreae-von Grunelius Prof. Dr. L. von Heyden Dr. phil. A. Jassoy Stabsarzt Prof. Dr. E. Marx

R, de Neufville Prof. Dr. H. Reichenbach San.-Rat Dr. E. Roediger Dr. med. 0. Schnaudigel Dr. phil. F. Römer

Finanz-Kommission :

Direktor H. Andreae, Vorsitzender Dr. phil. A. Jassoy A. Andreae-von Grunelius Dr. med. A. Knoblauch

L. Elling-er I Komm. -Rat E. Ladenburg-

0. Höchberg | R. de Neufville

27*

Dozenten :

( Prof. Dr. H. Reiclienbach

Zoologie 1 und Dr. F. Römer

Botanik Prof. Dr. M. Möbins

Mineralogie Prof. Dr. W. Schauf

^ , . j T. ,.. ^ , . f Prof. Dr. F. Kinkelin und

Geologie und Paläontologie \

[ Dr. F. Drevermann

Bibliothekar : Bibliotheliseliretär :

Dr. phil. 0. Wahl Tli. Hassler

Musenms-Kommission : Die Sektionäre und der II. Direktor

Sektionäre :

Vergleichende Anatomie und Skelette .... Prof. Dr. H. Reiclienbach

Säugetiere Prof. Dr. W. Kobelt

Vögel R. de Neufville

Reptilien und Batrachier Prof. Dr. 0. Boettger

Fische A. H. Wendt

. , , . . , , , T T [ Pi'of- Dr. L. von Heyden,

Arthropoden mit Ausschluß der Lepidopteren . „, . t^ ^ n ■, ^ j

*^ , ,, *^ *^ 1 A. Weis, Dr. J. Golde und

und Krustaceen t^c^i

l Dr. P. Sack

Lepidopteren vacat.

Krustaceen Prof. Dr. F. Richters

Mollusken Prof. Dr. W. Kobelt

Wirbellose Tiere mit Ausschluß der Arthro- poden und Mollusken Prof. Dr. H. Reiclienbach

., ( Prof. Dr. M, Möbius und

Botanik l i^ ^..

\ M. Durer

Mineralogie Prof. Dr. W. Schauf

, , . , ^ , , . ( Prof. Dr. F. Kinkelin und

Geologie und Paläontologie •!

Prof. Dr. 0. Boettger

Direktor des Museums: Dr. phil. F. Römer

Zoologischer Assistent: Geologisch-paläont. Assistent;

Dr. phil. E. Wolf Dr. phil. Fr. Drevermann

Konservatoren : Handwerker : Lehrlinge :

Adam Koch Christian Fahlberg Christian Kopp

August Koch Rudolf Moll Gustav Metzger

Hermann Franz Hermann Münster

Im Bureau:

Frl M. Pixis

28*

Verzeichnis der Stifter

der

Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

Becker, Johannes, Stiftsgärtner am Dr. Senckenbergischen med. Institut 1817.

t 24. November 1833 *v. Bethmanu, Simon Moritz, Staatsrat 1818. f 28. Dezember 1826 Bögner, Joh. Willi. Jos., Dr. med., Mineralog (1817 zweiter Sekretär) 1817.

t 16. Juni 1868 Bloss, Joh. Georg, Glasermeister, Entomolog 1817. f 29. Februar 1820 Bnch, Joh. Jak. Kasimir, Dr. med. und phil., Mineralog 1817. f 13. März 1851 Cretzschmar, Phil. Jak., Dr. med., Lehrer der Anatomie am Dr. Sencken- bergischen med. Institut, Lehrer der Zoologie von 1826 bis Ende 1844, Physikus und Administrator der Dr. Senckenbergischen Stiftung (1817 zweiter Direktor) 1817. f 4. Mai 1845 =*'£hrmanD, Joh, Christian, Dr. med., Medizinalrat 1818. f 13. August 1827 Fritz, Joh. Christoph, Schneidermeister, Entomolog 1817. f 21. August 1835 *Freyreiss, Georg Wilh,, Prof. der Zoologie in Rio Janeiro 1818. f I.April 1825 *v. Gerning, Joh. Isaak, Geheimrat, Entomolog 1818. f 21. Februar 1837 *Grruneliu8, Joachim Andreas, Bankier 1818. f 7. Dezember 1852 von Heyden, Karl Heiur. Georg, Dr. phil., Oberleutnant, nachmals Schöff und Bürgermeister, Entomolog (1817 erster Sekretär) 1817. f 7. Jan. 1866 Helm, Joh. Friedr. Aut., Verwalter der adeligen uralten Gesellschaft des

Hauses Frauenstein, Konchyliolog 1817. f 5. März 1829 *Jassoy, Ludw. Daniel, Dr. jur. 1818. f 5. Oktober 1831 Kloss, Joh. Georg Burkhard Franz, Dr. med., Medizinalrat, Prof. 1818.

t 10. Februar 1854 *Löhrl, Johann Konrad Kaspar, Dr. med., Geheimrat, Stabsarzt 1818.

t 2. September 1828 *Metzler, Friedr., Bankier, Geheimer Kommerzienrat 1818. f 11. März 1825 Meyer, Bernhard, Dr. med., Hofrat, Ornitholog 1817. f 1- Januar 1836 Miltenberg, Wilh. Adolf, Dr. phil, Prof., Mineralog 1817. f 31, Mai 1824 *Melber, Joh. Georg David, Dr. med. 1818. f H- August 1824

Anmerkung: Die 1818 eingetretenen Mitglieder, die nachträglich unter die Reihe der Stifter aufgenommen wurden, sind mit * bezeichnet.

29*

Neeff, Christian Ernst, Dr. med., Prof., Lehrer der Botanik, Stifts- und Hospi- talarzt am Dr. Senckenbergischen Bürgerhospital 1817. f 15. Juli 1849

Neuburg^jJoh. Georg', Dr. med., Administrator der Dr. Senckenbergischen Stiftung, Mineralog und Ornitholog (1817 erster Direktor) 1817. f 25. Mai 1830

de Neufville, Mathias Wilh., Dr. med. 1817. f 31. Juli 1842

Renss, Job. Wilh., Hospitalmeister am Dr. Senckenbergischen Bürgerhospital 1817. t 21. Oktober 1848

*Rüppell, Wilh. Peter Eduard Simon, Dr. med., Zoolog und Mineralog 1818. t 10. Dezember 1884

*T. Soemmerring, Samuel Thomas, Dr. med., Geheimrat, Professor 1818. t 2. März 1830

Stein, Joh. Kaspar, Apotheker, Botaniker 1817. f 16. April 1834

Stiebel, Salomo Friedrich, Dr. med., Geheimer Hofrat, Zoolog 1817. t 20. Mai 1868

*Varrentrapp, Joh. Konr., Dr. med., Prof., Physikus und Administrator der Dr. Senckenbergischen Stiftung 1818. f 11. März 1860

Völcker, Georg Adolf, Handelsmann, Entomolog 1817. f 19. Juli 1826

* Wenzel, Heinr. Karl, Dr. med., Geheimrat, Prof., Direktor der Primatischen medizinisch-chirurgischen Spezialschule 1818. f 18. Oktober 1827

*v. Wiesenhütten, Heinrich Karl, Freiherr, Königl. bayr, Oberstleutnant, Mineralog 1818. f 8. November 1826

30*

Verzeichnis der Mitglieder.

I. Ewige Mitglieder.*)

An Stelle der Entrichtung eines Jahresbeitrages haben manche Mitglieder vorgezogen, der Gesellschaft ein Kapital zu schenken, dessen Zinsen dem Jahresbeitrag min- destens gleichkommen, mit der Bestimmung, daß dieses Kapital verzinslich angelegt werden müsse und nur die Zinsen für die Zwecke der Gesellschaft zur Verwendung kommen dürfen.

Solche Mitglieder entrichten demnach auch über den Tod hinaus einen Jahresbeitrag und werden nach einem alten Sprach- gebrauch als „Ewige Mitglieder" der Gesellschaft bezeichnet.

Vielfach wird diese altehrwürdige Einrichtung, die der Gesellschaft einen dauernden Mitglieder stamm sichert und daher für sie von hohem Werte ist, von den Angehörigen verstorbener Mitglieder benützt, um das Andenken an ihre Toten bleibend in dem Senckenbergischen Museum wach zu halten, zumal die Namen sämtlicher „ewigen Mitglieder" nicht nur den jedesmaligen Jahresbericht zieren, sondern auch auf M a r m 0 r t a f e 1 n in dem Treppenhause des Museums mit goldenen Buchstaben eingegraben sind. Die beigefügten Jahreszahlen bezeichnen das Jahr der Schenkung oder des Vermächtnisses.

Simon Moritz v. Beiliiiiaiin 1827 G. H. Hauck-Stee? 1848 Georg Heiiir. Schwendel 1828 Dr. J. J. K. ßucli 1851

Job. Friedr. Auf. Helm 1829 G. v. St. George 1853

Georg- Ludwig Gontard 1830 J. A. Grunelius 1853

Frau Susanna Elisabetli Betlimaun- P. F. Chr. Kroger 1854

Holweg 1831 I Alexander Gontard 1854

Heinrich Mylius sen. 1844 i M. Frhr. v. Bethmann 1854

Georg Melchior Mjlius 1844 j Dr. Eduard Rüppell 1857 Baron Amschel Mayer v. Roth- Dr. Th. Ad. Jak. Em. Müller 1858

Schild 1845 Julius Nestle 1860

Joh. Georg Schmidborn 1845 Eduard Finger 18G0

Johann Daniel Souchay 1845 Dr. jur. Eduard Souchay 1862

Alexander r. Bethmann 1846 J. N. Gräffendeich 1864

Heinrich v. Bethmann 1846 E. F. K. Büttner 1865

Dr. jur. Rat Fr. Schlosser 1847 K. F. Krepp 1866

Stephan v. Guaita 1847 Jonas Mylius 1866

H. L. Döbel in Batavia 1847 Konstantin Fellner 1867

*) I V nach dein Mitgliederbestand am 1. Juni 1907. Anmerkung: Die arbeitenden Mitglieder sind mit * bezeichnet.

31*

Dr. Hermann y. Meyer 1869 W. D. Soemmerring 1871 J. G. H. Petsch 1871 Bernhard Dondorf 1872 Friedrich Karl Rücker 1874 Dr. Friedrich Hessenberg 1875 Ferdinand Lanrin 1876 Jakob Bernhard Rikoif 1878 Joh. Heinr. Roth 1878 J. Ph. Nikol. Manskopf 1878 Jean Noe du Fay 1878 GS' Friedr. Metzler 1878 Frau Louise Wilhelniine Emilie Gräfin Böse, geb. Gräfin von Reichenbach-Lessouitz 1880 Karl August Graf Böse 1880 (inst. Ad. de Neufville 1881 Adolf Metzler 1883 Joh. Friedr. Koch 1883 Joh. Wilh. Roose 1884 Adolf Soemmerring 1886 Jacques Reiss 1887 Dr. Albert von Relnach 1889 Wilhelm Metzler 1890 *Albert von Metzler 1891 L. S. Moritz Frhr. v. Bethmann 1891 Victor Moessinger 1891 Dr. Ph. Jak. Cretzschmar 1891 Theodor Erckel 1891 Georg Albert Keyl 1891 Michael Hey 1892 Dr. Otto Ponflck 1892 Prof. Dr. Gg. H. v. Meyer 1892 Fritz Neumüller 1893 Th. K. Soemmerring 1894 Dr. med. P. H. Pfefferkorn 1896 Baron L. A. v. Löwenstein 1896 Louis Bernus 1896 Frau Ad. von Brüuing 1896 Friedi'. Jaenuicke 1896 Dr. phil. Wilh. Jaenuicke 1896 P. A. Kesselmeyer 1897 Chr. G. Lndw. Vogt 1897 Anton L. A. Hahn 1897 Moritz L. A. Hahn 1897 Julius Lejeune 1897 Frl. Elisabeth Schultz 1898

Karl Ebenau 1898

Max von Gnaita 1899

Walther vom Rath 1899

*Prof. D. Dr. Moritz Schmidt 1899

Karl von Grunelius 1900

Dr. jur. Friedrich Hoerle 1900

Alfred von Neufville 1900

Wilh. K. Frhr. v. Rothschild 1901

Marcus M. Goldschmidt 1902

Paul Siegm. Hertzog 1902

Prof. Dr. Julius Ziegler 1902

Moritz von Metzler 1903

Georg Speyer 1903

Arthur Gwinner 1903

Isaak Blum 1903

Eugen Grumbach-Mallebrein 1903

*Robert de Neufville 1903

Dr. phil. Eugen Lucius 1904

Carlo V. Erlanger 1904

Oskar Dyckerhoff 1904

Rudolph Sulzbach 1904

Johann Karl Majer 1904

Prof. Dr. Eugen Askenasy 1904

D. F. Heynemann 1904

Frau Amalie Kobelt 1904

*Prof. Dr. Wilhelm Kobelt 1904

P. Hermann v. Mumm 1904

Philipp Holzmanu 1904

Prof. Dr. Achill Andreae 1905

Frau Luise Volkert 1905

Karl Hoff 1905

Julius Wernher 1905

Edgar Speyer 1905

J. A. Weiller 1905

Karl Schaub 1905

W. de Neufville 1905

Arthur Sondheimer 1905

Dr. med. E. Kirberger 1906

Dr. W. Schöller 1906

Bened. M. Goldschmidt 1906

A. AVittekind 1906

Alexander Hauck 1906

Dr. med. J. Guttenplan 1906

Gustav Stellwag 1907

Christian Knauer 1907

Jean Joh. Val. Andreae 1907

Haus Bode 1907

32*

II. Beitragende Mitglieder.

a) ansässige beitragende Mitglieder:

Abraham, Siegmund, Dr. med. 1904

Ackenhausen, H. E. 1905

Adickes, Franz, Dr. med., Oberbürger- meister 1891

Adler, Arthur, Dr. jur. 1905

Adler, Franz, Dr. phil. 1904

Albert, August 1905

*Albrecht, Eugen, Dr. med., Professor, Direktor des Dr. Sencken- bergischen pathologisch -anato- mischen Instituts 1904

Albrecht, Julius, Dr., Zahnarzt 1904

Alexander, Franz, Dr. med. 1904

Alexander, Theodor 1904

Almeroth, Hans 1905

Alt, Friedrich, Buchhändler 1894

*Alten, Heinrich 1891

Frl. Amschel, Emy 1905

Andre, C. A. 1904

Andreae, Albert 1891

Frau Andreae, Alharda 1905

Andreae, Arthur 1882

Andreae, Heinrich Ludwig 1904

*Andreae, Hermann. Bankdir. 1873

Andreae, J. M. 1891

Andreae, Richard 1891

Andreae, Rudolf 1878

Andreae, Viktor 1899

*Andreae-v. Grunelius, Alhard 1899

Frau Andreae-Lemme, Karoline Elise 1891

Andresen, Job. Karl, Bergwerkdirek- tor, Kgl. norweg. Konsul 1906

Apolant, Hugo, Dr. med. 1903

V. Arand, Julius 1889

Armbrüster, Gebr. 1905

Askenasy, Alex., Ingenieur 1891

Auerbach, L., Dr. med. San. -Rat 1886

Auerbach, M., Dr., Amtsgerichtsrat 1905

♦Auerbach, S., Dr. med. 1895

Auffarthsche Buchhandlung 1874

Aurnhammer, Julius 1903 Avellis, Georg, Dr. med., 1904 Bacher, Karl 1904 Baer, Jos. Moritz, Stadtrat 1873 Baer, Max, Generalkonsul 1897 Baer, M. H., Dr. Justizrat 1891 Baer, Simon Leop, Buchhändler 1860 Baer, Theodor, Dr. med. 1902 Baerwald, A., Dr. med. 1901 Baerwindt, Franz, Dr. med., San. -Rat

1901 Bangel, Rudolf 1904 Bansa, Julius 1860 von Bardeleben, Friedr. , General- major z. D. 1900 *Bardorfi, Karl, Dr. med. 1864 Barndt, W., Generalagent 1902 de Bary, Aug., Dr. med. 1903 de Bary, Jakob, Dr. med., San.-Rat

1866 de Bary, Karl Friedr. 1891 de Bary-Jeanrenaud, H. 1891 *Bastier, Friedrich 1892 V. Baumgarten, A. , Kaiserl. Russ. Kammerherr u. Generalkonsul, Wirkl. Staatsrat, Exzell. 1904 Baunach, Alexander, Konsul 1904 Baunach, Robert 1900 Bauer, Max 1906 Baur, Karl, Dr. med. 1904 Bechhold, J. H., Dr. phil. 1885 Beck, Carl, Dr. med. 1905 Becker, H., Dr. phil., Prof. 1903 Becker, F. Ph., Dr. med. 1905 Beer, J. L., Kommerzienrat 1891 Behrends, Robert, Ingenieur 1896 Behrends-Schmidt, Karl, Konsul 1896 Behringer, Gustav 1905 Beit, Eduard, Kommerzienrat 1897 Benario, Jacques, Dr. med. 1897 Bender, August 1897 Frau Berend, Paula, Dr. 1905

Anmerkung: Die arbeitenden Mitglieder sind mit * bezeichnet.

33*

Berg, Alexander, Dr. jur., Rechts- anwalt 1900

*Berg, Fritz, Dr. jur., Rechtsanwalt 1897

Berlizheimer, Sigmund, Dr. med. 1904

Bermann, Ferdinand, Dr. med. 1904

Frl. Berthold, Bertha 1903

Bertina, Karl 1904

V. Bethmann, S. Moritz, Frhr. 1905

Beyfuß, Leo 1907

Binding, Gustav 1904

Binding, Karl 1897

Binding, Konrad 1892

Bing, Albert 1905

Bischheim, Bernhard 1907

Bittel-Böhm, Theodor 1905

Bittelmann, Karl 1887

Bleicher, H., Stadtrat Prof. Dr. 1903

*Blum, Ferd., Dr. med. 1893

Frau Blum, Lea 1903

Blumenthal, Adolf 1883

*Blumenthal, E., Dr. med., San.-Rat

1870 *Bockenheimer, Jakob, Dr. med., Geh.

San.-Rat 1864 Bode, Paul, Dr. phil, Direktor der

Klingeroberrealschule 1895 Boeckh, August, Generaloberarzt, Dr.

med. 1906 Boettger, Bruno 1891 *Boettger, Oskar, Dr. phil, Prof. 1874 Böhm, Henry, Dr. med. 1904 Böhme, John, Zahnarzt 1904 Boller, Wilhelm, Dr. phil., Oberlehrer

1903 Bolongaro, Karl 1860 Bonn, Sally 1891 Bonn, William B. 1886 Borchardt, Heinrich, Zahnarzt 1904 Borgnis, Alfred Franz 1891 Borgnis, Karl 1900 Frau Brach, Natalie 1906 Braun, Franz, Dr. phil. 1904 Braun, Leonhard, Dr. phil. 1904 Braun , Wunibald , Kommerzienrat

1903 Braunfels, Ludwig 1906

Braunfels, Otto, Gefr. Kommerzienrat;

Konsul 1877 Brechenmacher, Franz 1906 Brendel, Wilhelm 1906 Brentano-Brentano, Josef 1906 Briel, Heinrich 1906 Brodnitz, Siegfried, Dr. med. 1897 Brofft, Franz 1866 Brück, Richard, Rechtsanwalt 1904 Brückmann, Karl 1903 Budge, Siegfried 1905 Bücheier, Anton, Dr. med. 1897 Bucher, Franz, Dentist 1906 V. Büsing-Orville, Adolf, Frhr. 1903 Bütschly, Wilhelm 1891 Büttel, Wilhelm 1878 Bullnheimer, Fritz, Dr. phil. 1904 Burchard, Kurt, Dr. jur., Prof. 1904 Burgheim, Gustav, Justizrat Dr. 1905 Cahen-Brach, Eugen, Dr. med. 1897 Cahn, Albert 1905 Cahn, Heinrich 1878 Cahn, Paul 1903 Cammert, Paul, Oberstabsarzt Dr. med.

1907. Frau Canne, Anna 1905 Canne, Ernst, Dr. med. 1897 Cante, Cornelius 1906 ♦Carl, August, Dr. med., San.-Rat

1880 Cassel, B. B. 1905 V. Chappuis , Hermann , General -

leutnant z. D., Exzellenz 1904 Christ, Fritz 1905 Clemm, Otto, Bankdirektor 1903 Cnyrim, Ernst 1904 Creizenach, Ernst 1906 Creizenach, Ignaz 1905 Cohen, Eduard 1900 Cudell, Carl, Dipl. -Ingenieur 1906 CuUmann, Rudolf 1905 Cunze, D., Dr. phil. 1891 Curti, Theodor 1905 Curtis, F., Dr. phil., Prof. 1903 Daube, Curt, Sanitätsrat Dr. 1906 Daube, G. L. 1891 Degener-Böning, Emil 1906

3

34*

Delliehausen, Oskar 1904 Delosea, S. R., Dr. med. 1878 Demmer, Theodor, Dr. med. 1897 Deutsch, Adolf, Dr. med. 1904 Diener, Richard 1905 Diesterweg, Moritz 1883 Dietrich, Heinrich 1906 Dietze, Hermann 1891 Dietze, Karl 1870 Ditmar, Karl Theodor 1891 Ditter, Karl 1903 Doctor, Ferdinand 1892 Dondorf, Karl 1878 Dondorf, Otto 1905 Donner, Karl Philipp 1873 Dreves, Erich, Dr., Justizrat 1903 Dreyfus, Is. 1891 Drory, William, Direktor 1897 Drory, William, Dr. phil. 1904 Du Bois, Georg, Dr. phil. 1906 *Dürer, Martin 1904 Ebeling, Hugo, Dr. med. 1897 Ebenau, Fr., Dr. med. 1899 Eberstadt, Albert 1906 Frau Eckert, Marie 1906 Eckhardt, Karl, Bankdirektor 1904 *Edinger, L., Dr. med., Prof. 1884 Egan, William 1891 *Ehrlich, P., Dr. med., Prof., Geh.

Med.-Rat 1887 V. Eichhorn, Hermann, Generalleutnant

und Kommandierender General

d. XVIII. Armeekorps, Exzellenz

1905 Eichmeyer, Hermann, Direktor 1907 Eierniann, Arnold, Dr. med. 1897 *Ellinger, Leo 1891 Ellinger, Philipp, stut. rer. nat. 1907 Embden, Gustav, Dr. med. 1907 Emmerich, Otto 1905 Enders, M. Otto 1891 Engelhard, Karl Phil. 1873 Epstein, Jak. Herrn., Fabrikant 1906 Epstein, J., Dr. phil., Prof. 1890 Eschelbach, Jean 1904 Ettlinger, Albert, Dr. med. 1904 Euler, Rudolf, Direktor 1904

Eyssen, Remigius Alex. 1882

v.Fabricius, Ph., Dr. med. San.-Rat 1907

Fade, Louis, Direktor 1906

Fay, C. F. 1904

Feis, Oswald, Dr. med. 1903

Feist, Jakob, Dr. jur. 1905

Feist, Louis. 1906.

Fellner, Johann Christian 1905

Fellner, Otto, Dr. jur. 1903

Fester, August, Bankdirektor 1897

Fischer, Karl 1902

Fischer, Ludwig 1902

Fleck, Otto, Oberförster 1903

Fleisch, Karl 1891

Flersheim, Albert 1891

Flersheim, Martin 1898

Flersheim, Robert 1872

*Flesch, Max, Dr. med., Prof. 1889

Flinsch, Bernhard 1905

Flinsch, Heinrich, Stadtrat 1866

Flinsch, W., Kommerzienrat 1869

Flörsheim, Gustav 1904

de la Fontaine, Ernst, Regierungsrat

1907 Forchheimer, Hugo 1903 Forst, Carl, Dr. phil. 1905 *Franck, E., Direktor 1899 Frank, Franz, Dr. phil. 1906 Frank, Hch., Apotheker 1891 Fresenius, Eduard, Dr. phil. 1906 Fresenius, Phil., Dr. phil, Apotheker

1873 *Freund, Mart., Dr. phil., Prof. 1896 Freyeisen, Willy 1900 *Fridberg, R., Dr. med., San.-Rat 1873 Fries, Heinrich 1905 Fries Sohn, J. S. 1889 Fries, Wilhelm, stud. rer. nat. 1907 Fries-Dondorf, -Jakob 1906 V. Frisching, Moritz 1905 J'ritzmann, Ernst, Dr. phil. 1905 Frohmann, Herbert 1905 Fromberg, Leopold 1904 Fuld, Adolf, Dr.jur., Rechtsanwalt 1907 Fulda, Heinrich, Dr. med. 1907 Fulda, Karl Herrn. 1877 Fulda, Paul 1897

35"

*üäbler, Bruno, Landgerichtsrat 1900

Gans, Adolf 1897

Gans, Fritz 1891

Gans, L., Dr. phil., Geh. Kommerzien-

rat 1891 Ganz, S., Dr. jur., Prof , Rechtsanwalt

1906 Gaurn, Fritz 1905 Geiger, B., Dr. jur., Justizrat 1878 Geisow, Hans, Dr. phil. 1904 Geist, George, Dr. med. dent. 1905 Frau Gräfin v. Geldern, Friederica,

Dr. med. 1904 *Gerlach, Karl, Dr. med. 1869 Gerlach, K., Oberlehrer 1903 Gerth, H., stud. rer. nat. 1905 Frau Getz, Elisabeth, Geheimr. 1905 Getz, Moritz 1904 Gillhausen, Karl 1905 Gins, Karl 1906 Gloeckler, Alexander, Dr. med., San.-

Rat 1905 Glogau, Emil August, Zahnarzt 1904 Goering, Viktor, Direktor des Zoolog.

Gartens 1898 V. Goldammer, F. 1903 Goldschmid, J. E. 1901 Goldschmidr, Julius 1905 Goldschmidt, M. S. 1905 V. Goldschmidt - Rothschild , Max ,

^rhr., Generalkonsul 1891 Goll, Richard 1905 Goltermann, Ludwig 1904 Gombel, Wilhelm 1904 Gottschalk, Joseph, Dr. med. 1903 Grandhomme, Fr., Dr. med. 1903 Gräntz, Fritz, Dr. phil., Oberlehrer

1904 Graubner, Karl 1905 Greef, Ernst 1905 Greb, Louis 1903 Greiff, Jakob, Rektor 1880 Grieser, Ernst 1904 Grimm, Otto, Bürgermeister 1907 Großmann, Emil, Dr. med. 1906 Grüder, Paul, Referendar 1906 Grünewald, August, Dr. med, 1897

V. Grunelius, Adolf 1858

V. Grunelius, Max 1903

V. Grunelius, M. Ed. 1869

V. Günderrode, Waldemar, Freiherr

1905 Günther, Oskar 1907 Günzburg, Alfred, Dr. med. 1897 *GuIde, Johann, Dr. phil. 1898 Haack, Karl Philipp 1905 Haag, Ferdinand 1891 Haas, F., stud. rer. nat. 1906 Haas, Ludwig, Dr. 1906 Haas-Hüttenbach, Viktor 1906 Häberlin, E. J., Dr. jur., Justizrat 1871 Haeckel, Georg, Militär-Intendantur- rat 1907 Haeffner, Adolf, Direktor 1904 *Hagen, B., Dr. med., Hofrat 1895 Hagens, K., Dr., Wirkl. Geh. Ober- Justizrat u. Oberlandesgerichts- Präsident, Exzellenz 1900 Hahn, Julius 1906 Hallgarten, Fritz, Dr. phil. 1893 Hallgarten, H. Charles L. 1891 Hamburger, K., Dr. jur., Geh. Justiz- rat 1891 Happel, Fritz 1906 Harbers, Adolf, Direktor 1903 Harbordt,Ad., Dr. med., San.-Rat 1891 v.Harnier, E., Dr., Geh. Justizr. 1866 Hartmann, Eugen, Professor 1891 Hartmann, Johann Georg 1905 Hartmann, Karl 1905 Hartmann-Bender, Georg 1906 Hartmann-Kempf, Rob., Dr. phil. 1906 Haßlacher, Franz, Patentanwalt 1905 Hauck, Fritz 1905 Hauck, Georg 1898 Hauck, Max 1905 Hauck, Otto 1896 Haurand, A., Geh. Kommerzienrat 1891 Hausmann, Franz, Dr. med. 1904 Hausmann, Julius, Dr. phil. 1906 Heerdt, Rudolf, Direktor 1906 Heichelheim, Sigmund, Dr. med. 1904 Heicke , Karl , Stadtgartendirektor 1903

3*

36*

Heilbrunn, Ludwig, Dr, jur., Rechts- anwalt 1906

Heilmann, Heinrich 1906

Heimpel-Manskopf, W. E. Aug. 1899

Heinz, Philipp 1907

Heister, Ch. L. 1898

Henrich, K. F., Kommerzienrat 1873

Henrich, Ludwig 1900

Henrich, Rudolf 1905

*Hergenhahn, Eugen, Dr. med. 1897

Hertzog, Georg 1905

Frau Herxheimer, Fanny 1900

Herxheimer, Karl, Dr. med , Direktor am Stadt. Krankenhause 1898

Herz, Alphonse J. 1906

Herz-Mills, Ph. Jac, Direktor 1903

Herzberg, Karl, Konsul, Bankdirektor 1897

Hesdörffer, Julius, Dr. med. 1903.

Hesse, Hermann 1900

Heuer & Schoen 1891

Heußenstamm, Karl, Dr. jur., Bürger- meister a. D. 1891

*v. Heyden, Lukas, Dr. phil. , Prof., Major a. D. 1860

V. Heyder, Georg 1891

Hinkel, August 1906

Hirsch, Ferdinand 1897

Hirsch, Raphael, Dr. med. 1907

Frau Hirsch, Lina, Dr. 1907

Hirschberg, Max, Dr. med., San. -Rat 1892

Hirschfeld, Otto H. 1897

Hirschhorn, Fritz 1905

Hirschler, Leopold 1903

Hochschild, Salomon 1906

Hochschild, Zachary, Direktor 1897

Höchberg, Otto 1877

Hochstraßer, Hans 1907

Fräulein Hoerle, Cecile 1907

Hoerle, Eugene 1907

Hoerle, Julius 1907

Hofer, Willy Hch. 1906

Hoff, Alfred, Konsul 1903

Hofmann, Otto 1905

Hohenemser, Moritz W. 1905

Hohenemser, Otto, Dr. med. 1904

Hohenemser, Robert, Dr. jur. 1905

HoU, Joseph, & Co. 1905

Holz, Wilhelm 1907

V. Holzhausen, Georg, Frhr. 1867

Holzmann, Eduard, Ingenieur 1905

Homberger, Ernst, Dr. med. 1904

Homburger, Aug., Dr. med. 1899

Homburger, Michael 1897

Homm, Nikolaus 1906

Horkheimer, Anton, Stadtrat a.D. 1906

Horkheimer, Fritz 1892

Horn, Hans, Lehrer 1906

Frau Horstmann, Elise 1903

Horstmann, Georg 1897

Huck, August 1900

V. Hoven, Franz, Baurat 1897

*Hübner, Emil, Dr. med. 1895

Hübner, Hans, Dr. med. 1906

Hüttenbach, Adolf 1903

Hupertz, Eduard, Dr. jur., Oberstaats- anwalt 1905

Jacquet, Hermann 1891

Jaffe, Gustav, Rechtsanwalt 1905

Jaffe, Theophil, Dr. med., San.-Rat 19U5

Jäger, Alfred, Dr., Veterinärarzt 1903

Jaeger-Manskopf, Fritz 1897

*Jassoy, August, Dr. phil., Apotheker 1891

Jassoy, Julius 1905

Jassoy, Ludwig Wilhelm 1905

Frau Jay, Louis 1903

Jelkmann, Fr., Dr. phil. 1893

Illig, Hans, Direktor 1906

Job, Wolfgang 1907

Frau Jordan - de Rouville, L. M. 1903

Junge, Bernhard 1907

Jungmann, Eduard 1897

Junior, Karl 1903

Jureit, J. 0. 1892

Kahn Bernhard 1897

Kahn, Ernst, Dr. med. 1897

Kahn, Hermann 1880

Kahn, Julius 1906

Kalb, Moritz 1891

Kalberlab, Fritz, Dr. med. 1907

*Kallmorgen, Wilh., Dr. med. 1897

Katzenelienbogen, Albert, Dr. jur. 1905

37*

Katzenstein, Edgar 1906 Kayser, Heinr., Dr. med. 1903 Kayser, Carl 1906 Kayßer, Fritz, Architekt 1899 Keller, Adolf 1878 Keller, Ernst, Direktor der Elisa- bethenschule 1907 Keller, Otto 1885 Kessler. Hugo 1906 Kindervatter, Gottfried 1906 *Kinkelin, Friedrich, Dr. phil., Prof.

1873 Kirch, Wilhelm 1905 Kirchheim, S., Dr. med. 1873 Kissner, Heinrich 1904 Klein, Walter, Amtsgerichtsrat 1906 Kleyer, Heinr., Kommerzienrat 1903 Kliewer, Johannes, kgl. Gewerberat

1907 Klimsch, Eugen 1906 Klippel, Karl 1891 Klitscher, F. Aug. 1878 Klotz, Karl E., Bankdirektor 1891 Knauer, Jean Paul 1906 Knickenberg, Ernst, Dr. med. 1897 ♦Knoblauch, Aug., Dr. med., Direktor des städtischen Siechenhauses 1892 Knoblauch, Paul, Dr. med. 1905 Frau Koch, geb. von St. George 1891 Koch, Karl 1902 Koch, Louis 1903 Köhler, Hermann 1891 Kölle, Karl, Stadtrat 1905 Kömpel, Eduard, Dr. med. 1897 König, Albert, Dr. med., Stadtarzt 1905 König, Karl, Dr. med. 1904 V. Königswarter, H., Baron 1891 Königswerther, Heinrich 1906 Könitzers Buchhandlung 1893 Könitzer, Oskar 1906 Kohn, Julius, Dr. med. 1904 Körner, Erich, Prof. 1907 Koßmann, Alfred, Bankdirektor 1897 Kotzenberg, Gustav 1873 Kotzenberg, Karl 1903 Kowarzik, Jos., Bildhauer 1898

Kramer, Robert, Dr. med. 1897

Kreuscher, Jakob 1880

Kreuzberg, August 1905

Küchler, Ed. 1886.

Küchler, Fr. Karl 1900

Künkele, H. 1903

Kugler, Adolf 1882

Kuhlmann, Ludwig 1905

Kullmann, Karl 1904

Kulp, Anton Marx 1891

Kutz, Arthur, Dr. med. 1904

Labes, Philipp, Dr. jur., Direktor 1905

*Lachmann, Beruh., Dr. med., Sani- tät srat 1885

Ladenburg, August 1897

Ladenburg,Ernst, Kommerzienrat 1897

Lambert, Richard, Prof. 1903

Lampe, Eduard, Dr. med. 1897

Lampe, J. D. W. 1900

Landauer, Fredy 1905

Landauer, Max 1907

Lapp, Wilhelm, Dr. med. 1904

*Laquer, Leopold, Dr. med., San.-Rat

1897 Lauterbach, Ludwig 1903 Lehmann, Leo 1903

Leisewitz, Gilbert. 1903. Lehranstalt für Zoll- und Steuerbeamte der Provinz Hessen -Nassau 1907

Lejeune, A., Dr. med. 1900 Lejeune, Alfred 1903 Lejeune, Ernst 1905 Leser, Wilhelm, Dr. jur., Oberlandes- gerichtsrat 19&7 Leuchs-Mack, Ferdinand 1905 *Levy, Max, Dr. phil , Oberlehrer 1893 *Libbertz, A., Dr., San.-Rat 1897 Liebmann, Jakob, Dr. jur., Justizrat

1897 Liebmann, Louis, Dr. phil. 1888 Liermann, Otto, Dr. phil., Direktor des Wöhler-Realgymnasiums 1907 Lilienfeld, Sidney, Dr. med. 1907 Lindheimer, Dr. Justizrat 1905 Lindley, William, Baurat 1904 Lismann, Karl, Dr. phil., Zahnarzt 1902 Frau Livingston, Frank 1897

38*

Frl. Livingston, Rose 1903 *Loretz,Wilh.,Dr.med., San.-Rat 1877 Lotichius, W. Heinr. 1903. Löwenstein, Simon 1907 Fräulein Luraschi, Ernesta 1906 Llischer, Karl 1905 Lußmann, Konrad 1907 Lust, Heinrich Frdr. 1905 Lüthje, Hugo, Dr. med., Prof., Direk- tor am städt. Krankenhause 1906 Mai er, Herrn. Heinr., Direktor 1900 Majer, Alexander 1889 Manskopf, Nicolas 1903 Mappes, Heinrich, Generalkonsul 1905 *Marx, Ernst, Dr. med., Prof., Stabs- arzt 1900 Marx, Karl, Dr. med. 1897 Frau von Marx, Mathilde 1897 Matthes, Alexander 1904 Matti, Alex., Dr. jur., Stadtrat 1878 May, Ed. Gust. 1873 May, Franz L., Dr. phil. 1891 May, Martin 1866 May, Robert 1891 V. Mayer, Adolf, Freiherr 1903 V. Mayer, Eduard, Buchhändler 1891 V. Mayer, Hugo, Freiherr 1897 Mayer, Ludo 1903 Mayer-Dinkel, Leonhard 1906 Melber, Friedrich 1903 *Melber, Walter 1901 Frau Merton, Albert 1869 Merton, Alfred 1905 Merton, Hugo, Dr. phil. 1901 Merton, W., Dr. phil. h. c. 1878 Merton, Walter, Direktor 1906 Mettenheimer, Beruh., Dr. jur. 1902 *von Mettenheimer, H., Dr. med. 1898 Metzger, L., Dr. med. 1901 Metzler, Hugo 1892 V. Metzler, Karl 1869 Meusert, Jakob 1905 Meyer, P., Dr. jur., Ober-Regierungs- rat 1903 *v. Meyer, Edw., Dr. med. 1893 Meyer-Petsch, Eduard 1906 Minjon, Hermann 1907

Frau Minjon, Sophie 1898

Minoprio, Heinrich 1907

Minoprio, Karl Gg. 1869

*Möbius, M., Dr. phil., Prof. 1894

Möhring, Dr. 1906

Moessinger, W. 1891

Morf, F. H., Dr. phil., Prof. 1903

Mosessohn, Sally, Dr. phil. 1904

Mouson, Jacques 1891

Mouson, Joh. Daniel. Stadtrat 1891

Müller-Knatz, J. 1905

Müller, Karl, Berginspektor 1903

Müller, 0. Victor, Dr. med. 1907

Müller, Paul 1878

Müller Sohn, A. 1891

Mumm V. Schwarzenstein, A. 1869

Mumm V. Schwarzenstein, Alfred

1905 Mumm V. Schwarzenstein, Fr. 1905 Nassauer, Max, Dr. phil. 1905 Nathan, S. 1891

*Naumann, Edmund, Dr. phil. 1900 Nebel, August, Dr. med. 1896 Neher, Ludwig, Baurat 1900 Frau Neisser, Emma 1901 *Neisser, Max, Dr. med., Prof. 1900 Nestle, Hermann 1900 Nestle, Richard 1891 Nestle, Wilhelm 1903 Netto, Kurt, Prof., Bergingenieur 1897 Neu, Samuel 1906 Neuberger, Julius, Dr. med. 1903 Neubürger, Otto, Dr. med. 1891 Neubürger, Theod., Dr. med., Geh.

San.-Rat 1860 de Neufville, Eduard 1900 *de Neufville, Robert 1891 de Neufville, Rud., Dr. phil. 1900 V. Neufville, Adolf 1896 V. Neufville, G., Adolf 1896 V. Neufville, Curt 1905 V. Neufville, Karl, Gen.-Konsul 1900 Neumann, Paul, Dr. jur. 1905 Neumann, Theodor, Dr. phil., Ober- lehrer 1906 Neustadt, Adolf 1903 Neustadt, Samuel 1878

39*

Niederhofheim, Heinr. A , Direktor 1891

Nies, L. W. 1904

V. Obernberg, Ad., Dr. jur., Stadtrat a. D. 1870

Obernzenner, Julius 1905

Ochs, Hermann 1873

Ochs, Richard 1905

Oehler, Eduard, Geh. Kommerzienrat 1906

Oehler, Rud., Dr. med. 1900

Oehmichen, Hans, Dipl. Berging. 1906

0hl, Philipp 1906

Oelsner, Hermann, Dr. jur., Justizrat 1906

Oppenheim, Eduard, Bankdirekt. 1905

Oppenheim, Moritz 1887

Oppenheimer, Benny 1903

Oppenheimer, Joe, Dr. jur. 1905

Oppenheimer, Lincoln Menny 1903

Oppenheimev, 0., Dr. med. 1892

Oppenheimer, Oskar F. 1905

d'Orville, Eduard 1905

Osterrieth - du Fay, Robert 1897

Oswalt, H., Dr., Justizrat 1873

Otto, Richard, Dr., Prof., Stabsarzt 1904

Pabst, Gotthard 1904

Pachten, Ferd., Dr. jur. 1900

Paehler, Franz, Dr. phil., Oberlehrer 1906

von Panhuys, Henry, Generalkonsul 1907

Parrisius, Alfred, Dr. phil., Bank- direktor 1904

von Passavant, G. Herrn. 1903

Passavant, Philipp 1905

Passavant, Rudy 1905

von Passavant-Gontard, R., Kommer- zienrat 1891

Patzschke, Gurt, Dipl. Berging. 1907

Pauli, Ph., Dr. phil,, Stadtrat a.D. 1901

Peipers, August 1905

Peise, Georg 1905

Peters, Hans, Zahnarzt 1904

Petersen, E., Dr. med. 1903

♦Petersen, K. Th., Dr. phil., Prof. 1873

Frau Pfaff, Oskar 1906

Pfeffel, Aug. 1869

Pfeiffer, Ludw. 1901 Pfeiffer-Belli, C.W. 1903 Pfungst, Arthur, Dr. phil. 1900 Picard, Lucien 1905 Pinner, Oskar. Dr. med., San.-Rat 1903 Plieninger, Theod., Direktor 1897 Pohle, L., Dr. phil., Prof. 1903 Ponfick, Wilhelm, Dr. med. 1905 Popp, Georg, Dr. phil. 1891 Poppelbaum, Hartwig. 1905 Posen, Eduard, Dr. phil. 1905 Posen, J. L. 1891 Posen, Sidney 1898 *Prior, Paul, Hütteningenieur 1902 Propach, Robert 1880 Prösler, J. Wilhelm 1906 Prümm, Max, Ingenieur 1900 Quincke , Herm ann . 0 berlandesgeri ch t s-

rat 1903 Raab, A., Dr. phil., Apotheker 1891 Ratazzi, Karl 1905 Ravenstein, Simon 1873 Ra witscher, Ludwig, Dr. jur., Land- gerichtsrat 1904 Regius, Karl 1905 Frau Regnier, Emma, geb. Fischer 1900 Reh, Robert 1902 *Rehn, J. H., Dr. med., Geh. San.-Rat

1880 Rehn, Louis, Dr. med., Prof., Direktor

am Stadt. Krankenhause 1893 Reichard-d'Orville, Georg 1905 Frau Gräfin v. Reichenbach-Lessonitz,

geb. Freiin Göler v. Ravensburg

1903 *Reichenbach, Heinrich, Dr. phil., Prof.

1872 Frau Baron von Reinach 1905 Reinert, Felix, Dr. jur., Direktor der

Internat. Baugesellschaft 1905 Reiss, Adolf, Dr. jur., Gerichtsassessor

1906 Reiss, Emil, Dr. med. 1907 Reiss, Paul, Justizrat 1878 Fräulein Reiss, Sophie 1907 Rennau, Otto 1901

40*

Richter, Johannes 1898

*ßichters, Ferdinand, Dr. phil., Prof. 1877

Frau Riese, Karl 1897

Riese, Otto, Baurat 1900

Riesser, Eduard 1891

Rikoff, Alfons, Dr. phil. 1897

Rintelen, Franz, Dr. 1904

Ritsert, Eduard, Dr. phil., Fabrik- direktor 1897

Ritter, Hermann 1903

*Roediger, Ernst, Dr. med., 8an.-Rat 1888

Roediger, Paul, Dr. jur. 1891

Rollmann, Ludwig 1906

*Rörig, Ad., Dr. med.. Forstmeister a. D. 1897

Rößler, Friedrich, Dr. phil., Direktor 1900

Rößler, Heinrich, Dr. phil. 1884

Rößler, Hektor 1878

Roger, Karl, Bankdirektor 1897

Rehmer, Wilhelm 1901

Ronnefeld, Adolf 1905

Ronnefeld, Friedrich 1905

Roos, Heinrich 1899

Roos, Israel, Dr. phil. 1905

Rose, Christian 1905

Roques, Adolf., Dr. phil. 1900

Roques-Mettenheimer, Etienne 1897

Rosenbaum, E., Dr. med. 1891

Rosenbusch, Eduard 1907

Rosengart, Jos., Dr. med. 1899

Rosenthal, Rudolf, Dr. jur., Rechts- anwalt 1897

Roth, Karl, Dr.med., Medizinalrat 1903

Rother, August 1903

Rothschild, Otto, Dr. med. 1904

Rueff, Julius, Apotheker 1873

Ruff, Franz, Ingenieur 1905

Rumpf, Christian 1899

Rumpf,'Gustav Andreas, Dr. phil. 1905

Ruppel, W., Dr. phil., Prof. 1903

Sabarly, Albert 1897

Frau Sabarly, Marianne 1905

Sachs, Hans, Dr. med. 1903 *Sack, Pius, Dr. phil. 1901

Salomon, Bernhard, Prof., General- direktor 1900 Sandhagen, Wilhelm 1873 Sarg, Francis C. A., Konsul 1906 *Sattler , Wilhelm , Stadtbaumeister

1892 Sauerländer, Robert 1904 Sauermann, Otto, Ingenieur 1906 *Schäffer - Stuckert , Fritz, Dr. dent.

surg. 1892 Scharff, Charles A. 1897 Scharff, Julius, Bankdirektor 1900 *Schauf, Wilh., Dr. phil., Prof. 1881 Schaumann, Gustav, Stadtrat 1904 Scheib, Adam 1905 Scheller, Karl, Buchhändler 1897 Schepeler, Hermann 1891 Scherenberg, Fritz, Polizei-Präsident

1905 Scherlenzky, Karl August 1905 Schiermann - Steinbrenk, Fritz 1903 Schiff, Ludwig 1905 Schild, Eduard 1904 Schild, Rudolf, Dr. med. 1903 Schiller, Gustav 1902 Schlesinger, Theodor Heinrich 1907 Schleußner, Friedr., Direktor 1900 Schleußner, Karl, Dr. phil. 1898 Schloßmacher, Karl, jun. 1906 Schlund, Georg 1891 Frau Schmidt, Rudolf 1904 Schmidt-Polex, Anton 1897 *Schmidt-Polex, Fritz, Dr. jur. 1884 Schmidt-Polex, Karl, Dr. jur., Justiz- rat 1897 Schmidt-Scharff, Eugen 1905 Schmiedicke, Generalarzt, Dr. 1906 Schmölder, P. A. 1873 *Schnaudigel, Otto, Dr. med. 1900 Schneider, Gustav M. 1906 Scholz, Bernhard, Dr. med. 1904 Schott, Alfred, Direktor 1897 Schott, Sigmund 1906 Schott, Theod., Dr. med., Prof. 1903 Schrey, Max 1905 Schürmann, Adolf 1891 Schulz, Karl 1905

41*

Schulze-Hein, Hans 1891 Schulz-Euler, Karl Fr. 1906 Schumacher, Heinr. 1885 Schumacher. Peter, Dr. phil. 1905 Schuster, Bernhard 1891 Schuster-Kabl, F. W., Bankier 1905 Schwarz, Georg Ph. A. 1878 Schwarzschild, Martin 1866 Schwarzschild-Ochs, David 1891 Scriba, Eugen, Dr. med. 1897 Seefrid, Wilh , Direktor 1891 Seeger, ü., Architekt 1898 Seeger, Oskar 1904 Seeger, Willy 1904 *Seitz, A. , Dr. phil., Direktor des

Zoolog. Gartens 1893 Seitz, Heinrich 1905 Seligman, Henry 1891 Seligman, Milton, Dr. jur. , Amts- richter 1905 Seuffert, Theod., Dr. med. 1900 Sichel, Ignaz 1905 Sidler, Karl 1905 *Siebert, Aug., Kgl. Gartenbaudirekt.

1897 Siebert, Arthur, Bankdirektor u. Kgl.

Württemberg. Konsul 1900 Siegel, Ernst, Dr. med. 1900 Siesmayer, Philipp 1897 Simrock, Karl, Dr. med. 1907 Sioli, Emil, Dr. med., Direktor der

Irrenanstalt 1893 Sippel, Albert, Dr. med., Prof. 1896 Sittig, Edmund, Prof., Oberlehrer 1900 Solm, Richard, Dr. med. 1903 Sommer, Julius. Direktor 1906 Sommerhoff, Louis 1891 Sommerlad, Friedrich 1904 Sondheim, Moritz 1897 Sonnemann, Leopold 1873 Spamer, Hermann, Oberstabsarzt, Dr.

1907 Spieß, Gustav, Dr. med., Prof. 1897 Sporleder, Oskar 1905 V. Steiger, Louis, Baron 1905 Stern, Adolf 1906 Stern, Maier 1905

Stern, Paul, Dr. phil. 1905 Stern, Richard, Dr. med. 1893 Frau Stern, Theodor 1901 Stern, Willy 1901 Sternberg, Paul 1905 Stettheimer, Eugen, Rentner 1906 Frau V. Stiebel, H., Konsul 1903 Stiebel, Karl Friedrich 1903 Stock, Wilhelm 1882 Stoeckicht, Karl 1905 Strauß, Eduard, Dr. phil. 1906 Strauß, Ernst 1898 Straus, F., Dr. med. 1904 Streng, Wilhelm, Dr. med. 1897 Strömsdörfer, Jean, Konsul 1906 Stroüf, Ignatz, Dr. phil. 1903 Sulzbach, Emil 1878 Sulzbach, Karl, Dr. jur. 1891 Szamatülski, Dagobert, Apotheken- besitzer 1905 *Teichmann, Ernst, Dr. phil. 1903 Thebesius, Louis, Dr. jur., General- konsul 1900 Theiß, Wilhelm. Regierungs-Baumstr.

1907 Thoma, Phil. 1893 Thome, Robert, Eisenbahn-Direktions- Präsident, Wirkl. Geh. Ober- regierungsrat 1900 Thoms, Heinrich, Dr. phil., Kreis- tierarzt 1904 Treupel, Gustav, Dr. med., Prof. 1903 Trost, Fritz 1897 Ullmann, Albert 1905 Ullmann, Karl, Dr. phil. 1906 Ulrich, Otto 1902 Varrentrapp, Adolf, Dr. jur. , Geh. Reg.-Rat, Bürgermeister a. I). 1900 Frl. Velde, Julie, Oberlehrerin 1902 V. d. Velden, Wilh., Bankdirektor 1901 Vogler, Karl, Dr. phil., Oberlehrer

1903 *Vohsen, Karl, Dr. med. 1886 Vowinckel, M., Direktor 1891 Wagener, Alex 1904 Wagner, Gottfried 1905

42*

♦Wahl, Gustav, Dr. phil. 1907 Frau Gräfin v. Wartensleben, Gabriele,

Dr. phil. 1902 Weber, Eduard, Direktor 1907 Weber, Heinrich, Dr. med. 1897 Weiller, Emil 1906 Weiller, Jakob H. 1891 Weiller, Lionel 1905 Weidmann, Hans, Direktor 1905 Weinberg, Arthur, Dr. phil. 1897 Weinberg. Karl, Gen.-Konsul 1897 Weinschenk, Alfred 1903 VYeinsperger, Friedrich 1906 *Weis, Albrecht 1882 Weisbrod, Aug., Druckerei 1891 Weismann, Daniel 1902 Weismantel, 0., Dr. phil. 1892 Weller, Albert, Dr. phil. 1891 *Wendt, A. H. 1901 Werner, Felix 1902 Wertheim, Karl, Justizrat 1904 Wertheimber, Julius 1891 Wertheimber-de Bary, Ernst 1897 Wertheimer, Otto, Dr. phil. 1905

Wetzlar-Fries, Emil 1903

Wiederhold, Kurt, Dr. phil. 1904

Wiesbader, Julius 1906

♦v. Wild, Rudolf, Dr. med. 1896

Wilhelm!, Adolf 1905

Wilhelmi -Winkel, Gustav 1907

Will, Franz, Dr. phil. 1907

Willemer, Karl, Dr. med. 1905

♦Winter, Friedr. W. 1900

Frl. Winterhalter, E., Dr. med. 1903

Winterwerb, ßud. , Dr. jur., Bank- direktor 1900

Wirth, Richard, Dr. 1905

Wolf, Benno, Dr. jur., Gerichtsassessor 1906

Wolff, Ludwig, Dr. med. 1904

Wormser, Siegmund H., Bankdirektor 1905

Wüst, K. L. 1866

Wronker, Hermann 1905

Wurmbach, Julius 1905

Zeiß-Bender, Louis, Konsul 1907

Zeltmann, Theod. 1899

Ziegler, Karl 1905

b) auswärtige beitragende Mitglieder

♦Alzheimer, Alois. Dr. med. in München 1896

Andreae, Konrad in Rappallo 1906

Becker, J., Direktor in Hanau 1904

Behlen, H., Kgl. Oberförster in Haiger 1906

von Bernus, Baron auf Stift Neuburg bei Heidelberg 1907

Bibliothek, Königl., in Berlin 1882

Brugger, R , Dr. med., Generalober- arzt in Cassel 1907

V. Brüning, Gustav, Dr. phil. in Höchst a. M. 1903

Delkeskamp, Rudolf, Dr. phil., Privat- dozent in Giessen 1904

Drehwald, Karl, Bankdirektor in Offenbach 1900

Drüner, Leo, Dr. med.. Stabsarzt in Trier 1904

Duden, P., Prof. Dr. in Höchst 1906

Frau Baronin von Erlanger, Nieder- Ingelheim 1905

Feist, Fr. , Dr. phil. , Prof. in Kiel 1887

Fresenius, Ant., Dr. med., San. -Rat in Jugenheim 1893

Goldschmidt, Rieh., Dr. phil., Privat- dozent in München 1901

Grosch, K., Dr. med. in Offenbach a. M. 1904

V. Guaita, Georg, Dr. phil. in Frei- burg i. B. 1898

Fräulein Hamburger, Clara, Dr. phil. in Heidelberg 1906

von Harling, Kgl. Oberförster in Rod a. d. Weil 1906

Hauck, Moritz in Darmstadt 1874

Heraus, Heinrich in Hanau 1889

Herxheimer, G. , Dr. med. in Wies- baden 1901

Hopf, Karl in Niederhöchstadt i.T. 1904

43*

Kratz, K., Dr. phil. in Mainkur

Krekel, E. Fr., Forstmeister in Hof- heim i. T. 1904

Laurenze, Ad. in Großkarben 1903

Lenz, Dr., Tierarzt in Aschaffenburg 1903

V. Leonhardi, Moritz, Freiherr in Groß- karben 1904

*Lepsius, B., Dr. phil., Prof., Fabrik- direktor in Griesheim a.M. 1883

V. Lindequist, Oskar, General - Oberst und Generaladjutant Sr. Maje- stät des Kaisers und Königs, Generalinspekteur der IIL Armeeinspektion, Exzellenz, in Hannover 1900

Frl. Mayer, Josephine in Langen- schwalbach 1897

von Meister, Herbert, Dr. phil. in Sindlingen 1900

von Meister, Wilhelm, Dr., Regierungs- präsident in Wiesbaden 1905

Frau Dr. Oestreich, Anna, in Marburg 1901

Port, G., Dr. med., Prof. in Heidel- berg 1904 Reichard, Adolf, Dr. phil. in Helgo- land 1901 Reiss, Eduard, Dr. med. in München

1903 Renck, Julius in Darmstadt 1906 Rothschild, David, Dr med. in Bad

Soden 1904 Schaffnit, Karl, Dr. phil. Apotheker in

Rödelheim 1903 Schmick, Rudolf, Oberbaurat in Darm- stadt 1900 Schmitt, H., Dr. med. in Arheiligen

bei Darmstadt 1904 Scriba, L. in Höchst a. M. 1890 Seidler, August in Hanau 1906 Thilenius, Otto, Dr. med.. Geh. San.-

Rat in Bad Soden 1907 Weiß, Jul., in Montigny b. Metz 1897 Wetzel. Heinr. in Bensheim 1864 Wittich, Ernst, Dr. phil. in Darm- stadt 1898

44* III. Außerordentliche Ehrenmitglieder.

1900 Wallot, Paul, Prof., Dr. phil., Geh. Hof- und Baurat in Dresden 1903 Schmidt-Metzler, Moritz, Prof., D., Dr. med., Wirkl. Geh. Rat, Exzellenz in Frankfurt a, M.

IV. Korrespondierendes Ehrenmitglied.

1866 Rein, J. J., Dr. phil. Geh. Regierungsrat, Professor der Geographie an der Universität Bonn.

V. Korrespondierende Mitglieder.*)

1850 Scheidel, Sebastian Alexander, Privatier in Bad Weilbach

1860 Weinland, Christ. Dav. Friedr., Dr. phil. in Hohen-Wittlingen bei Urach

Württemberg 1860 Weismann, August, Dr. phil., Wirkl. Geh. Rat, Exzellenz, Prof. der

Zoologie und Direktor des zool. Instituts der Universität Freiburg i. B.

(von hier) 1862 Steffan, Phil., Dr. med. in Marburg i. H. (von hier) 1862 Deichler, J. Christ., Dr. med. in Jugenheim (von hier)

1868 Hornstein, F., Dr. phil,, Prof. in Kassel

1869 Barboza du Bocage, Jose Vicente, Lente Catedratico an der Escola

Polytechnica und Direktor des Museo Nacional in Lissabon 1872 Westerlund, Karl Agardh, Dr. phil. in Ronneby, Schweden

1872 Hooker, Jos. Dalton, Dr., früher Direktor des botanischen Gartens in

Kew bei London

1873 Günther, Albert, Dr., früher Keeper of the Department of Zoology am

British Museum (N. H.) in London 1873 Sclater, Phil. Lutley, Secretary of the Zoological Society in London 1873 V. Leydig, Franz, Dr. med., Geh. Med. -Rat, Prof. emer. der vergleichen- den Anatomie und Zoologie in Würzburg 1873 Schmarda, Ludwig Karl, Dr., Geh. Hof rat, Prof. emer. in Wien 1873 Schwendener, Simon, Dr., Geh. Reg.-Rat, Prof. der Botanik und Direktor

des bot. Instituts der Universität Berlin 1873 Fries, Th., Dr., Prof. in Upsala

1873 Schweinfurth, Georg, Prof., Dr. in Berlin

1874 Gasser, Emil, Dr. med.. Geh. Med, -Rat, Prof. der Anatomie und Direk-

tor des anat. Instituts der Universität Marburg (von hier)

*) Die beigefügte Jahreszahl bedeutet das Jahr der Ernennung. Die verehrl. Korrespondierenden Mitglieder werden höflichst gebeten, eine Verände- rung des Wohnortes oder des Titels der Direktion der Senckenbergischen Natur- forschenden Gesellschaft anzuzeigen.

45^

1875 Bütscbli, Johann Adam Otto, Dr. i)hil., Geh. Hofrat, Prof. der Zoologie und Direktor des zool. Instituts der Universität Heidelberg (von hier)

1875 Klein, Johann Friedrich Karl, Dr., Geh. Bergrat und Prof. der Minera- logie an der Universität Berlin

1875 Moritz, A., Dr., Direktor des physikalischen Observatoriums in Tifiis

1876 Liversidge, Archibald, Dr., Prof. der Chemie und Mineralogie an der

Universität Sidney, Australien 1876 Meyer, Adolf Bernhard, Dr. med.. Geh. Hofrat in Dresden

1876 Wetterhan, J. D. in Freiburg i. Br. (von hier)

1877 v. Voit, Karl, Dr. med.. Geh. Rat, Prof. der Physiologie an der Uni-

versität München

1877 Becker, L., Oberingenieur in Wandsbeck b. Hamburg

1878 Chun, Karl, Dr., Geh. Rat, Prof. der Zoologie und Direktor des zool.

Instituts der Universität Leipzig (von hier)

1880 Jickeli, Karl, Dr. phil. in Hermannstadt

1881 Todaro, A., Prof. Dr., Direktor des botanischen Gartens in Palermo

1881 Snellen, P. C. F. in Rotterdam

1882 Retowski, Otto, k. Staatsrat, Konservator an der Kaiserl, Eremitage

in St.-Petersburg 1882 Retzius, Magnus Gustav, Dr. med., Prof. emer. in Stockholm

1882 Russ, Ludwig, Dr. in Jassy

1883 Koch, Robert, Prof., Dr. med., Geh. Med. -Rat, Generalarzt I. KI. ä la

suite des Sanitätskorps, o. Mitglied des K. Gesundheitsamts in Berlin 1883 Loretz, Mart. Friedr. Heinr. Herrn., Dr. phil.. Geh. Bergrat in Berlin 1883 Ranke, Johannes, Dr., Prof. der Anthropologie an der Universität

München, Generalsekretär der Deutschen anthropol. Gesellschaft 1883 Jung, Karl, Kaufmann, hier

1883 Boulenger, George Albert, F. R. S., I. Class Assistant am British Museum

(N. H.), Department of Zoology, in London

1884 Lortet, Louis, Dr., Professeur de Parasitologic et de Microbiologie

ä la Faculte de Medecine in Lyon 1884 Se. Königliche Hoheit Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern, Dr. med.

in Nymphenburg 1884 von Koenen, Adolf, Dr., Geh. Bergrat, emer. Prof. der Geologie und

Paläontologie in Göttingen 1884 Knoblauch, Ferdinand, früher Konsul des Deutschen Reiches in Noumea,

Neukaledonien, (von hier) 1886 von Bedriaga, Jacques, Dr. in Florenz

1886 Koerner, Otto, Dr. med., Prof. der Ohrenheilkunde an der Universität

Rostock (von hier)

1887 Schinz, Hans, Dr. phil., Prof. der Botanik und Direktor des botan.

Gartens der Universität Zürich 1887 Stratz, C. H., Dr. med. im Haag, Holland 1887 Breuer, H., Dr., Prof., Direktor des Realgymnasiums in Wiesbaden

1887 Hesse, Paul, Kaufmann in Venedig

1888 von Kimakowicz, Mauritius, Kustos der zool. Abteilung des Äluseums

des Siebenbürgischen Vereins für Naturw. in Hermannstadt

46*

1888 Brusina, Spiridion, Dr., Prof, der Zoologie und Direktor des zool. National-Museums der Universität Agram

1888 Rzehak, Anton, Prof. der Paläontologie und Geologie an der tech- nischen Hochschule in Brunn

1888 Reuss, Johann Leonhard, Kaufmann in Kalkutta (von hier)

1889 Roux, Wilhelm, Dr. med,, Prof. der Anatomie und Direktor des anat.

Instituts der Universität Halle a. S.

1890 von Berlepsch, Hans, Graf auf Schloß Berlepsch, Hessen-Nassau

1890 Fritsch, Anton Johann, Dr., Prof. der Zoologie und Kustos der zool. und paläont. Abteilung des Museums der Universität Prag

1890 Haacke, Joh. Wilh., Dr. phil. in Lingen bei Ems

1891 Engelhardt, Hermann, emer. Prof. in Dresden

1891 Fischer, Emil, Dr. phil., Prof. der Chemie und Direktor des chemischen

Instituts der Universität Berlin 1891 Hartert, Ernst, Dr. phil.h. c, Curator in charge of the Zoological Museum

in Tring, Herts

1891 Strubell, Adolf, Prof., Dr. phil., Privatdozent der Zoologie au der

Universität Bonn

1892 Beccari, Eduard, Prof. emer. Florenz

1892 van Beneden, Eduard, Dr., Prof. der Zoologie an der Universität Lüttich 1892 Dohrn, Anton, Prof., Dr., Geh. Rat und Direktor der zoologischen

Station in Neapel 1892 Engler, Heinrich Gustav Adolf, Dr., Geh. Reg. -Rat, Professor der Botanik

und Direktor des bot. Gartens und des bot. Museums der Universität

Berlin 1892 Haeckel, Ernst, Dr., VVirkl. Geh. Rat, Exzellenz, Prof. der Zoologie

und Direktor des zoologischen Instituts der Universität Jena 1892 Möbius, Karl August, Dr., Geh. Reg.-Rat, Prof. der Zoologie in Berlin 1892 Nansen, Fridtjof, Prof., Dr., königl. norwegischer Gesandter in London 1892 Schulze, Franz Eilhard, Dr., Geh. Reg.-Rat, Professor der Zoologie und

Direktor des zoologischen Instituts der Universität Berlin 1892 Straßburger, Eduard, Dr. phil., Geh. Reg.-Rat, Prof. der Botanik und

Direktor des bot. Gartens der Universität Bonn 1892 Sueß, Eduard, Dr., Prof. der Geologie und Direktor des geologischen

Museums der Universität Wien 1892 Waldeyer, Heinrich Wilhelm Gottfried, Dr. med., Geh. Med.-Rat, Prof.

der Anatomie und Direktor des anatomischen Instituts der Universi- tät Berlin 1892 Fleischmann, Karl, Konsul, Kaufmann in Guatemala 1892 Bail, Karl Adolf Emmo Theodor, Prof., Dr., Gymnasial - Oberlehrer

a. D. in Danzig

1892 Conwentz, Hugo Wilhelm, Prof., Dr., Direktor des westpreuss. Pro-

vinzial-Museums in Danzig

1893 Verworn, Max, Dr. med., Prof. der Physiologie und Direktor des physiol.

Instituts der Universität Göttingen 1893 Koenig, Alexander Ferd., Prof., Dr. phil., Privatdozent der Zoologie an der Universität Bonn

47*

1893 Liermann, Wilh., Prof., Dr. med., Dir. d. Landkrankenhauses in Dessau (von hier)

1893 Noll, Fritz, Dr. phil.. Prof, der Botanik an der Universität Bonn und

an der landwirtschaftlichen Akademie Poppeisdorf

1894 Urich, F. W., Secretary of the Trinidad Field Naturalists' Club in

Port of Spain, Trinidad

1894 Douglas, James, President of the Copper Queen Company ,, Arizona" in New York

1894 Pagenstecher, Arnold, Dr. med.. Geh. San. -Bat, Inspektor des natur- historischen Museums in Wiesbaden

1894 Dreyer, Ludwig, Dr. phil. in Wiesbaden

1894 Dyckerhofi, Rudolf, Dr. ing., Fabrikbesitzer in Biebrich a. Rh.

1895 Kraepelin, Karl Mathias Friedrich, Prof, Dr., Direktor des natur-

historischen Museums in Hamburg 1895 ßolau, Heinrich, Dr., Direktor des zoologischen Gartens in Hamburg 1895 Kükenthal, Willy, Dr. phil., Prof. der Zoologie und Direktor des zool.

Instituts und Museums der Universität Breslau 1895 Seeley, Harry Go vier, Professor of Geography and Lecturer in Geology am

King's College in London 1895 V. Behring, Emil, Dr. med., Wirkl. Geh. Rat, Exzellenz, Prof. der

Hygiene an der Universität Marburg i. H.

1895 Murray, John, Dr. phil., Director of the Challenger Expedition Publi-

cations Office in Edinburgh

1896 Scharff, Robert, Dr. phil.. Keeper of the Science and Art Museum in

Dublin (von hier)

1896 Bucking, Hugo, Dr. phil.. Prof, der Mineralogie an der Universität Straßburg i. E.

1896 Greim, Georg, Dr. phil , Prof. der Geographie an der technischen Hoch- schule in Darmstadt

1896 Möller, Alfred, Dr. phil , Prof., Oberforstmeister und Direktor der Forst- akademie Eberswalde

1896 Lepsius, Richard, Dr. phil. Geh. Oberbergrat, Prof. der Geologie und Mineralogie an der technischen Hochschule und Direktor der geolo- gischen Landesanstalt für das Großherzogtum Hessen in Darmstadt

1896 von Mehely, Lajos, Prof., Kustos des Nationalmuseums in Budapest

1897 Verbeek, Rogier Diederik Marius, Dr. phil., Ing. im Haag, Holland 1897 Voeltzkow, Alfred, Prof., Dr. phil., in Berlin

1897 Rüst. David, Dr. med. in Hannover

1897 Kaiser, Heinr., Dr., Prof. an der tierärztlichen Hochschule in Hannover

1898 V. Ihering, H., Prof., Dr., Direktor des Museums in Sao Paulo 1898 Forel, A., Dr. med., Prof. in Chigny bei Morges, Kanton Waadt 1898 Sarasin, Fritz, Dr. in Basel

1898 Sarasin, Paul, Dr. in Basel

1898 Burckhardt, Rud., Prof., Dr., Direktor der Zoologischen Station in Rovigno

1898 Schmiedeknecht, Otto, Prof., Dr., Blankenburg in Thüringen

1899 Kossei, Albrecht, Dr. med., Prof. der Physiologie und Direktor des

physiologischen Instituts der Universität Heidelberg

48*

1899 Maryaiiski, Modest, Bergingenieur in Santa Maria bei Albany, West- australien

1899 Stirling, James, Government Geologist of Victoria in Melbourne

1899 Le Souef, Dudley, Director of the Acclimatisation Society, Royal Park in Melbourne

1899 Martin, Charles James, Dr., Director of the Lister Institute of Preventive Medicine in London

1899 Strahl, H., Dr. med., Prof, der Anatomie und Direktor des anat. In- stituts der Universität Gießen

1899 Fischer, Emil, Dr. med. in Zürich

1899 Lenz, H., Prof., Dr. phil., Direktor des naturhistor. Museums in Lübeck

1899 Schenck, H., Dr. phil., Prof. der Botanik und Direktor des bot. Gartens

in Darmstadt

1900 Dönitz, Wilhelm, Prof., Dr. med.. Geh. Med.-Rat in Charlottenburg 1900 Ludwig, H., Dr. phil., Geh. Reg.-Rat, Prof. der Zoologie und Direktor

des zool. Instituts und Museums der Universität Bonn 1900 Eng-elmann, W., Dr. med.. Geh. Med.-Rat, Prof. der Physiologie und

Direktor des physiol. Instituts der Universität Berlin 1900 Munk, Herrn., Dr. med., Prof. der Physiologie an der Universität Berlin 1900 Fresenius, Heinrich, Dr. phil., Geh. Regierungsrat, Prof. in Wiesbaden 1900 Zinndorf, Jakob in Offenbach 1900 Spandel, Erich in Nürnberg 1900 Montelius, Oskar, Dr., Prof. in Stockholm

1900 Becker, Jago, Direktor in Valencia (Spanien)

1901 Thilo, Otto, Dr. med. in Riga

1901 Nissl, Franz, Dr. med., Prof. der Psychiatrie und Direktor der psychia- trischen Klinik der Universität Heidelberg

1901 von Wettstein, Rieh., Dr., Prof. in Wien

1901 Steindachner , Franz, Dr. phil.. Geh. Hofrat, Intendant des K. K. naturhist. Hofmuseums in Wien

1901 V. Graff, Ludw., Dr., Hofrat, Prof. der Zoologie und Direktor des zool. Instituts der Universität Graz

1901 Döderlein, Ludw., Dr., Prof. in Straßbmg i. Eis.

1901 Simroth, Heinr., Dr., Prof. in Leipzig

1901 Schillings, 0. G., Weiherhof bei Düren

1901 Lampert, Kurt, Prof., Dr., Oberstudienrat und Vorstand des kgl. Natu- ralien-Kabinets in Stuttgart

1901 Friese, Heinrich, in Schwerin (Mecklenburg)

1902 Treboul, E., President de la Societe nationale des sciences naturelles

et mathematiques, Cherbourg 1902 Schneider, Jakob Sparre, Direktor des Museums in Tromsö 1902 Kayser, E., Dr., Prof. der Geologie und Paläontologie und Direktor

des geol. Instituts der Universität Marburg 1902 Spengel, J. W., Dr., Geh. Rat, Prof. der Zoologie und Direktor des

zool. Instituts der Universität Gießen 1902 Credner, Herin., Dr., Prof., Geh. Bergrat in Leipzig

~ 49*

1902 Reis, Otto M.,. Landesgeolog in München

1902 Notzny, Albert, Bergwerksdirektor und Bergassessor auf Heinitzgrube

in Beuthen, Oberschlesien 1902 Beyschlag, Franz, Prof., Dr., Geh. Oberbergrat, Direktor der geol.

Landesanstalt in Berlin 1902 Schmeisser, K., Geh. Bergrat, Berghauptmann und Oberbergarats-

Direktor in Breslau 1902 de Man, J. G., Dr. in lerseke, Holland 1902 Boveri, Theod., Dr., Prof. der Zoologie und Direktor des zool. Instituts

der Universität Würzburg 1902 Weidmann, Karl, Kgl. Torfverwalter in Carolinenhorst, Pommern 1902 Oestreich, Karl, Dr., Privatdozent in Marburg (von hier)

1902 Preiss, Paul, Geometer in Ludwigshafen

1903 Weber, Max, Dr., Prof. der Zoologie und Direktor des zool. Instituts

in Amsterdam 1903 Fürbringer, Max, Dr., Geh. Hofrat, Prof. der Anatomie und Direktor

des anatomischen Instituts der Universität Heidelberg 1903 de Vries, Hugo, Dr., Prof. der Botanik in Amsterdam 1903 Schlosser, Max, Dr., II. Konservator der paläont. Sammlung in München 1903 Klunzinger, B., Dr., Prof. emer. in Stuttgart

1903 V. Schröter Guido, Konsul des deutschen Reiches in San Jose, Costa-Rica

1904 Vigener, Anton, Apotheker in Wiesbaden

1904 Wolterstorff, W., Dr., Kustos des naturhistor. Museums in Magdeburg

1904 Vicomte du Buysson, Robert in Paris

1904 Seine Durchlaucht Fürst Albert von Monaco in Monte Carlo

1904 Brauer, August, Prof., Dr., Direktor des königl. zool. Museums in Berlin

1905 Hauthal, Rudolf, Prof., Dr., Direktor des Römermuseums in Hildesheim 1905 Hagenbeck, Karl, in Stellingen bei Hamburg

1905 V. Linstow, Otto, Dr. med., Generaloberarzt a. D. in Göttingen

1905 Langley, J. N., Prof., Dr. in Cambridge

1905 Lob, Jacques, Prof., Dr. in San Francisco

1905 Haberlandt, Gottlieb, Dr., Prof. der Botanik und Direktor des bot.

Gartens der Universität Graz

1905 Kuschel, M., Polizeirat a. D. in Guhrau in Schlesien

1905 Konow, F. W., Pfarrer in Teschendorf b. Stargard

1905 Ehlers, E., Dr., Geh. Rat, Prof. der Zoologie und Direktor des zool.

Instituts der Universität Göttingen

1906 Witzel, Louis, Rittergutspächter in Comuna Prundu Jude^ul Jefov,

Rumänien (von hier) 1906 Jesup, Morris K., Präsident des Naturhistorischen Museums in New- York 1906 V. Neumayer, G., Prof. Dr., Wirkl. Geh. Rat, Exzellenz in Neustadt

a. d. Haardt 1906 di Monterosato, Tom. All., Marchese in Palermo

1906 De Witz, J., Dr. in Scy-Moulin, Elsaß

1907 Buchner, E., Dr. phil., Prof. in Berlin

50*

Rechte der Mitglieder.

Durch die Mitgliedschaft werden folgende Rechte erworben :

1. Das Naturhistorische Museum an Wochentagen von 8 1 und 3 6 Uhr zu besuchen und Fremde einzuführen.

2. Alle von der Gesellschaft veranstalteten Vorlesungen und wissenschaftlichen Sitzungen zu besuchen.

3. Die vereinigte Senckenbergische Bibliothek zu benutzen. Außerdem erhält jedes Mitglied alljährlich den „Bericht".

51*

Auszug aus der Bibliothek-Ordnung.

1. Den Mitgliedern der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, sowie denen des Ärztlichen Vereins, des Physikalischen Vereins und des Vereins für Geographie und Statistik steht die Bibliothek an allen Werktagen von 10 1 Uhr und Samstag ausgenommen von 6 8 Uhr zur Benutzung offen. Das Ausleihen von Büchern findet nur in den Vormittagsstunden statt.

2. Das Lesezimmer ist dem Publikum zugänglich und jeder- mann kann daselbst Bücher zur Einsicht erhalten. Bücher, die am Abend im Lesezimmer benutzt werden sollen, müssen bis spätestens 11 Uhr am Vormittage des betreffenden Tages schriftlich bestellt sein.

3. Zur Entleihung von Büchern sind die hiesigen Mitglieder der beteiligten Vereine und deren Dozenten berechtigt und der Bibliothekar ist gehalten, in zweifelhaften Fällen den Ausweis der persönlichen Mitgliedschaft durch die Karte zu verlangen. Auswärts wohnende Mitglieder sowie andere Personen haben den Bürgschein eines hier wohnenden Mitgliedes beizubringen.

4. An ein Mitglied können gleichzeitig höchstens 6 Bände ausgeliehen werden ; 2 Broschüren entsprechen 1 Band.

5. Die Rückgabe der Bücher an die Bibliothek hat nach 4 Wochen zu erfolgen; die Entleihungsfrist kann jedoch verlängert werden, wenn die Bücher nicht von anderer Seite in Anspruch genommen werden.

6. Jeder Entleiher ist verpflichtet, der von der Bibliothek an ihn ergangenen Aufforderung zur Rückgabe unbedingt Folge zu leisten, ferner im Falle einer Reise von mehr als acht Tagen die Bücher vorher zurückzugeben, wenn auch die Entleihungsfrist noch nicht abgelaufen sein sollte.

7. Auswärtige Dozenten erhalten Bücher nur durch Bevoll- mächtigte, die Mitglieder unserer Gesellschaft oder eines der genannten Vereine sind und den Versand besorgen.

8. Am 15, Mai jedes Jahres sind sämtliche entliehenen Bücher behufs Revision, die Anfang Juni stattfindet, an die Bibliothek zurückzuliefern.

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Protokolle der wissenschaftlichen Sitzungen.

I. Sitzung vom 27. Oktober 1906.

Vorsitzender: Dr. phil. A. Jassoy.

Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und erteilt zunächst Herrn Bürgermeister Gelieimrat Dr. V a r r e n t r a p p das Wort, der Herrn Prof. Dr. F. Eicht er s für seine langjährige, erfolgreiche Tätigkeit in Schule und Senckenbergischer Natur- forschender Gesellschaft und besonders für seine zahlreichen, wertvollen Arbeiten über die niedere Fauna den ihm verliehenen Roten Adlerorden IV. Klasse überreicht.

Der Vorsitzende berichtet sodann über den Fortgang der Arbeiten im Neubau. Das Gebäude ist baulicherseits im wesentlichen fertiggestellt; nun müssen zunächst die neuen Schränke, die allerdings bei den beschränkten Mitteln der Ge- sellschaft bis jetzt erst zum kleineren Teil beschafft werden konnten, für die Sammlungen aufgestellt werden. Diese lang- wierige Arbeit wird den ganzen Winter über dauern.

Die Sammlungen selbst können daher kaum vor nächstem Frühjahr in den Neubau verbracht werden, und da eine ersprießliche Lehrtätigkeit der Dozenten ohne Sammlungen nicht denkbar ist, müssen eben auch die Vorlesungen zunächst noch im alten Hause stattfinden. Nur einige frisch montierte Tiere, die v. Erlanger- schen und Schillings sehen Giraffen, Zebras und einheimisches Wild, sind Ende September in den Neubau überführt worden.

Die Mitgliederzahl ist von 773 im letzten Herbst auf 854 gestiegen, trotzdem der Tod zahlreiche Lücken gerissen hat.

Der größte Verlust für die Gesellschaft ist der ilires korre- spondierenden Mitgliedes Fritz Schaudinn, der im jugend- lichen Alter von 35 Jahren gestorben ist und an dessen Grabe die Zoologie und Medizin der ganzen Kulturwelt trauert. Schaudinn hat im Jahre 1898 mit Dr. Römer gemeinsam eine

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kühne Forschungsreise ins nördliche Eismeer unternommen, deren Frucht, die „Fauna arctica", ein grundlegendes Werk für die Tiergeographie dieser Gebiete geworden ist. 1903 hat die Gesellschaft Schaudinn für seine glänzende Arbeit über den Generationswechsel der Coccidien mit dem Tiedemann-Preis ausgezeichnet. Sie glaubt, das Andenken des allzufrüh Ver- storbenen nicht besser ehren zu können als dadurch, daß sie den ersten Vortrag des Winters den hervorragenden Arbeiten Schaudinns widmet.

Hierauf hält Prof. Dr. H. Reichenbach den angekün- digten Vortrag über: „Die Bedeutung Schaudinns für Zoologie und Medizin."

Am 22. Juni d. Js. wurde die Biologie von einem Verlust betroffen, den man ohne Übertreibung als unersetzlich bezeichnen kann. Fritz Schaudinn, der bahnbrechende Forscher auf dem Gebiete der Urtiere, insbesondere der krankheitserregenden, der noch zuletzt den langgesuchten Erreger der Syphilis ent- deckt hat, wurde in seinem 35. Lebensjahre vom Tode ereilt, Redner hebt besonders den Inhaltsreichtum seiner Werke her- vor, die nicht selten in Form von vorläufigen Mitteilungen er- schienen und bei allem gesicherten Tatsachenmaterial, das sie enthalten, eine weite Perspektive auf wichtige Ergebnisse eröff- nen, die erst in der ausführlichen Arbeit ihre Erledigung finden sollten. Aus den nahezu 50 Veröffentlichungen Schaudinns werden einige wichtige Resultate näher beleuchtet. So die Ent- deckung des Zerfalles der Foraminiferenkerne in Chromatinele- mente Chromodialsubstanz , die Entdeckung des Gene- rationswechsels bei Wurzelfüßlern, die Befruchtungs- und Tei- lungserscheinungen, sowie die Feststellung der Entwicklungs- kreise von Sonnentierchen und Amoeben, bei welch letzteren er bereits Flagellatenstadien nachgewiesen hatte. Der Vor- tragende erwähnt sodann die bahnbrechenden Untersuchungen Schaudinns über Trichosphärium und über den Generations- wechsel der Coccidien. Über diese wurde bereits früher aus- führlich berichtet, als die Senckenbergische Gesellschaft am 10. März 1903 der Coccidienarbeit den Tiedemann-Preis zuer- kannte. ') Durch beide Untersuchungen wurde insbesondere

') Bericht 1903, Seite 154*.

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das Malaria-Problem seiner Lösung entgegengeführt. Das Inter- esse der medizinischen Welt an diesen Ergebnissen steigerte sich und Schau dinn wurde im Auftrage des Kaiserlichen Gesundheitsamtes uacli Rovigno geschickt, um dort weitere Protozoenstudien zu machen. Während seines Aufenthaltes in Rovigno entstanden nun wichtige Arbeiten, so über die per- niziöse Enteritis des Maulwurfs ; er beobachtete das Eindringen der lebendigen Malariaparasiten in die roten Blutkörperchen und suchte die Malariarezidive zu erklären ; an Wurzeltierchen und Darmamoeben, deren Entwicklung er zum Teil feststellte, bemühte er sich die Scheidung von somatischen und propagatorischen Kernsubstanzen (Chromidien) zu erweisen und vieles andere.

Wohl die bedeutendste seiner damaligen Arbeiten ist die Feststellung des Generations- und Wirtswechsels zweier im Blut der Eule lebenden Protozoen. Gelang ihm doch der Nach- weis, daß von diesen Parasiten Stadien durchlaufen werden, die er als Trypanosomen- und Spirochaetenformen bestimmen konnte, was nicht nur von theoretischer, sondern auch von praktischer Bedeutung ist, da ja diese Formen Erreger von schweren Krankheiten des Menschen und der Tiere sind. Die Tragweite der beinahe lückenlosen Ergebnisse des fraglichen Werkes ist also gar nicht zu ermessen. Als Leiter der neu- gegründeten Abteilung für Protistenkunde im Reichsgesundheits- amt bestätigte er die so sehr bezweifelten Befunde von Looß über die Einwanderung des Gotthardwurms in den Menschen und im Frühjahr 1905 gelang es ihm, im Anschluß an seine Spirochaetenstudien den Erreger der Syphilis zu entdecken. Sein letztes Lebensjahr widmete er dem Institut für Schiffs- und Tropenhygiene zu Hamburg, wo er einer tückischen Darm- erkrankung erlag.

Um einen Begriff von der Sorgfalt, der Umsicht und dem weiten Blick des feinsinnigen Forschers zu geben, der mit intuitiver Gewalt und großem Kombinationstalent der Natur die schwierigsten Geheimnisse entriß, geht Redner auf einige Teile der Trypanosomenarbeit näher ein. Er schildert die Ein« Wanderung des Parasiten aus der Eule in seinen Zwischenwirt, die Stechmücke, die beim Blutsaugen erfolgt, die außerordentlich verschiedenen und ergiebigen Vermehrungsarten, die Wanderung und Vermehrung in der Mücke bis zur Infektion der Eule durch

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einen neuen Stich u. a. Von besonderem Interesse ist die Ent- wicklung der beweglichen Formen (Trypanosomen) aus den weniger beweglichen, sowie die Infektion der Mückeneier, so daß also bereits die Larve und Puppe die Parasiten enthalten kann, die dann durch frisch ausgeschlüpfte Mücken nach kurzer Zeit auf den Vogel übertragen werden.

Ein Meisterwerk seiner biologischen Beobachtung bilden ferner die Darstellungen des anatomischen Baues der Mücke und der Feststellung der physiologischen Vorgänge beim Stechen, Saugen und Verdauen, soweit sie für das Leben des Parasiten von Bedeutung sind. Es gelang unter anderem der Nachweis von Gärungspilzen in den Mageusäcken der Mücke als ständige Gäste, die ebenfalls durch Übertragung auf die Mückeneier vererbt werden. Durch die Entwicklung von Kohlensäure beim Lebensprozeß dieser Pilze wird das Gerinnen des von der Mücke aufgenommenen Blutes eine Zeitlang verhindert und so das Weiterleben der Trypanosomen ermöglicht. Durch das in den Pilzen enthaltene Enzym entsteht die Giftwirkung des Mücken- stiches und ein vermehrter Blutzufluß beim Saugen. Es wird ferner noch die Wanderung der Trypanosomen in der Mücke und der Übertragungsvorgang beim Stechen erörtert.

Der Vortragende geht dann noch kurz auf die Ausblicke ein, die Schau diun am Schluß seiner Abhandlung auf die hier in Betracht kommenden parasitären Erkrankungen erörtert, wie Schlafkrankheit, Rekurrenzfieber, gelbes Fieber und Malaria. Mit Seh and inn ist nicht nur ein Heros der Wissenschaft, sondern auch ein Wohltäter der Menschen dahingegangen, der durch seine Entdeckungen Großes geleistet und der Wissen- schaft neue Wege gebahnt hat.

Ein schönes Porträt von Fritz Schaudinn, von Blatt- pflanzen umgeben, war ausgestellt.

II. Sitzung vom 3. November 1906.

Vorsitzender: Dr. phil. A. Jassoy.

Stabsarzt Prof. Dr. E. Marx spricht über: „Die Tollwut und ihre Bekämpfung."

Vortragender setzt auseinander, daß die Tollwut eine ursprünglich dem Hundegeschlecht eigene Infektionskrankheit ist und daß sie vom Hund auf Menschen und Tiere zunächst

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tibertragen wird. Niemals kann die Tollwut von selbst ent- stehen. Nach einer Besprechung der Anzeichen der Tollwut bei Tier und Mensch und der Eigenschaften des noch unbe- kannten Wuterregers geht der Vortragende zur Erörterung der Mittel über, die für die Bekämpfung die zweckmäßigsten sind. Jede Tollwutprophylaxe muß beim Hund einsetzen ; daher ist das sicherste Mittel, die Wut einzuschränken, zunächst die Verminderung der Hunde. Diese wird durch hohe Hundesteuer erzielt. In Zeiten, in denen auch nur die geringste Möglich- keit der Infektion vorliegt, ist der Maulkorbzwang dringend notwendig. Wie bei jeder Seuche, so sehen wir auch bei der Wut ein beständiges Schwanken in ihrer Ausbreitung. In den letzten zehn Jahren, in denen Deutschland zum Teil hochgradig verseucht war, sind nicht weniger als 30000 Tiere der Wut erlegen oder als verdächtig getötet worden. Da sich unter diesen allein 1240 Rinder und zahlreiches anderes Nutzvieh befand, so ist die Tollwut also auch eine Seuche, die am National- wohlstande zehrt.

Redner erörtert dann eingehend die Pasteur sehe Tollwut- schutzimpfung ihrem Wesen und ihrer Bedeutung nach. Es handelt sich dabei nur um eine Schutzimpfung und nicht um ein Heilverfahren. Die Aussichten sind um so besser, je früher nach der Verletzung die Behandlung eingeleitet worden ist. Während die Mortalität bei Gebissenen, die nicht geimpft sind, 10—20 Prozent beträgt, so stellt sich die der Schutzgeimpften auf 0,2 0,5 Prozent. Es ist zu hoffen, daß sich die Resultate bei der gleichzeitigen Anwendung von Antiwutserum noch besser gestalten werden. Eine Heilung der Wut kommt nicht vor; auch das Serum ist hier machtlos und wird es auch immer bleiben. Vortragender schließt mit der dringenden Mahnung, bei erfolgter Verletzung sich nach Ausbrennen der Wunde sofort nach Berlin ins Koch sehe Institut zur Schutzimpfung zu begeben.

III. Sitzung vom 17. November 1906.

Vorsitzender: Dr. phil. A. Jassoy.

Prof, Dr. A. Voeltzkow, Berlin, spricht über:

„Die Comoren aus eigener Anschauung". Mit seiner zweiten Reise nach Madagaskar in den Jahren 1903—1905 hat Prof. Voeltzkow auch eine Erforschung der

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nordwestlich von Madagaskar gelegenen Gruppe der Comoren- Inseln verbunden, die unter französischem Protektorat stehen. Die bedeutendste Insel, Groß-Comoro, die längere Zeit vom Vortragenden untersucht wurde, umfaßt etwa tausend Geviert- kilometer und ist wie die übrigen Inseln vulkanischen Ursprungs. Der heute noch tätige Vulkan, der Karthala, erhebt sich bis zu 2500 Meter Höhe. Trotz reichlicher Niederschläge und üppiger Bewaldung der Bergabhänge ist die Insel sehr wasserarm, weil der Regen in dem vulkanischen, porösen Boden rasch verschwindet. Die Insel besitzt keinen einzigen Fluß oder Bach ; nur hoch im Gebirge findet man ein paar, das ganze Jahr über nie versie- gende schwache Quellen. Die Küstenbewohner benutzen das brackige Wasser, das sich während der Flut in bruunenartigen Vertiefungen der Lavaf eisen ansammelt, und behelfen sich für Trinkzwecke mit der Milch der unreifen Kokosnüsse, Im Innern der Insel hat man, um Trinkwasser zu gewinnen, ganz eigen- artige Zisternen erfunden, indem man die großen Affenbrot- bäume bis auf die Rindenpartie aushöhlt und das Regenwasser durch künstliche Rinnen am Stamm dorthin leitet. Natürlich sammeln sich in diesem Wasser auch viele Tiere, besonders Moskitolarven.

Auf der Nordhälfte der Insel, deren vulkanische Tätig- keit erloschen ist, befindet sich ein Kratersee mit salzigem Wasser, das als Heilmittel dient. Die Ostküste ist ohne Hafen und besteht aus schroffen, schwarzen Lavawändeu. Auf der Westküste liegt der Haupthafen M'Roni, den Vor- tragender als Standquartier für seine wissenschaftliche Durch- forschung der Insel wählte. Die Städte auf Groß-Comoro bieten im allgemeinen dasselbe Bild. Niedrige aus Lava- blöcken erbaute, einstöckige Häuser schließen sich zu schmalen Straßen zusammen und werden von einer hohen, mit Wart- türmen verstärkten Mauer umgeben. Daran schließen sich nach außen oft noch dorfartige Ansiedelungen, überschattet von Mangobäumen und Kokospalmen und versteckt in den Bananenhainen.

Die Bevölkerung, die eine Abart des Kisuaheli spricht, ist eine recht gemischte, läßt aber doch drei Haupttypen unter- scheiden. Die erste Besiedelung der Insel geschah wohl durch die Araber und mit ihnen kamen Schwarze von der Küste Ost-

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afrikas. Um 1500 erschienen dann Schirazier vom Persischen Meer, die noch heute die herrschende Rasse bilden. Ihnen folgten später Madagassen und Einwanderer vom afrikanischen Festland, die sich unter einander vermischten. Ihrem Bekennt- nis nach Muhamedaner, kleiden sich die Vornehmen arabisch, das Volk dagegen wie überall in Ostafrika.

Zum Studium des hohen Vulkans, des Karthala, verlegte Prof. Voeltzkow seinen Wohnsitz für zwei Wochen an den oberen Rand des die Abhänge des Kegels in einer breiten Zone umziehenden Urwaldes, in eine Höhe von 1800 Meter und be- suchte von dort aus mehrfach den Vulkan selbst.

Prachtvolle Lichtbilder zeigen den Riesenkrater von vier Kilometer Durchmesser und seinen inneren Kessel. Andere Bilder erläutern die verschiedenen Arten von Lavaströraen, basaltische und schlackische Laven, deren Verwitterung und allmähliche Besiedelung mit Pflanzen. Den Schluß des Vortrages bilden Ausblicke auf die wirtschaftliche Ausnutzung der Insel, die in Händen einer französischen Gesellschaft liegt. 1887 wurde sie von dem französischen Naturforscher Humblot ius Leben gerufen und beschäftigt zurzeit 1200 farbige Arbeiter. Sie unterstützte auch die wissenschaftlichen Arbeiten des Vor- tragenden in bereitwilligster Weise, Kakao gedeiht vortrefflich, doch verursachen die Ratten einen enormen Schaden, der auf 50 000 Francs jährlich geschätzt wird, Kaffee steht ebenfalls gut; dagegen wird die weniger gewinnbringende Gewürznelke gegenwärtig durch Vanille ersetzt. Leider ist das Insekt, das die Befruchtung der Vanilleblüten in der Heimat in Mexiko bewirkt, hier nicht lebensfähig. Es muß daher die Befruchtung künstlich durch Arbeiter vorgenommen werden. Natürlich ist die- ses Verfahren nicht ganz zuverlässig, so daß nur etwa 60 Pro- zent der Blüten zur Schotenbildung kommen und etwa 800 be- fruchtete Blüten erst 1 Kilogramm präparierter Vanille ergeben. Trotzdem wurden 1902 schon etwa 4000 Kilogramm Vanille geerntet.

Auf dem vulkanischen Boden gedeihen selbst in 1800 Meter Meereshöhe alle Gemüse noch vortrefflich, besonders Kartoffeln. Im Norden der Insel werden auf Weideflächeu Rinder ge- züchtet.

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IV. Sitzung vom 24. NoYember 1906.

Vorsitzender: Dr. phil A. Jassoy. Prof. Dr. M. Möbius spricht: „Über den Stammbaum des Pflanzenreiches".

Seitdem die Abstammung der Organismen von einander als Tatsache anerkannt ist, sucht man das System, in dem man die Tiere und Pflanzen anordnet, so zu gestalten, daß es diese Abstammung erkennen läßt, also dem Stammbaum entspricht. Zu dessen Rekonstruktion bieten eigentlich die paläontologischen Reste die einzig sichere Grundlage, da diese aber nicht nur lückenhaft, sondern vielfach auch von unsicherer Bestimmbarkeit sind, so müssen wir uns hauptsächlich auf die vergleichende Morphologie stützen, also in derselben Weise verfahren wie alle, auch die ersten Systematiker, die ein sogen, natürliches System aufzustellen versuchten. Wenn wir dabei auf den Anfang des Stammbaumes zurückgehen wollen, so kommen wir zu den ein- fachsten einzelligen Organismen, von denen das Pflanzenreich wie das Tierreich einen gemeinsamen Ursprung genommen hat; wir sehen sie verkörpert in den niedersten Flagellaten, an die sich höhere Formen dieser Gruppe anschließen. Von ihnen gehen zunächst mehrere kleine Reihen aus, die sich nicht weiter fortgebildet haben, wie die Kieselalgen, Schleimpilze u. a., dann aber auch die Volvocaceen, kleine, grüne, bewegliche Algen, aus denen sich die grünen einzelligen Algen und die grünen Fadenalgen entwickelt haben. Diese dürfen wir als die sich nach oben in die höheren Pflanzen fortsetzende Reihe be- trachten, während von ihnen seitlich abzweigen einerseits die braunen und roten Meertange, andererseits durch Vermittlung der Schlauchalgeu (Siphoneen) die Pilze und Flechten. An ge- wisse grüne Algen dürften sich die einfachsten Lebermoose anschließen, von denen die höheren Lebermoose und die Laub- moose abgeleitet werden können, letztere auch einen selbständig sich hoch entwickelnden Zweig repräsentierend.

Gewisse Lebermoose bilden einen Übergang zu den Ge- fäßkryptogamen. Sie waren bekanntlich in der Vorzeit viel stärker und reicher entwickelt als jetzt, und wir kennen unter den versteinerten Formen Familien, die jetzt ausgestorben, aber als Übergangsglieder und Ergänzungen systematisch sehr wert-

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voll sind. Außerdem haben aber die entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen Hofmeisters schon vor Darwin den Zu- sammenhang zwischen Moosen, Gefäßkryptogamen und Phanero- gamen aufs klarste gezeigt und gewisse Entdeckungen der letzten Jahre haben ihn auffallend bestätigt. Trotzdem bleiben die Einzel- heiten vielfach noch zweifelhaft. Man leitet von den Formen selbst durch Vermittlung einer ausgestorbenen Gruppe die Cycadeen ab und von den Bärlappen in analoger Weise die Koniferen, während die Schachtelhalme in den ausgestorbenen Kalamarien ihre höchste Entwicklung erreicht haben. Von den Koniferen sind die Gnetaceen und Dikotylen abzuleiten, wenn nicht vielleicht die letzteren von ersteren abstammen. Als ziemlich sicher nimmt man jetzt an, daß die Monokotylen erst nach den Dikotylen entstanden sind, sich also aus ihnen, wenn auch sehr frühzeitig, entwickelt haben. Auf die Phylogenie der Familien innerhalb dieser großen Gruppen kann nicht ein- gegangen werden. Es läßt sich nur etwa sagen, welche Formen als die einfachsten und ältesten anzusehen sind und welche an das Ende der beiden Reihen gestellt werden.

Der Vortragende erläutert seine interessanten Ausführungen durch mehrere Tabellen, die erwähnten Pflanzen darstellende Wandtafeln, einige natürliche Pflanzen und mikroskopische Prä- parate. Er schließt mit der Betrachtung, daß wir in der phylogenetischen Entwickelung des Tier- und Pflanzenreiches eine Entwickelung vom Niederen zum Höheren, vom Einfacheren zum Komplizierteren nach uns noch unbekannten Gesetzen vor uns haben, die der Entwickelung des einzelnen Organismus analog ist, und daß die Anpassungstheorie nur in gewissem Grade uns verständlich macht, warum so verschiedenartige Oi-ganismen entstanden sind. Der Stammbaum ist in seinen Einzelheiten für uns noch ein Rätsel, an dessen Auflösung noch lange zu arbeiten sein wird,

V. Sitzung vom 1. Dezember 1906.

Vorsitzender: Dr. phil. A. Jassoy. Dr. F. Römer spricht über: „Die Abnahme der Tierarten mit der Zunahme der geographischen Breite." (Siehe Teil II, Seite 63.)

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VI. Sitzung vom 8. Dezember 1906.

Vorsitzender: Dr. phil. A. Jassoy.

Bei Eröffnung der Sitzung legt der Vorsitzende den neuen Bericht der Gesellscliaft vor, der mit Ende Mai abschließt und eben den Mitgliedern zugegangen ist. Der jährliche Samm- lungszuwachs, der noch vor nicht langer Zeit auf 10 15 Seiten erledigt werden konnte, wird auf annähernd 60 Seiten be- sprochen und zeigt schon hierdurch das erfreulich rasche Wachs- tum der Sammlungen, von dem in dem Museum selbst nichts zu merken ist, da Neuanschaffungen und Geschenke in den alten Räumen nicht mehr zur Aufstellung kommen können.

Während die Säugetiersammlung ihre stärkste Vermehrung aus der Reiseausbeute des verstorbenen Freiherrn Carlo von Erlanger sowie durch Ankäufe und Geschenke aus dem Zoolo- gischen Garten erfuhr, wuchs die Vogelsammlung vornehmlich durch Gaben der drei Frankfurter Herren : A.W itzel,R. deNeufville und W. Seeger, die Fischsammlung durch die unausgesetzten Be- mühungen des Herrn A. H. Wen dt. In der Mineraliensammlung repräsentiert allein die Naumann sehe Erzstuf ensammluug, die Ritt er sehe und Stübelsche Sammlung einen Zuwachs, wie er in einem Jahre noch nie vorgekommen ist. In der geo- logisch-paläontologischen Abteilung ist neben vielem anderen die Schenkung der schönen Laub er sehen Sammlung durch Baronin von Rein ach, die eines amerikanischen Riesensauriers, einer Sehenswürdigkeit ersten Ranges, durch Morris K. Je sup in New York und mehrerer anderer großer Vorwelttiere durch Julius Wernher in London zu erwähnen. Der Vorsitzende konstatiert weiter, daß dieses starke Wachsen der Sammlungen auch nach Abschluß des diesjährigen Berichtes andauert, so daß der nächste Jahresbericht noch umfangreicher ausfallen wird. Trotz alledem betont der Vorsitzende immer wieder die große Lückenhaftigkeit der alten Bestände und die Unbrauchbarkeit vieler älterer Sammlungsobjekte für eine moderne Schausammlung. Besonders bittet er die Mitglieder, der Lokalsammlung zu ge- denken. Hier kann fast jedes Mitglied etwas beisteuern. Die Tiere des Waldes, vor allem die ganz kleinen, die heimischen Vögel mit Nestern und Nestjungen, abweichend gefärbte Tiere der Heimat, Irrgäste, Tiere im Sommer- und Winterkleid und

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in den verschiedenen Jugendkleidern sind äußerst willkommen, allerdings nur in tadellosen Exemplaren. Bestimmte Wünsche vermag die Gesellschaft gar nicht zu äußern, da sehr vieles fehlt und das Vorhandene vielfach schlecht erhalten ist.

Ausgestellt ist eine wunderschöne Sammlung von Kolibris, ein soeben eingetroffenes Geschenk des Herrn Robert de Neu f- ville, sowie 2 große fossile Schildkröten aus dem Miocän von Kansas, ein prächtiges Geschenk der Frau von Rein ach.

Hierauf spricht Dipl.-Ing. P. Prior über: „Metallographie."

Die Metallographie ist eine junge Wissenschaft, die sich mit der Erforschung des Gefüges der Metalle und ihrer Le- gierungen befaßt. Um die Erkenntnis des Gefüges zu ermög- lichen, werden die verschiedensten Hülfsmittel herangezogen, vor allem das Mikroskop mit seinen stärksten Vergrößerungen. Wie mau zur Erforschung eines tierischen Organes, beispiels- weise eines Knochens, nicht nur seine elementare Zusammen- setzung kennen muß, sondern histologische, biologische und pathologische Vorgänge zu studieren hat, so gibt auch über das Wesen der Legierungen die chemische Analyse allein keinen Aufschluß. Man muß das Verhältnis der Bestandteile zu ein- ander, ihr Verhalten bei Temperatur- und Druckänderungen und schließlich ihr Verhalten bei fremden und störenden Bei- mengungen erforschen.

Die Legierungen sind als Lösungen aufzufassen und die Erscheinungen, welche man bei Lösungen im gewöhnlichen Sinne beobachtet, lassen sich bei den Legierungen wiederfinden. Das Verhalten erstarrenden reinen Wassers, sowie erstarrender Kochsalzlösungen dient als Beispiel zum Verständnis der Vorgänge bei erstarrenden Legierungen. Bei den Systemen Blei-Antimon sieht man schon mit bloßem Auge, daß der Vorgang analog dem ist, der sich bei einer gefrierenden Salzlösung vollzieht.

Auch die Systeme Blei-Silber verhalten sich gleichartig ; hier ist dieser Vorgang schon lange praktisch ausgebeutet, da ein Blei- entsilberungsverfahren auf demselben beruht. Das theoretische Verständnis hat erst die metallographische Forschung gebracht.

Die größte Bedeutung hat die Metallographie jedoch für die Eisen- und Stahlindustrie. Das Eisen selbst tritt uns in drei

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Formen entgegen, deren Übergangstemperatuien durch Bei- mengungen verändert werden können. Der Kohlenstoff kann auch im Eisen in verschiedenen Formen ausgeschieden werden, sogar als ganz außerordentlich kleine Diamanten. So lange wir nur die einfachsten vorkommenden Verhältnisse betrachten, sehen wir auch hier noch große Ähnlichkeit mit den Bildern, die wir bei erstarrenden Salzlösungen finden; doch treten hier durch die Komplikationsmöglichkeiten auch schwieriger zu deutende Erscheinungen auf, deren exakte Forschung Aufgabe der Metallographie ist; z. B. ist ihr auch die Aufklärung für das anfangs so rätselhafte Verhalten der Rapidstähle gelungen. So jung die Wissenschaft der metallographischen Forschung auch noch ist, so hat sie sich doch schon zu einem blühenden Zweige am Baume naturwissenschaftlicher Erkenntnis entwickelt.

VII. Sitzung vom 5. Januar 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch.

Der Vorsitzende begrüßt die zahlreich erschienenen Mit- glieder in der ersten Sitzung des neuen Jahres, des 90. Jahres seit der Gründung der Gesellschaft, und teilt mit, daß mit Ende 1906 nach zweijähriger Amtsführung satzuugsgemäß der I. Direktor Dr. A. Jassoy und der I. Sekretär Bankier W. Melber aus der Direktion ausgeschieden sind. An ihre Stelle wurden für die Jahre 1907 und 1908 Dr. med. A. Knoblauch und Oberlehrer Dr. P. Sack gewählt. Die Stelle eines Direktors des Museums der Gesellschaft ist zum 1. Januar d. J. neu geschaffen und dem seitherigen Kustos Dr. Fritz Römer übertragen worden.

Vor Beginn des Vortrages findet in feierlicher Weise die Übernahme der in Marmor ausgeführten Büste des am 15. Oktober 1904 verstorbenen Mitgliedes der Gesellschaf t D. F. Heynemann statt. Sie ist ein Geschenk der Kinder des Entschlafenen, Konsul Karl Heynemann, Fritz Heynemann, Frau Dr. Lotte Volz geb. Heynemann und Frau Justizrat Min ni Drewes geb. Heynemann, und von dieser bei Lebzeiten ihres Vaters in künstlerischer Vollendung modelliert. D. F. Heynemann war am 24. Mai 1829 in Hanau geboren. Kaufmann von Beruf war er als Dreißigjähriger der Gesellschaft beigetreten und hat ihr 45 Jahre lang als arbeitendes Mitglied angehört. 1869 hat

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er die VeiwaltuDg der Kouchyliensaramlung des Museums übernommen und außerdem eine besonders ersprießliche Tätigkeit in der Redaktionskommission für die Abhandlungen entfaltet, in der er von 1884 bis 1895 und von 1899 bis zu seinem Tode den Vorsitz geführt hat. Auch in der Baukommission war er unablässig tätig, nachdem er bereits in einem am 25. Oktober 1884 gehaltenen Vortrag „Über natur- wissenschaftliche Museen und ihre Einrichtungen" auf die Not- wendigkeit der Errichtung eines Museumsneubaues und der Trennung der wissenschaftlichen Sammlung von der Schau- sammlung hingewiesen hatte. In zwei Amtsperiodeu, 1884 und 1885 und 1888 und 1889, bekleidete Heynemann das Amt des zweiten Direktors. Er war der eigentliche Gründer und eifrigste Förderer der Medaillensammlung der Gesellschaft, die er in zwei umfassenden Arbeiten in den Berichten 1900 und 1906 beschrieben hat. Von Jugend auf hat sich Heyuemann einem bis dahin fast gänzlich vernachlässigten Zweige der Natur- wissenschaften gewidmet, dem Studium der Nacktschnecken, und hat das Interesse an dieser Schneckengruppe durch eine Reihe aus- gezeichneter Arbeiten aus dem schwierigen Gebiete seines Spezial- faches neu belebt und sich die allgemeine Anerkennung seiner Fachgenossen erworben. Heynemanns letzte Arbeit „Über die geographische Verbreitung der Nacktschnecken " war zur Zeit seines Todes im Druck und ist inzwischen im SOsten Bande der Abhandlungen der Senckeubergischen Gesellschaft erschienen.

Der Vorsitzende dankt mit warmen Worten für das kost= bare Geschenk, mit dem Versprechen, daß die Gesellschaft das Andenken ihres treuen Mitarbeiters und Freundes stets in hohen Ehren halten werde.

Hierauf hält Dr. E. Wolf, der im vorigen Sommer von der Gesellschaft mit einer zoologischen Sammelreise in die Nordsee beauftragt war, einen Vortrag über:

„Das deutsche Wattenmeer."

Der Vortragende hatte durch die biologische Anstalt auf Helgoland, an der er mehrere Wochen arbeitete, Gelegenheit, auf einer Studienfahrt das deutsche Watteumeer aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Diese durchaus eigenartige jV[eeresbildung erstreckt sich von der dänischen Grenze im

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Norden an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste entlang bis zur Eibmündung und von hier westwärts bis zur Mündung der Ems. Die Watten, d. h. größere oder kleinere Sand- oder Schlickflächen, werden nur zur Ebbezeit sichtbar; während der Flut sind sie von den Wogen vollständig bedeckt. Durch die namentlich zur Winterszeit auftretenden gewaltigen Sturmfluten sind diese Bildungen einer stetigen Veränderung unterworfen. Die Zerstörungswut der Wellen macht sich aber nicht nur an den Wattflächen, sondern auch an den Inseln und am Fest- lande bemerkbar. Aus den Schilderungen der Chronisten ist zu ersehen, daß große Landstrecken oft in einer Nacht ver- nichtet wurden. Hunderte von Menschen und Tausende von Tieren gingen dabei zu Grunde. Schon frühe hatte man des- halb angefangen, die gefährdeten Gebiete durch mächtige Dämme zu schützen, und so wird langsam unter gewaltigen fiuanziellen Opfern das dem Meere wieder abgerungen, was im Laufe der Jahrhunderte die Beute seiner Wogen geworden ist.

Auch das Küstenland ist von ganz eigenartiger Beschaffen- heit. Es treten uns hier nur mit Sand und Geröll bedeckte, meist mit Wald bestandene Höhenzüge entgegen, die Geest. An sie schließt sich ein äußerst fruchtbarer, meist nur einige Kilometer breiter Küstenstrich an, die Marsch. Weite Gebiete werden aber auch von öden unwirtsamen Sumpfbildungeu, dem Moor, eingenommen.

Im Meere tritt der Artenreichtum weniger in den Vorder- grund, dagegen ist ein ungeheuerer Individuenreichtum zu ver- zeichnen. So verschiedenartig die Landbildungen sind, so wechsel- voll erweist sich auch der Grund des Meeres. Neben reinem Sandboden finden wir mächtige Schlickablagerungen; weite Schlickflächen wechseln mit gewaltigen Torfbildungen ab. Jeder dieser „Gründe" hat wieder eine eigenartige Fauna. Die Muschelbäuke, die Schlick- und Torfbewohner, die Tierwelt der oberflächlichen Wasserschichten usw. werden von dem Vortragenden genauer geschildert. Tritt uns hier auch nicht das farbenprächtige Meer des Südens mit der Mannigfaltigkeit seiner Bewohner entgegen, und vermissen wir auch manche Naturschönheiten südlicher Küstenländer, so finden wir doch im Wattenmeer eine Eigenart, die einen längeren Aufenthalt daselbst überaus lohnend erscheinen läßt.

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Till. Sitzung vom 13. Januar 1907.

Vorsitzender: Robert de Neufville. Dr. E. Strauß spricht über: „Die moderne Eiweiß-Chemie und ihre biologische

Bedeutung".

Wenn bisher die Physiologie und Pathologie noch nicht die definitive Lösung für eine große Anzahl von Problemen auf dem Gebiete des Stoffwechsels, der Ernährung, der Zellfunktioneu gefunden hat, wenn unsere genaue chemische Kenntnis der Zucker- und Harnsäuregruppe noch nicht im weitesten Sinne für die Deutung biologischer, speziell krankhafter Vorgänge ausgebeutet werden konnte, so ist der Grund hierfür in der Tatsache zu suchen, daß bisher ein fast undurchdringliches Dunkel das Wesen der Eiweißstoffe verhüllte. Sind es doch diese mit ganz besonderen physikalischen und chemischen Eigen- schaften ausgestatteten Substanzen, welche das materielle Sub- strat aller Lebensvorgänge darstellen. In ihnen hat ohne Zweifel die natürliche Synthese ihre höchste Leistung erreicht; eine Mannigfaltigkeit der Formen, eine Kompliziertheit der Konsti- tution ohnegleichen entspricht denn auch dem unendlich feinen und verwickelten Getriebe von Funktionen, denen die Eiweiß- körper dienen, jenen Funktionen, die wir „organisches Leben" nennen. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser Körper, ihre hohe Molekulargröße, die eigentümlichen Eigenschaften ihrer Lösungen, ihre merkwürdigen Zersetzungen haben lange Zeit die Chemiker von ihrer Untersuchung ab- geschreckt; Mediziner und Physiologen haben mit zum Teil recht ungenügenden Methoden Versuche zur Klassifizierung und Charakteristik angestellt, und wenn auch das eine oder andere Detail solcher Untersuchungen schon im rein chemischen Sinne ein greifbares Resultat genannt werden durfte, so war doch bis in die neueste Zeit hinein kein genügendes Tatsachen- material gegeben; auf Grund dessen man sich so klare Vor- stellungen über die Eiweißkörper hätte bilden können, wie dies beispielsweise bei den Kohlehydraten oder Bretten der Fall ist, Vorstellungen, welche die biologischen Anschauungen befruchten konnten. Mit Befriedigung dürfen wir heute sehen, wie sich das Dunkel zu lichten beginnt ; wir verdanken dies den genialen

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Arbeiten Emil Fischers, der mit zum Teil ganz neuen Methoden, ja sogar auf prinzipiell neuen Wegen, in das geheim- nisvolle Gebiet vorgedrungen ist. Und wenn es auch noch der Arbeit vieler Hände, der Aufwendung größter Mittel und langer Zeit bedarf, um zum Ziele zu gelangen, die Fragen sind end- lich richtig gestellt, und wo in der Naturwissenschaft ein richtig gestelltes Problem ist, da wird auch die Lösung gefunden werden.

Die moderne Eiweißchemie ging systematisch aus von der genauen Erforschung der einfachsten Bausteine des großen Eiweißmoleküls, von den sogen. Aminosäuren, welche immer erhalten werden, wenn man irgendeinen Eiweißkörper z. B. mit starken Mineralsäuren völlig zersetzt bis zum Verschwin- den jener für das Eiweiß charakteristischen „Biuretreaktion". Schon längst war eine kleine Zahl solcher Aminosäuren bekannt : das Glycocoll, das Leucin, das Tyrosin u. a. Durch Kossels schöne Arbeiten sind die sog. Diaminosäuren: Arginiu, Lyfin, Histidin bekannt geworden. Fischer hat nun zunächst alle Aminosäuren, soweit sie bekannt und durch Synthese zugänglich waren, genau untersucht und zum großen Teil neu dargestellt. Hier war es vor allem wichtig, von dem „Alanin" (der Amino- propionsäure) ab, die optischen Isomeren der einzelnen Säu- ren darzustellen, das sind die beiden Formen derselben Substanz, deren eine die Ebene des polarisierten Lichtstrahls nach rechts, deren andere sie nach links dreht, eine Eigenschaft, welche man nach der Theorie von Le Bei und Van 't Hoff auf das Vorhandensein eines „asymmetrischen" Kohlenstoffatoms zurück- führt. Dies ist bereits biologisch von größter Bedeutung ; denn es hat sich gezeigt, daß der lebendige Organismus gleichsam auf ein bestimmtes optisches Isomeres einer Substanz eingestellt ist. Es ist durchaus nicht gleichgültig, ob wir ihm zur Zer- setzung, zum Gebrauch, die „Rechts"- oder „Linksform" dar- bieten. Besonders sind die Fermente (Pepsin, Trypsin, Hefe u. s. w.) in diesem Sinne scharf orientiert. Und gerade diese letztere Tatsache, die schon in der Zuckerchemie eine große Rolle spielte, hat in der Folge für den Eiweißaufbau höchste Wichtigkeit erlangt. Von den nunmehr genau bekannten Aminosäuren hat fast jede einzelne durch interessante Be- ziehungen eine besondere biologische Bedeutung: das Serin

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als erste Oxylsäure; daran auschließend das nahe verwandte Cyst ein, in welchem der Sauerstoff des Hydroxyls durch Schwefel ersetzt ist; die Diaminosäuren Lysiu und Diamino- trioxydodekansäure wegen ihrer nahen Beziehungen zur Zuckergruppe; die aromatischen Derivate Phenylanalin und Tyrosin, welche wahrscheinlich zur Farbstoff bildung, zur Jod- bindung (in der Schilddrüse zum Beispiel), zum „Adrenalin" der Nebenniere, zum „Alkapton" in genetische Beziehung gebracht werden können; schließlich das Prolin, das His tidin und das Tryptophan wegen ihrer Verwandtschaft mit dem Indol und Skatol, welche ja in den Endprodukten des Stoffwechsels vorkommen.

Fischer hat nun nach genauer Kenntnis aller dieser Bausteine eine Methode ausgearbeitet, um in den Eiweißkör- pern die „Monoaminosäuren" zu bestimmen. Durch Anwendung dieser, der sogenannten „Estermethode" denn es ist das Wesentlichste daran, daß man die „Ester" der Aminosäuren der fraktionierten Destillation unterwirft ist es geglückt, nach- zuweisen, daß qualitativ, aber nicht quantitativ, alle Eiweißkörper d. h. die große bisher untersuchte Anzahl aus den gleichen Aminosäuren zusammengesetzt sind. Diese Tatsache ergibt sich sofort, wenn man die quantitativen Analysenresultate miteinander vergleicht, welche an verschie- denen Eiweißstoffen (z. B. Eieralbumin, Edestin, Keratin, Spongin) nach Fischers Methode erhalten worden sind. Hier springt eine biologisch wichtige Folgerung in die Augen, daß nämlich im Organismus für den Aufbau ganz bestimmter Eiweißkörper in den Organen eine gruppenauslesende Tätigkeit stattfinden muß. Die bedeutungsvolle Frage: wie wird körperfremdes in körpereigenes Eiweiß verwandelt? erhält nun eine neue Beleuchtung. Vielleicht findet eine solche auswählende Um- wandlung schon im Magendarmkanal durch das Pankreasferment statt; wir werden dessen „auswählende" Fähigkeit nun an dem wichtigsten Punkte von Fischers Arbeiten kennen lernen. Fischer hat, von der Einsicht geleitet, daß die „Albu- mosen" und die „Peptone" für unsere Methoden nicht in genügen- der Reinheit und Einheitlichkeit faßbar sind, begonnen, durch säur eamid artige Verkettung von Aminosäuren Produkte darzustellen, welche bereits eiweißartige Eigenschaften haben,

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aber noch unter der Peptongrenze stehen, die „Peptide." Bis zur Verkettung von sieben Aminosäuren ist Fischer bereits gelangt; er hat eine große Anzahl der verschiedensten Peptide dargestellt und es hat sich gezeigt, daß deren Eigenschaften sich schon beträchtlich denen der Peptone, ja des Eiweißes selbst, nähern. Von ganz besonderem Interesse ist hierbei die Beobachtung, daß durch Pankreasferment nur bestimmte, nicht alle Peptide, und zwar auch von diesen nur bestimmte optische Isomere gespalten werden. Hier hat man also die Möglichkeit, aus der Anzahl künstlich gewonnener Peptide durch die natürliche auswählende Tätigkeit eines Verdauungsfermentes diejenigen Formen auszusuchen, welche für den weiteren Auf- bau wichtig sind. Die Spaltbarkeit der Peptide durch das Pan- kreasferment hängt ab von der Struktur, der Art und Zahl der Aminosäuren und von der (optischen) Konfiguration. An diesem Punkte angelangt, sehen wir, wie wichtig die genaue Erforschung der optischen Aktivität, welche eben durch die Konfiguration bedingt wird, war. Eine ganze Reihe von Fragen hat sich natürlich an diese neue hochinteressante Körperklasse geknüpft und sicher werden die „Peptide" berufen sein, noch die großen Fragen der Biologie lösen zu helfen. Ist nun ihre Zugehörigkeit zu den eiweißartigen Substanzen schon durch ihr Verhalten gegen das Pankreasferment sichergestellt, so iiat doch Fischer die Richtigkeit seiner Annahme einer peptidartigen Verkettung im Eiweiß noch dadurch endgültig bewiesen, daß es ihm gelungen ist, aus dem Seidenfibroin (einem Albuminoid) ein bereits vorher synthetisch gewonnenes Peptid, das „Glycil- d-alanin", zu isolieren. Hiermit ist der Weg geöffnet, der sicher durch das bisher unauflösliche Gewirr von „Peptonen" und „Albumosen" hindurch zur Erkenntnis der Konstitution der Eiweißkörper führen wird.

IX. Sitzung vom 19. Januar 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch. Prof. Dr. G. Greim, Darmstadt, spricht über: „Die Permanenz der Ozeane''.

Daß sich auf den Kontinenten Ablagerungen, aus Meer- wasser entstanden, vorfinden, ist unbestrittene und unbestreit-

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bare Tatsache, ebenso wie Hebungen und Senkungen schon durch das heutige Vorkommen dieser marinen Sedimente in den höheren Teilen unserer Faltengebirge bewiesen werden. Etwas anderes ist jedoch die Antwort auf die Frage der Permanenz der sogen, abyssischen Gebiete, d. h. die Antwort darauf, ob an den Stellen, wo sich jetzt die weiten flachen Fluren der eigentlichen Tiefsee ausdehnen, auch zu Zeiten Land gewesen ist, oder ob dieselben von jeher zu allen Zeiten von tiefem Meer bedeckt waren. Für die erste Ansicht scheinen eine Anzahl geologischer Gründe zu sprechen, so die Ergebnisse, welche Neumayr bei seiner Rekonstruktion der Verteilung von Land und Meer zur Jurazeit erhielt; außerdem wurden dafür von jeher die sogen, „biologischen Beweise" ins Feld geführt. Auch die durch die Paläontologie sichergestellte, teilweise sprunghafte Entwicklung von Floren und Faunen zu manchen Zeiten scheint die Ansicht zu bestätigen. Zahlreich sind dann freilich auch die Einwürfe dagegen. So setzt vor allem die durch alle geo- logischen Zeiten stetig weitergehende Entwicklung der Gesamt- flora und Fauna ununterbrochenes Vorhandensein von Land im Gebiet des Kontinentalblocks voraus, das auch durch die stratigraphischen Befunde erwiesen ist. Damit wäre aber auch eine Permanenz der Ozeane verbunden. Weiterhin weisen die Dichteverhältnisse der Teile der Erdkruste unter dem Meer und auf dem Kontinent auf Permanenz beider hin. Zugleich kann das fast vollständige Fehlen der eigentlichen „Tiefsee"-Ab- lagerungen, der Verwandten des heutzutage sich bildenden „roten Tons", innerhalb der Grenzen der heutigen Kontinente als Beweis herangezogen werden, daß dieselben nie von der Tief see bedeckt waren, und zuletzt geben auch die mittleren Abdachungsverhältnisse der Erdkruste einen dahiugehenden Anhalt. Trotz dieses Beweises darf aber die Frage heutzutage noch nicht als entschieden angesehen werden. Im Gegenteil haben zwei neuere gut belegte Beobachtungen eigentlich nur bewiesen, daß wir erst noch nahe am Anfang der Beantwortung dieser mit zu den wichtigsten Problemen der Geologie und physikalischen Geographie gehörenden Frage stehen. Eine präzisere Stellung der Vorfragen ist jedoch durch die Unter- suchungen schon erreicht und in einigen Gebieten schon Sicher- heit erzielt, wie insbesondere bei Untersuchung und Erkennung

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der sogen. Transgressionen. Einige halten durch sie die Frage für gelöst, indem sie aus den morphologischen Eigenschaften des Meeresbodens folgern wollen, daß den permanenten ab3^ssischen (Tiefsee-)Gebieten auf der anderen Seite der Kontinentalblock gegenüberstehe, der zeitweise und in einzelnen Teilen von Trans- gressionen und Ingressionen betroffen werde, die durch die Hebungen und Senkungen einzelner Teile der Kruste bewirkt wurden.

X. Sitzung vom 2. Februar 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch. Der Vorsitzende heißt Prof. Dr. E. Deckert, Dozent für Handelsgeographie an der hiesigen Akademie, herzlich willkom- men und erteilt ihm das Wort zu einem Vortrage über: „Die Erdbebengebiete und Vulkanreihen Amerikas".

Die letztvergangenen Jahre geben mancherlei Veranlassung über Erdbeben, Vulkanausbrüche und ihre wechselseitigen Be- ziehungen zu berichten. Dem großen Quetjaltenango-Beben (am 1. April 1902) folgten die furchtbaren Ausbrüche der St.-Vincent- Soufriere und des Mont Pele (7. und 8. Mai 1902) auf dem Fuße, und das merkwürdige Zusammenspiel der beiden westindischen Vulkane, sowie das Mitspiel der mittelamerikanischen Vulkane Izalco, Nasaya und Sta. Maria und des mexikanischen Colima dauerten ein volles Jahr, während in Kaschaar, Ardidochan und Manila starke Erderschütterungen stattfanden. Im April 1904 hatte Saloniki das stärkste Beben eines Menschenalters, im Juni Lima, im November Formosa. Im April 1905 folgte das ver- heerende vorderindische Beben mit seinem Schütterzentrum bei Lahore, im August die Vulkaueruption auf der Samoa-Insel Sa- wai, im September das neue, schreckliche Beben in Kalabrien. Das Jahr 1906 aber brachte im März ein weiteres verheerendes Beben auf Formosa und im April den gewaltigsten Vesuvaus- bruch seit 79 n. Chr. Im April ereignete sich aber auch die vernichtende Erdbebenkatastrophe von San Francisco und im August die ganz ähnliche Katastrophe von Valparaiso, so daß durch die gleiche Ursache sowohl die blühendste nordamerika- nische als auch die blühendste südamerikanische Hafenstadt am Stillen Ozean in Trümmer sank, während im Dezember das neueste, große zentralasiatische Beben und im Januar 1907 das

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neueste, verheerende Kingston-Beben die Reihe bis auf weiteres beschlossen. Von Vuli^anen erwachten im Jahre 1906 nament- lich der Kilauka und der Aleutenvulkan Bogoslof zu neuem Leben. Für die Beurteilung der äußeren und inneren Wechsel- beziehungen der Beben unter sich, ebenso wie der Beben mit den Vulkanen bieten die amerikanischen Verhältnisse besonders giinstige Voraussetzungen. Dort ist die gesamte Tektonik und Morphologie der Länder und Meere verhältnismäßig einfach und durchsichtig, die Beobachtungsreihen sind aber wenigstens aus einzelnen Gebieten gute und brauchbare. Vor allem gilt das von Westindien, wo die Beben von Kingston, Guadeloupe und Haiti einerseits und die Vulkanausbrüche des Mont Pele und der St.-Vincent-Soufriere anderseits sich harmonisch in ein großes System einfügen. Es handelt sicli dabei um die weitere Aus- gestaltung des Kaiibischen Meeresbeckens durch Absenkungen und Einbrüche. Der Druck des großen Senkuugsfeldes führt auf der Höhe des schmalen Inselrückens, der das Karibenmeer vom Atlantischen Ozean trennt, seit der Tertiärzeit zu Bodenzer- reißungen und Wasserdampfexplosionen, sowie aus den geöffneten Schlünden zu Ascheauswurf und Lavaergüssen. Unter anderem ist namentlich auch der Riesenobelisk, der aus dem Krater des Mont Pele zu 700 Meter Höhe herauswuchs, der aber nur ein ephemeres Dasein hatte, eine unmittelbare Wirkung jenes Druckes gewesen. In Mittelamerika stehen die Erdbeben und Vulkan- ausbrüche in ganz ähnlicher Beziehung zu der weiteren Ver- tiefung und Ausdehnung des Stillen Ozeans, und die gesamte vulkanische und seismische Tätigkeit ist dort noch viel umfang- reicher und lebhafter als in Westindien. Die Aleutenvulkane bieten ein schönes Seitenstück zu den Antillenvulkanen, und das Beringsmeer zeigt ähnliche Verhältnisse wie das Kariben- meer; nur ist es in seiner Ausdehnung noch nicht so weit vor- geschritten wie dieses, namentlich nicht so tief. Der Druck seines Senkungsfeldes bewirkt aber gegenüber dem Shishadin, dem Matushin und anderen Vulkanen ähnliche Erscheinungen wie beim Mont Pele, und das abwechselnde Aufsteigen und Versinken der Spitzen des 1796 aus dem Meere aufgetauchten Bogoslof- Vulkans erinnert an den „Aiguille" des Mont Pele. Die häufigen Erdbeben der Gegend werden bei der spärlichen Besiedlung meist nicht bemerkt, und die Ausdehnung der Schütter-

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gebiete ist schwer zu beurteilen. Bei den mexikanischen Vulkanen zeigt sich allenthalben eine strenge Abhängigkeit der Vulkane von den seismischen Verhältnissen und damit zugleich von der weiteren Ausgestaltung des Stillen Ozeans. Das Gleiche gilt auch von den südmexikanischen Beben und Vulkanriesen. Die Einzelforschung und die Beobachtungsweisen lassen hier viel zu wünschen übrig; die allgemeinen Beziehungen sind aber von Ecuador, Peru und Chile ziemlich klar. Auf dem Scheitel der großen Antiklinalen, die die Andenketten darstellen, er- erfolgen hier ebenfalls Zerreißungen und vulkanische Explosionen oder Lavaergüsse. So spielen zurzeit um Quito herum ab- wechselnd der Cotopaxi, der Pichincha, der Tuugeragua, der Cumbal und andere Feuerberge, während der Sangaj^ seit 1728 übei'haupt nicht zur Ruhe gekommen ist. So haben auch der Maipo und Tupangato im Osten von Valparaiso, der Villan und Antuco östlich von Concepcion und der Villarica und Calbuco östlich von Valdivia in Abhängigkeit von den dort gelegenen habituellen Schütterherden vor der historischen Zeit mehrfach heftige Ausbrüche gehabt. Auch im Hinterland des kalifornischen Hauptschütterherdes, am Goldenen Tor von San Francisco, tobten einst Vulkane, und nur gegenwärtig sind dieselben in ihrer Tätigkeit erlahmt; die Möglichkeit eines Wiedererwachens ist aber bei ihnen nicht völlig ausgeschlossen. Jedenfalls er- folgen durch den Schollendruck, den die starken Erdbeben an- deuten, umfangreiche, oberflächliche Bodenzerreißungen und Spaltenbildungen. Im Mississippibecken handelt es sich bei den nicht selten großen Beben, die Schüttergebiete bis zu 2 Millionen Quadratkilometer gehabt haben, um eine Senkung der inneren Landesteile, bezw. um eine Synklinalebildung, wo- bei sich Kraterschlünde nicht öffnen können. Die Senkung scheint aber erneut fortschreitende Verschlimmerung der Missis- sippiüberschwemmungen im Gefolge zu haben.

Diese Ausführungen, die von trefilichen Lichtbildern er- läutert waren, sind die Resultate langjähriger vulkanologischer Studien, die Prof. Deckert auf alle wichtigeren Vulkane Amerikas geführt haben. So hat er den Mont Pele noch kurze Zeit vor seinem Ausbruch bestiegen und konnte daher ein an- schauliches Bild von den gewaltigen Verheerungen der ameri- kanischen Erdbeben geben.

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XI. Sitzung vom 9. Februar 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch. Prof. Dr. M. Neisser spricht über:

„Biologische Lichtwirkungen."

Seit Urzeiten ist das Licht als Gottheit verehrt worden, so der Sonnengott Baal von den Babyloniern, der Lichtgott Mitra von den Indern usw. Literatur und bildende Kunst haben immer wieder das Licht verherrlicht. Goethe nennt Geist und Licht die höchsten denkbaren Energien. Aber der leuchtende Körper, das Licht, leuchtet nicht nur, sondern wärmt auch und löst chemische Reaktionen aus. Die chemischen Lichtwirkiingen z. B. auf Chlorsilber sind lange bekannt. Auch Butter und Rahm verändern sich unter Lichteinwirkuug sehr schnell. Das Prisma löst bekanntlich die in ihrer Gesamtheit weiß erscheinenden Bestandteile der Lichtstrahlen auf und ordnet sie entsprechend ihrer Wellenlänge, von den langen Wellen mit geringer Brech- barkeit, den roten Strahlen, bis zu den kürzesten Wellen mit größter Brechbarkeit, den violetten Strahlen. Die Wellenlänge ist bestimmbar und wird nach iJi|ji, das ist Millioustelmillimeter angegeben. Leuchtende Körper senden Lichtwellen von 100 bis 60000 [jifji aus, aber das intakte Auge empfindet nur Licht- wellen zwischen 760 und 320 iJi(x als Licht; Star-Operierte empfinden gelegentlich Lichtwellen von so geringer Wellenlänge, daß sie dem normalen Auge unsichtbar sind, noch als Licht. Die Linse des Auges, so durchsichtig sie scheint, ist also nicht einmal für alle als Licht erscheinenden Strahlen durch- gängig. Viele anderen durchsichtigen Körper, wie Luft, Wasser, Glas, sind auch nur für einen Teil der vom leuchtenden Körper ausgehenden Strahlen durchgängig. Am meisten läßt reiner Quarz die Strahlen ungehindert passieren, zumal die chemisch wirksamen, die ultravioletten, deren Wellenlänge kürzer als 380 |jL[x ist. Den ultravioletten entsprechen auf der anderen Seite des Spektrums die langen, wenig brechbaren, wärmespen- denden ultraroten Strahlen. Die ultraroten haben das größte, die ultravioletten das geringste Durchdringungs vermögen.

Am längsten bekannt sind die Wirkungen des Lichtes auf die Pflanze. Nur unter dem Einfluß des Lichtes vermag das Chlorophyll die Kohlensäure der Luft zu zerlegen, nur unter

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dem Eiufluß des Lichtes bildet die Pflanze Clilorophyll. Das Licht hat auch richtende Wirkung auf die Pflanze, die dem Licht zustrebt, deren Blüten sich im Lichte öffnen und deren Blätter sich nach dem Lichte richten. Die gelbroten Strahlen bewirken die Kohlensäure-Zerlegung, die violetten sind die richtenden. Dem Chlorophyll der Pflanzen entspricht der Blutfarbstoff bei Mensch und Tier. Bekannt ist die in der langen Polarnacht entstehende und gefürchtete Polar-Anämie, die sich in gelb- grauer Gesichtsfarbe, Mattigkeit, Reizbarkeit usw. äußert. Wir wissen heute, daß das Licht für die Blutbildung von direkter Bedeutung ist. Andere Lichteinflüsse auf den Menschen sind auch längst bekannt, z. B. verhält sich das Wachstum der Nägel im Winter zu dem im Sommer wie 100 : 125 ; dazu kommen die enormen psychischen Einflüsse von Licht und Farbe, die sich Züchter und Tierhalter schon lange zunutze machen. Die Licht- wiikung auf die Haut, das Verbrennen, wurde vielfach auf die Wärmewirkung bezogen; durch den Dänen Fin sen ist die rationelle Benutzung des Lichtes für die Heilkunde ermöglicht. Durch die Finsensche Schule ist auch erst einwandfrei die bakterientötende Wirkung der violetten und ultravioletten Strah- len nachgewiesen. Ein bedeutender Fortschritt ist die Ent- deckung der photodynamischen Substanzen durch Tapp einer. Ähnlich wie die photographische Platte durch Zusatz bestimmter Stoffe lichtempfindlicher gemacht werden kann, gibt es Stoffe (fluoreszierende), welche die Lichteinwirkung auf lebende Zellen vermitteln, auf die Licht allein wirkungslos ist. Damit in Zu- sammenhang scheint die erfolgreiche Behandlung von Pocken- kranken mit rotem Licht usw. zu stehen. Schließlich spielt auch das Leuchten in der Biologie eine bedeutende Rolle. Es gibt leuchtende Blätter, leuchtendes Holz, leuchtendes Fleisch, Meer- leuchten usw. Immer handelt es sich um leuchtende kleinste Lebewesen, häufig um leuchtende Bakterien. Sie sind, wie Mo lisch gezeigt hat, so verbreitet, daß etwa ^/i aller Fleisch- proben unter entsprechenden Bedingungen von selbst zu leuchten beginnen. Wie harmlos sie sind, zeigt die Tatsache, daß auch Austern, die doch roh genossen werden, nicht selten leuchten. Die biologischen Lichtversuche geben die Grundlage für die hygienische Forderung nach reichlichem Licht, die in unseren Großstätten mit ihrer Lichtnot besonders berechtigt ist.

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XII. Sitzuug vom 23. Februar 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch. Dr. F. Dreverraann spricht über: „Die Entstehung der Versteinerungen und ilir Vor- kommen in den Erdschichten".

Der Redner gibt zunächst eine Erklärung des Wortes „Versteinerung". Man bezeichnet jetzt ganz allgemein mit die- sem Namen Reste von Tieren oder Pflanzen, die zu einer Zeit lebten, welche vor dem Beginn der Jetztzeit lag. Nicht nur in „Stein" umgewandelte Überreste erhalten also diesen Namen, sondern z. B. auch das Mammut, das mit Fleisch, Haut und Haaren im Eise Sibiriens erhalten blieb. Eine Versteinerung braucht aber durchaus nicht von einem Tier herzurühren, wel- ches jetzt gänzlich ausgestorben ist; wir kennen z. B. Reste des Auerochsen, des Rentiers, des Lemmings u. s. w., die als echte Versteinerungen zu bezeichnen sind, weil sie in Schichten gefunden werden, die in der Eiszeit abgelagert wurden, also vor Beginn unserer Zeit. Anderseits aber nennt man Reste von manchen Tieren, wie z. B. vom Rieseualk, der Seekuh und ande- ren, nicht Versteinerungen, weil die Tiere erst in geschichtlicher Zeit ausstarben, resp. ausgerottet wurden. Unsere Überliefe- rungen sind lückenhaft, und zwar kennen wir weit weniger Landtiere als Wasserbewohner, weil auf dem Festlaude unter den gewöhnlichen Bedingungen jeder tierische Rest schnell ver- west. Dies erschwert die Erkennung des Zusammenhangs der verschiedenen Formen. Weiter müssen wir berücksichtigen, daß uns nur die harten Teile, also die Knochen und Zähne der Wirbeltiere, die Schalen der Muscheln u. s. w. vorliegen und daß die für den Zoologen so wichtigen Weichteile vollkommen fehlen.

An der Hand einer Übersichtstabelle wird dann die Ein- teilung der unendlich langen Erdgeschichte besprochen, wie sie von den Geologen festgestellt worden ist. Hier sind die Ver- steinerungen das einzige Mittel zur Erkennung des relativen Alters einer Schicht ; das absolute Alter werden wir immer nur schätzen können, da wir die Bedingungen nicht kenneu, unter denen in den verflossenen Jahnnillionen die Erde sich befand. Die Versteinerungen sind auch das einzige Hilfsmittel, um zu erkennen, ob zu einer bestimmten Zeit an irgend einer Stelle

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die Wogen des Ozeans alles bedeckten, ob ein warmes oder kaltes Klima herrschte; ja die Paläontologie versucht sogar die Meerestiefen festzustellen, die zu den verschiedensten Zeiten auf der Erde herrschten. Nie war die ganze Erde vom Meere bedeckt; einmal hier, einmal da trat es aus seinen Küsten und brach weit in das Land ein. Immer ganz allmählich erfolgte ein solches Unteiiauchen des Festlandes; Meerestiere fanden ihr Grab da, wo früher Wälder rauschten. Dann hob sich der Boden des Meeres wieder heraus, und in dem verfestigten Schlamm finden wir heute die Reste der Bewohner der Fluteu. Denn das ist ein Satz, der feststehen muß: Wo wir Versteinerungen von Meerestieren findeu, da stand einmal das Meer; und wenn wir eine Lage von Meeresmuscheln finden, darüber eine mit Süßwasserbewohnern und dann noch einmal eine solche mit marinen Resten, dann ist hier das Meer eben zweimal gewesen, und dazwischen lag eine Zeit, in der das Land aus dem Ozean herausgetreten war.

Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise eines Geologen schildert der Redner drei Exkursionen, eine in die Eifel, eine in das Herz von Schwaben und die dritte nach Flörsheim. Auf der ersten sammelt der Geolog auf einem uralten Korallen- rilfe die zahlreichen Tiere, die zu einer Zeit hier lebten, als es noch keine Menschen, ja keine Säugetiere, Vögel, Reptilien und Lurche gab, als eigenartige Fische die höchststehenden Wesen waren. Die zweite Exkursion führt nach Holzmadeu, dem all- berühmten Fundort zahlreicher Ichthyosaurier und Meereskroko- dile, prächtiger Seelilien und Ammonshörner, wunderbar erhal- tener Fische und anderer Tiere. Einige Neuerwerbungen des Museums zeigen die hervorragende Erhaltuugsart, als Glanz- stück darunter das beste bisher überhaupt gefundene Exemplar eines LMhyoscmrus mit dem Abdruck der Hautbekleidung, an dem besonders die hohe dreieckige Rückenflosse und die halb- mondförmige Schwanzflosse in die Augen fallen. Die dritte und letzte Exkursion zeigt den großen Kalkbruch bei Flörsheim, wo die Versteinerungen beweisen, daß hier zur Tertiärzeit ein lang- sam sich aussüßender, abgeschlossener Salzwassersee bestand, in den von dem umliegenden Festland bei Überschwemmungen Landschnecken, Knochen von Landtieren u. a. hineingespült wurden.

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XIII. Sitzung vom 2. März 1907.

Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch.

Der Vorsitzende begrüßt Prof. Dr. Ernst Häckel aus Jena, korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft, der dem Vortrage seines Assistenten Prof. Schnitze beiwohnen wollte und am Vormittag den Neubau an der Viktoria-Allee in allen seinen Einzelheiten genau besichtigt hatte, um darin An- regung und Winke für das Phylogenetische Museum zu finden, das in Jena für die umfangreichen Sammlungen Hack eis ge- plant wird. Prof. Häckel dankt für den herzlichen Empfang und spricht der Gesellschaft seine volle Anerkennung über den schönen und zweckmäßigen Museumsbau aus, dessen Besich- tigung für ihn außerordentlich wichtig und lehrreich gewesen sei.

Dann spricht Prof. Dr. L. S. Schnitze, Jena, den der Vorsitzende auch als alten Bekannten und Freund auf das wärmste willkommen heißt, über: „Die Ethnologie der Kalahari und ihrer Grenzgebiete."

Der Vortragende gibt einen Überblick über die Bevöl- kerung Südafrikas im Bereiche der Kalahari und ihrer Rand- gebiete, betrachtet vom Gesichtspunkte der Abhängigkeit des Völkerlebens von den Faktoren der geographischen Lage, des Klimas und des Landreliefs. Ein Vergleich der Bantustämme im Westen mit denen im Osten der Kalahari ergab einen großen Unterschied in der Kulturhöhe der Ovambo und Herero einer- seits, und der Betschuaneu anderseits. Die kulturelle Rück- ständigkeit der ersteren ist sicherlich zum großen Teile auf die Unzugänglichkeit der Küsten und den Küstenstrich zurück- zuführen, der fast die ganze Westküste des außertropischen Südafrikas einfaßt. Anderseits haben sich die Betschuaneu, deren Land wahrscheinlich noch in älterer Zeit den Kultur- einflüssen zugänglich war, nach mehrfachen Richtungen hin als der Kultur genähert zu erkennen gegeben. Ln westlichen Randgebiet der Kalahari ist die Abhängigkeit der Lebens- führung und politischen Organisation der Stämme von der Nieder- schlagsmenge und Bodengestaltung ihrer Heimatländer besonders klar nachzuweisen. In der zentralen Kalahari selbst erweisen sich die Eingeborenen (Bakalahari) trotz der ungünstigen Wasserverhältnisse, die diesen Teil Südafrikas zu dem uuzu-

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gäDglichsten und unwirtlichsten Gebiet gemacht haben, doch unverkennbar als Außenposten eines fest ansässigen Hirten- und Ackerbauvolkes, das am Ostrand der Kalahari große Gebiete mit Kafferkorn bepflanzt und seine üppigen Weidefelder für umfangreichen Herdenbetrieb ausnützt. Im schroö'en Gegensatz zu diesen hochentwickelten Bantustämmen stehen die Reste der ältesten Urbevölkerung Südafrikas, die Buschmänner. Der Vor- tragende schildert das Leben des Buschmannes in erster Linie vom Gesichtspunkte des harten Daseinskampfes aus, der diesen lebendigen Zeugen aus der Urgeschichte der Menschheit den Weg zu jeder Kulturentwickluug verlegt hat. Der Kampf mit den eindringenden Hirtenvölkern führte zu einer in unversöhn- lichem Haß unaufhaltsam fortschreitenden Vernichtung.

XIV. Sitzung vom 9. März 1907.

Festsitzung zur Erteilung des Tiedemann-Preises. Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch.

In dem mit der Büste Tiedemanns und mit frischem Grün geschmückten Saale eröffnet der Vorsitzende die Fest- sitzung mit einem kurzen geschichtlichen Überblick.

Friedrich Tiedemann, geboren am 23. August 1781 zu Kassel, studierte seit 1798 in Marburg, Würzburg und Paris und ward 1806 Professor der Anatomie und Zoologie in Landshut, 1816 Professor der Physiologie und Anatomie in Heidelberg. Schon in den ersten Jahren nach Gründung der Senckenbergi- schen Naturf ersehenden Gesellschaft, am 14. Juni 1820, wurde er zum korrespondierenden Mitgliede derselben ernannt und ist seitdem bis zu seinem am 22. Januar 1861 in München er- folgten Tode in engen Beziehungen zu der Gesellschaft geblieben. Ende 1849 zog sich Tiedemann von dem akademischen Lehr- amte zurück, nachdem im badischen Aufstand sein ältester Sohn Gustav Nikolaus als Kommandant von Rastatt am 11. August 1849 standrechtlich erschossen worden und seine beiden jüngeren Söhne mit Weib und Kind nach Amerika geflüchtet waren. Er siedelte nach Frankfurt über und hat hier Ruhe und Trost in seinem Leid in dem wissenschaftlichen Verkehr mit den aus- gezeichneten Männern der Senckenbei'gischen Gesellschaft, einem Spieß, Mappes, Varrentrapp, Lucae u, a. gefunden,

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Als auf Anregung der Gesellschaft am 10. März 1854 das fünfzigjährige Doktorjubiläum Tiedemanns von den Gelehrten ganz Europas hier im „Holländischen Hof" gefeiert wurde, ist dem Jubilar eine Medaille in Gold, Silber und Bronze überreicht und gleichzeitig zu seinem Gedächtnis der Tiedemann-Preis gestiftet worden.

Seit 1875 ist dieser Preis, der aus 500 Mark und der Medaille in Silber besteht, regelmäßig alle vier Jahre am 10. März, an dem Tage der Promotion Tiedemanns, für die aus- gezeichnetste Arbeit aus dem Gebiete der vergleichenden Ana- tomie und Physiologie im weitesten Sinne einem deutschen Forscher zuerkannt worden. Acht Gelehrte sind also jetzt im Besitz des Preises, Hermann v. Meyer, Otto Bütschli, Robert Koch, Paul Ehrlich, Emil Fischer, Emil v. Beh- ring, Albrecht Kossei und Fritz Schaudinn.

Die Preiskommission hat diesmal aus den Professoren Dr. Albrecht, Edinger, Ehrlich, Lepsius, Marx, Mob ins und Reichenbach bestanden. Als Vorsitzender der Preiskommission berichtet zunächst Prof. Dr. Edinger über die Sitzungen in der Kommission und die Arbeiten, die für eine Preiserteilung in Betracht gezogen waren. Sodann übernimmt Prof. Dr. Lepsius das Referat über die preisgekrönte Arbeit. (Siehe Teil 11, Seite 113).

XV. Sitzung vom 23. Mai 1907.

Festsitzung zur Feier des 200. Geburtstages Karl V. Linnes. Vorsitzender: Dr. med. August Knoblauch.

In dem mit Pflanzengrün dekorierten Saale ist eine Aus- stellung von Bildern Linnes und seiner hervorragendsten Werke veranstaltet, unter denen namentlich eine vollständige Serie von den 13 verschiedenen Ausgaben des hauptsächlichsten Werkes von Linne „Systema naturae" auffällt. Diese wie andere seltene Bücher Linnes entstammen der Privatbibliothek des Prof. Dr. V. Hey den, der sie für die Festsitzung zur Ver- fügung gestellt hat. Auch aus der Senckenbergischen Bibliothek ist manches wertvolle Werk Linnes ausgelegt.

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Zunächst gedenkt der Vorsitzende mit kurzen Worten der Beziehungen Senckenbergs zu dem gleichaltrigen Linne. Freilich sind sich beide Männer niemals persönlich begegnet; doch bestand zweifellos ein reger geistiger Verkehr zwischen ihnen, indem Senckenbergs Vorbild für seinen zu begrün- denden „Hort US medicus" der botanische Garten der Uni- versität Upsala gewesen ist, den Linne 1742 neu angelegt hatte. ^) In allen Kulturstaaten werden heute Gedächtnisfeiern für Linne veranstaltet ; an vielen Orten seines Vaterlandes wird sein Denk- mal enthüllt; in New-York soll die schlanke Brücke über den Bronx River, die den Botanical Garten mit dem Zoological Park verbindet, in Zukunft den unsterblichen Namen Linnes tragen. Wohl hat von jeher die Botanik in erster Linie den Gefeierten für sich in Anspruch genommen ; bei der hervorragenden Bedeu- tung Linnes für die Systematik überhaupt hat indessen die Gesellschaft geglaubt, auch den Zoologen zu Worte kommen lassen zu sollen.

Prof. Dr. Möbius spricht hierauf über:

„Linne als Botaniker".

Der Vortragende beginnt mit einer kurzen Schilderung von Linnes Lebenslauf, der durch die Schwierigkeiten interes- sant ist, mit denen Linne zu kämpfen hatte, um sich ganz dem Studium der Pflanzenwelt widmen zu können. Die Liebe zu dieser war ihm angeboren und so groß, daß er auf der Schule andere Arbeiten vernachlässigte und von seinem Vater einem Handwerker in die Lehre gegeben werden sollte. In diesem Falle, wie auch später in entscheidenden Momenten, fand Linne Rettung bei einem vermögenden Gönner, so auf der Schule und auf Universität Upsala, als er ganz verarmt war. Sein zukünftiger Schwiegervater gab ihm Geld, um in Holland zu promovieren. Hier stellte ihn der Bürgermeister Cliff ort als Leiter seines Gartens an, und als er 1738 nach Stockholm zurückgekehrt war, lernte er den Reichsrat Tessin kennen, der ihm schließlich die Professur in Upsala verschaffte, die er bis zu seinem Tode (1781) inne hatte und sogar noch auf seinen Sohn vererbte. Linnes Stärke lag in dem scharfen Blick, den er für die charakteristi-

1) Siehe .Bericht" 1903, Seite 120.

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sehen Eigenschaften der Pflanzen hatte und in seinem klassifi- katorischen Talent ; ungeheurer Eifer für die Sache und großer Fleiß im Arbeiten unterstützten seine Fähigkeiten. Durch einen französischen Forscher wurde er angeregt, die Staubgefäße und Stempel als Einteilungsprinzip der Pflanzen zu verwenden und darauf ein neues System zu begründen, das er hauptsächlich während seines Aufenthalts in Holland ausbaute. Da es sich viel praktischer erwies, als alle vorher aufgestellten Systeme, eroberte es sich rasch die ganze botanische Welt und begründete den Ruhm seines Erfinders, der sehr wohl einsah, daß sein 24 klassiges, sogenanntes Sexualsystem ein künstliches und un- natürliches sei, und daß man nach einem „natürlichen" System der Pflanzen streben müsse. Das galt aber nur für die Theorie, in Wirklichkeit blieb er immer bei seinem künstlichen System. Sein zweites Hauptverdienst in der Botanik liegt in der Ein- führung der „binaeren Nomenklatur", d. h. darin, daß er jede Pflanze mit zwei Worten benannte, deren erstes die Gattung und deren zweites die Art ausdrückte, wozu dann der Name des Benenners zu fügen ist. Damit machte Linne einem un- erträglichen Zustand der Unordnung und Ungewißheit ein Ende. Eine Übersicht der gesamten botanischen Wissenschaft gab er in seiner „Philosophia botanica", die insofern als ein Machwerk in ganz scholastischem Geiste bezeichnet werden kann, als darin nicht von der Anschauung ausgegangen wird, sondern nur BegriSe herrschen. Sie dient aber dazu, um sich die Erklärungen für die vielen in der Botanik üblichen Be- zeichnungen einzuprägen, und ist offenbar auch in diesem Sinne von Goethe benutzt worden, der, ebenso wie Rousseau, eine große Verehrung für Linne besaß. Man kann sagen, daß Linne die dringenden Wünsche nach Ordnung und Be- nennung für die botanische Systematik zu seiner Zeit mit einem Schlage befriedigte, daß er sich damit seinen Ruhm und sein Verdienst erwarb. Er bildet den Abschluß einer Periode, ohne der Begründer einer neuen zu sein. Die Erforschung des eigent- lichen Pflauzenlebens, die das Ziel der gegenwärtigen Periode ist, war ihm fremd und er hat sie durch seine Abneigung gegen mikroskopische Studien eher zurückgehalten. Trotzdem wird er immer wegen der früher erwähnten Leistungen zu den be- rühmtesten Botanikern gezählt werden.

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Zum Schlüsse spricht Dr. F. Römer über „Linnes Bedeutung für die Sj^stematik".

Um die Leistungen Linnes auf diesem Gebiet recht zu würdigen, gibt Redner zunächst eine Schilderung über die Un- klarheit und Verwirrung, die zur Zeit Linnes in der zoologischen Systematik und Namengebung herrschten. Die Einteilung des Tierreiches von Aristoteles in acht Klassen, vier Klassen von Wirbeltieren und vier Klassen von wirbellosen Tieren, war seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. maßgebend. In der Benennung von Tieren und Pflanzen herrschte vollkommene Willkürlichkeit; jeder wählte die Namen nach seinem Gutdünken und in seiner Sprache. Vielfache Verwechslungen waren die Folge; eine internationale Verständigung war nicht möglich. Dieser Wirr- warr in der Benennung der Tiere ist wohl in Zusammenhang zu bringen mit der Unklarheit oder dem gänzlichen Fehlen von Vorstellungen über systematische Begriffe und deren logischen Wert. VorLinne finden wir kaum einen Versuch, die Einzel- wesen, die der Naturforscher vor sich hat, zu kleineren oder größeren Begriffen zu vereinigen. Es fehlt auch jedes Ein- dringen in das Wesen eines Tieres und jedes Suchen nach Zu- sammenhang der Organismen. Die wissenschaftliche Welt stand noch auf dem Boden des mosaischen Schöpfungsberichtes, und von Moses, der etwa 1500 v. Chr. starb, bis auf Linne, der 1707 nach Chr. geboren wurde, ist keine neue Schöpfungs- geschichte der organischen Welt aufgestellt worden, die eine bleibende Bedeutung gewann. Der Verfall der Bildung des klassischen Altertums und die siegreiche Ausbreitung der christ- lichen Weltanschauung wirkten hemmend auf die naturwissen- schaftliche Forschung.

An der Klärung dieser drei Fragen, zoologisches System, wissenschaftliche Namengebung und Schöpfungstheorie, hat Linne nicht gleich glücklich mitgearbeitet. Seine Einteilung der Wirbeltiere blieb beiden vier Klassen des Aristoteles; doch vertiefte er durch Heranziehung anatomischer und biologischer Merkmale die Charakterisierung der einzelnen Klassen. Seine Einteilung der wirbellosen Tiere in nur zwei Klassen, Insekten und Würmer, bedeutet gegen Aristoteles einen Rückschritt. Aber eine unzweifelhafte Verbesserung und ein gewaltiger Fort-

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schritt war Linnes schärfere Gliederung der Tierklassen in Ordnungen. Gattungen und Arten. Dazu führten ihn sicherlich seine Vorstellungen und Gedanken über den Artbegriff. Freilich hat Linne auch hierin nichts neues gebracht, denn mit seiner Definition der Arten „tot sunt species diversae, quot diversas formas ab initio creavit infinitum ens" stellte er sich auf den Boden des mosaischen Schöpfungsberichtes. Man muß es als ein besonderes Glück ansehen, daß Linne diese Ansicht von der Unabänderlichkeit der Art hatte, denn sonst wäre er nicht zu einem so folgerichtig und logisch vollendeten System ge- kommen. Die Konstanz der Art ergab für ihn die Möglichkeit und zugleich die Notwendigkeit ihrer einheitlichen Benennung. Den Mangel einer wissenschaftlichen Artbenennung hat Linne zum erstenmal gefühlt, als er 1732 von seiner Reise nach Lappland zurückkehrte und der wissenschaftlichen Welt Rechen- schaft über die dort gesammelten, vielen, neuen Pflanzen- und Tierarten geben wollte. Die Notwendigkeit einer exakten Art- beschreibung und Namengebung betont er zum erstenmale 1737 in seiner Schrift „Critica botanica'', einer Kampfschrift gegen die damals üblichen, langatmigen Beschreibungen und langen Namen der Pflanzen.

Linnes großes Verdienst bestand in der Aufstellung kurzer und klarer Diagnosen, in denen die wesentlichsten Merk- male einer Art übersichtlich aufgestellt sind, und in der Ein- führung der binaeren Nomenklatur, einer festen, sicheren Be- nennung der Art durch zwei lateinische Namen, für die Gattung und für die Art. Der Artname, etwa dem Taufnamen ver- gleichbar, dient zur gemeinschaftlichen Benennung der Einzel- wesen, die sich in allen hauptsächlichsten Eigenschaften gleich sind und nur in kleinen, nebensächlichen Merkmalen abweichen. Der Gattungsname, etwa dem Familiennamen entsprechend, drückt die gemeinsame Bezeichnung für eine Reihe von sich nahestehenden Arten aus. So sind z. B. Felis leo (der Löwe), Felis tigris (der Tiger), Felis lynx (der Luchs), Felis domestica (die Hauskatze) verschiedene Arten derselben Gattung Felis. Sodann ordnete Linne alle bis dahin bekannten Tier- und Pflanzenarten zu einem übersichtlichen Fachwerk an, in das sich neue Arten leicht an der richtigen Stelle eintragen ließen. Linnes Vorgehen fand bei den Zoologen eine ungeteilte Auf-

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nähme und alsbald erschienen zahlreiche Arbeiten, die in ver- schiedenen Tiergruppen die binaere Nomenklatur anwandten. Der Wert dieses Systems liegt ja auch klar auf der Hand.

Linne hat viele Jünger der Biologie zugeführt. Zu seiner wissenschaftlichen Bedeutung kam noch der Zauber seiner Persönlichkeit und sein enthusiastischer Eifer für die Arbeit. Selbst das schwedische Königshaus beteiligte sich an der Natur- forschung und besaß umfangreiche Sammlungen. Wenn auch die Nachfolger Linnes in der Beschreibung neuer Arten auf- gingen und eine Speziesmacherei ohne tieferes Eindringen be- trieben, so darf man die Schuld dafür dem Meister selbst nicht beimessen. Freilich entstand daraus teilweise eine Verachtung der Systematik, die bis fast auf unsere Zeit angehalten hat.

Aber die moderne Zoologie mit dem unglaublichen An- schwellen des Materials und der neuen Tierarten hat die Notwendigkeit exakter Bestimmungen und systematischer Forschungen wieder zur Anerkennung gebracht.

Wenn wir heute auch eine andere Auffassung von der Art haben, als Linne vor 150 Jahren und die Art von viel höheren Gesichtspunkten betrachten, so stehen wir doch jetzt noch auf dem Boden der Linne sehen Nomenklatur. Die Deutsche Zoologische Gesellschaft hat im Jahre 1894 Regeln für die wissenschaftliche Benennung der Tiere herausgegeben, die voll- ständig auf Linne fußen und in den letzten Jahren nach Vereinbarung auf Kongressen international angenommen worden sind. Die wichtigste Bestimmung darin ist das Prioritätsgesetz, welches bestimmt, daß der zuerst aufgestellte Name eines Tieres, wenn er von einer erkennbaren Beschreibung begleitet ist, angenommen werden muß. Als Ausgangspunkt für diese Be- nennung gilt die 10. Ausgabe von Linnes „Systema naturae", in der er 1758 zum erstenmal seine binaere Nomenklatur durch- führte. Jede Tierart erhält daher den binaeren Namen, den ihr Linne 1758 oder ihr erster Beschreiber nach ihm gegeben hat. Alle späteren Namen werden als Synonyma zu dem giltigen Namen aufgeführt. Die strenge Durchführung dieser Regel hat „Systema naturae" zu einem Fundamental werk für die systematische Zoologie gestempelt, auf das jeder Bearbeiter zurückgreifen muß. Im Jahre 1894 hat die Deutsche Zoologische Gesellschaft einen Neudruck dieses wichtigen Werkes heraus-

geben lassen. Alle vor Linne erschienenen zoologischen Werke sind aber dadurch wertlos geworden, während die nach Linne herausgegebenen Arbeiten, die in bestimmten Gruppen die neue Nomenklatur einführeu, sehr hoch im Preise stehen.

Gewissermaßen als neue Ausgabe von L i n n e s Systema naturae" ist das „Tierreich" der Deutschen Zoologischen Ge- sellschaft gedacht, das eine Kennzeichnuug aller lebenden Tierarten bringen soll. Für dieses war also Linne überall der Ausgangspunkt. Während aber „Systema naturae" in der 13. Ausgabe 10 Bände umfaßte, wird das Tierreich wahrscheinlich mehrere hundert Bände stark werden. Auch die Botanik ist mit einem ähnlichen Werk „Das Pflanzenreich" neuerdings der Zoologie gefolgt.

So steht die heutige Systematik auf den Schultern Linnes und hat die von ihm eingeführte Beuennungsweise zu Regeln für die wissenschaftliche Namengebung ausgebaut. Daher ist es wohl berechtigt, des großen Systematikers, dessen Name mit dem eines Cuvier und Darwin in goldenen Lettern an der Fassade unseres neuen Museums aufgeschrieben steht, an seinem 200. Geburtstage in Dankbarkeit zu gedenken.

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Geschenke für die Ausstattiiiig: des neuen Mnsenms.

In hochherziger Weise sind uns zum Schmuck der Ver- waltungsräume in unserem neuen Museum Geschenke von lier- vorragendem künstlerischem Wert überwiesen worden :

Von T. H. Voigt, Hofphotograph Sr. M. des Kaisers und Königs (Inhaber W. Ha tzig- Voigt), Frankfurt a. M.-Homburg V. d. H., nach seinen Originalaufnahmen : Zwei gerahmte Kohle- drucke Seiner Majestät des Kaisers (Größe 1, 13 X 0,83m) und Ihrer Majestät der Kaiserin (Größe 1,48X 1,10m), bestimmt für das Sitzungszimmer der Direktion.

Von der Administration der Dr. Senckenbergi- schen Stiftung: Die Kopie des großen, im Besitz der Stiftung befindlichen Ölgemäldes von Johann Christian Sencken- berg, gemalt von Tischbein im Jahre 1771^), von Professor Erich Koerner, in Rahmen, bestimmt für das Sitzungszimmer der Verwaltung.

In sinniger und pietätvoller Weise hat uns Frau Johanna Ziegler die Decke des Sitzungszimmers zur Erinnerung an ihren am 15. September 1902 verstorbenen Gatten, unser hoch- verdientes Verwaltungsmitglied Prof. Dr. Julius Ziegler, malen lassen. Das Deckengemälde ist die vergrößerte Kopie des Blütenkranzes, den sich Ziegler nach seiner genauen Angabe an die Decke seines Arbeitszimmers malen ließ, nach- dem im Jahre 1891 seine „Pflanzenphänologischen Beobach- tungen zu Frankfurt am Main" in unserem Bericht erschienen waren. Eine zweiunddreißigjährige, sorgfältige Beobachtung der

^) Vgl. E. Roediger „DiePorträtsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung«. Bericht 1898 Seite 125.

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verschiedenen Vegetationsstufen unserer heimischen Pflanzenwelt liegt dem Gemälde zugrunde, das Ziegler „Pflanzeuuhr" zu nennen pflegte.^) Wie im Laufe des Tages die Ziffern der Uhr die Stunden bezeichnen, so sind die Zeiten des Jahres durch die Entwicklungsstufen gewisser Pflanzen charakterisiert.

In der Mitte des Kreises strahlt die Sonne mit der Magnet- nadel. Der Jahreskreis ist in zwölf Monate eingeteilt ; die Eis- schleife im Januar verbindet den Winter mit dem Frühling. Die Zeit des ersten Erscheinens der Schmetterlinge und des Kommens und Gehens der Schwalben ist auf dem Bilde an- gedeutet.

Die vier Landschaften aus Z i e g 1 e r s Beobachtungsgebiet, welche die Eckwinkel ausfüllen, sollen die Jahreszeiten versinn- bildlichen. Auf dem Frühlingsbilde sehen wir die Sachsen - häus er Warte inmitten blühender Obstbäume und jugendlichen Buchengrüns. Im Vordergrund steht ein biederer Sachsen- häuser mit seinem Dachshunde. Das Sommerbild zeigt Kron- berg im Taunus mit der alten Burg; nach rechts hin be- merkt man eine üppige Edelkastanie und die Villa Reiß, an deren Stelle jetzt Schloß Friedrichshof steht. Die Herbstland- schaft zeigt uns von Bergen aus mit seinen Zwetschenbäumen und seinem Weinbau den Blick auf die Höhen des Taunus, auf Feldberg und Altkönig. Links grüßt unser altehrwürdiger Pfarrturm. Der Winter führt uns nach Rödelheim. Das Haus links von der Brücke, genannt „Zum Stern", war Eigentum der Großeltern Zieglers. Links ist das Rabenwäldchen, im Hintergrund wieder der Taunus.

Die Namen der zum Kranze verwendeten Pflanzen sind nachstehende :

Januar: Haselnuß.

Februar: Winterling, üartenscbneeglöckchen, Schwarzerle.

März: Frühlingsknotenblume, gelber Sah-an, Leberblümchen, Seidel- bast, gelber Hartriegel, Buschwindröschen, Waldschlüsselblume, Sahlweide, hohlwurzeliger Lerchensporn.

April: Mandel, Roßkastanie, Aprikose, Muskathyazinthe, Johannis- beere, spitzblätteriger Ahorn, weiße Birke, Süßkirsche, Schlehe, goldgelbe Johannisbeere, Pürsich, Buche, Zwergmandel, traubiger Hollander, kleinblät- terige Linde, Apfel, tatarisches Geißblatt, weiße Narzisse, Syringe.

i)Vgl. Bericht 1903 Seite 174*.

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Mai: Maiblume, Besenginster. Sauerdorn, Vogelbeere, gemeines üeiß- blatt, Goldregen. Weißdorn, Quitte, weißer Hartriegel, Wiesensalbei. Pfingst- rose, schwarzer Hollunder. Tollkirsche, unechte Akazie, roter Hartriegel, Gartensalbei.

Juni: Fingerhut, Hundsrose. Gartenrose, Walderdbeere. Süßkirsche, gemeine Eainweide. Johannisbeere, Edelkastanie, tatarisches Geißblatt, weiße Lilie, Himbeere, Stachelbeere.

Juli: Trompetenbaum, weißer Hartriegel, gemeines Geißblatt, Winter- roggen, Hasenlattich, Schneebeere, Tollkirsche, Saathafer, zweizeilige Gerste, Vogelbeere, Winterweizen, Aprikose, syrischer Eibisch, Goldrute.

August: Schwarzer Hollunder, Mirabelle, Reineclaude, Sternblume, roter Hartriegel, Sauerdorn, Eibe, weiße Funkie, Zwetschc, Schneeball, Herbstzeitlose.

September: Gemeine Rainweide, Haselnuß, Pfirsich, Buche, Roß- kastanie, Pfaffenhütchen, Edelkastanie.

Oktober: Tulpenbaum, Bergahorn, großblätterige Linde. Johannis- beere, weiße Birke, Buche, Roßkastanie, Weinrebe.

November: Stieleiche, Süßkirsche, Weinrebe.

Dezember: Wohlriechende Winterblume.

Zum Sclimuck der Eingangshalle des neuen Museums stiftete Baurat L. Nelier ein großes Medaillon mit dem Porträt Senckenbergs, modelliert von H. Beiz und in Kupfer ge- trieben von G. Kuodt, das über dem mittleren Bogen der drei- teiligen Halle unter der Haupttreppe angebracht wurde.

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JInseiimsbericIit.

1. Zoologische Sa mm lung. 1. Säugetiere.

Wie schon in dem Jahresbericht des zweiten Direktors erwähnt wurde, hat die Säugetiersammlung dadurcli eine große Bereicherung erfahren, daß Baron und Baronin von Erl anger in Niederingelheim die bisher fertig gestellten biologischen Gruppen, die ihr verstorbener Sohn Carlo aus seiner großen abessinischen Reiseausbeute für unser Museum bestimmt hatte, überreichten. Diese Stücke werden gewiß hervorragende An- ziehungspunkte für unsere Schansammlung sein. Sie haben für unser Museum noch besonderen wissenschaftlichen Wert da- durch, daß sie eine wichtige Ergänzung des von E. Rüppell vor achtzig Jahren in Nord-Ostafrika erbeuteten Materials bilden. Die wissenschaftiche Bearbeitung der Er langer sehen Säugetiere steht noch aus; daher wird auch die Aufzählung der genauen Namen der geschenkten Tiere bis dahin verschoben.

Ein weiteres Prachtstück für die Schausammlung ist die von Dr. Arthur Weinberg in hochherziger Weise geschenkte Gruppe der Gorillafamilie, die von F. Kerz, Inspektor am Kgl. Naturalienkabinet in Stuttgart, in meisterhafter Weise modelliert und montiert wurde. Die wissenschaftliche Be- arbeitung dieser Gruppe mit Bild wird ein späterer Bericht bringen.

Geschenke: Frl. Paula Meyer: Bassaris astuta Licht. Mexiko.

Neue Zoologische Gesellschaft: Cynomys Indovi- cianus (Ord.) $ Nordamerika; Cervns siJxa Temm. et Schleg. neu- geboren.

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R. Steltzner (Chr. Enders Nachf.); Lepiis variabilis L. aus der Umgebung von St. Petersburg : L. cunicuhis L. schwarze Varität von Seligenstadt in Hessen.

A. Andreae- von Grunelius: Geweih von Cervus aristotelis Cuv. : Gehörn von Capra spec, in Assuan gekauft.

Frau Konsul Eben au: Gehörn mit Schädelbasis von Bnhalus caffer L., Deutsch Ost-Afrika.

Kauf: Neue Zoologische Gesellschaft: Ateles atcr F. Cuv.; Nydipithecus trivirgatus Gray $ von Süd- Amerika; Lemur macaco L. <? von Madagaskar; Nycticchiis tardigradus L. c? Java; Felis leo L. c? (1893 hier im Zoologischen Garten geboren); Canis aureus L. <? Indien; Trichosurus fuliginosus Ogilby (^ Tasmanien; Dasyurus viverrinus Shaw Australien; CephalolopJms rufikdus Gray d" W. -Afrika; C. maxwelli H. Smith $ W.-Afrika; Cricetomijs gamhianus Waterh. $ West- Afrika.

Aug ustGör ling, Katoomba (Australien) : 3 MyrmecoUus fasciatus Waterh. Australien.

J. M enges, Limburg a. d. L. : Macropus ruf us Desm. subspec. occidentcdis Cahn (Typus) $ West-Australien, beschrieben im „Zoologischen Garten" 1907 Seite 3.

0. Fritsche, Taucha: Mesocricetus newtoni Nehring Rumänien.

H. Rolle, Berlin: Tupnja minor Günth. ; Gymnura gym- nura Raffl., Malacca; llerpestes gracilis Rüpp., Abessinien ; Tamandua telradactyla L., Brasilien; Nanosciurus wJiiteheadi Thomas, N. Borneo; Gariacus ruf us, Brasilien und Schädel von Procyon cancrivorus Desm. Brasilien.

Eidgenössische Ornithologische Kommission, Ölten: Talpa scalops Schulze; Crossopus fodiens Pali.; Groci- dura russtäus Herm,; Mustela nivalis L. ; Sciurus vulgaris L. (forma vallembrosa Toscana) ; Myoxus glis italicus Barr. Hamilton ; Microtus amplühius L. ; M. suhterraneus Selys ; M. savü Selys ; Mus sylvaticus princeps B. H. ; M. ivintoni Barr. Hamilt.

Wissenschaftliche Benützung: W. H. Osgood aus Washington studierte die Affen unserer Sammlung und entlieh Myodes alhigularis Rüpp. Originalexemplar. (Bereits zurück- geliefert.)

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Die Lokalsammlung.

Der Geweihsammlung ist wiederum eine große Bereicherung dadurch zu Teil geworden, daß Frau Paul ine B rönner, geb. Gold Schmidt die Sammlung ihres verstorbeneu Gatten, des Fabrikanten Johann Georg Hugo B rönner, geschenkt hat. Die Geweihe, 330 Rehgeweihe und 90 Hirschgeweihe, stammen sämtlich aus dem Taunus und sind von Julius, Robert und Hugo B rönner selbst in den letzten 60 Jahren gesammelt worden. Sie werden nicht nur an sich eine Vermeh- rung unserer noch sehr jungen Geweihsammlung bilden, sondern auch von großem wissenschaftlichem Wert sein, da sie ein Bild von der Entwicklung der Geweihe der Taunushirsche und -Rehe geben.

Wir möchten aber, wie in früheren Jahren, unsere jagd- ausübenden Mitglieder und Freunde um ihre Mithilfe an der weiteren Vermehruug der Geweih- und Gehörnsammlung bitten.

Geschenke: Seine Durchlaucht der Fürst zu Leinin- gen: Sus scrofa L. $, prächtiges, starkes Tier und verschiedene Frischlinge.

Robert de Neufville: Gervus elaphus L. i^ aus dem Taunus.

Konrad Lussmann: Gervus elaphus L. <^,

W. Reumann: Ganis vulpes L. d^.

Förster L. Bud de, Schwanheim: Ganis vulpes L. $ juv. ; Mus minutus Pali., 3 Nester mit nackten Jungen aus dem Schwanheimer Wald.

Direktor W. Drory: Ganis vulpes L. <?,

Lehrer Hans Horn: Muscardinus avellanarius L. gefangen am Altkönig.

Verwalter Karl Thomas: Sciurus vulgaris L.; Mus decu- manus Pali, mit Bandwürmern.

2. Vögel.

Von der von Herrn L. Witzel in Rumänien im vorigen Jahr geschenkten Sammlung rumänischer Sumpfvögel wurde eine größere Zahl gestopft. Die hauptsächlichste Vermehrung der Vogelsammlung erfolgte durch eine Kollektion von 170 Kolibris in 74 Arten, meist J", $ und Jugendformen von jeder Art. Die Kolibris stammen aus der Sammlung von 0. T.

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Baron in Oberglogau und gelten für die besten präparierten Kolibris. Sie sind ein Geschenk des Sektionärs an unsere Ge- sellschaft.

Geschenke: Robert de Neufville: Oreotrochilus chimhorazo (Del. & ßourc.) c/ $ und juv.; 0 . inchincliae (Bourc. &. Muls.) c? $ und juv.; Steganura solsüUalis Gould c? $ und juv.; S. underivoodü (Less.) c? %\ Bamphomicron stanleiji Bourc. & Muls. ^ $ u. juv. ; R. herrani Del. et Bourc, <? $ : Patagona gigas (Vieill.) J" $ und juv.; Aglaeadis ciipreipennis Bourc. & Muls. c? % und juv.: Eriocnemis smaragdinipectus Gould d^ $; E. luciani (Bourc.) c?; Panoplites matheiusi (Bourc.) ^ $ und juv.; Myrtis fannyae (Less.) c? $ und juv.; Petasophora cyanotis (Bourc.) c? $; Pterophanes tem- minclä Gould d^ $ und juv. ; Diplogaena Iris (Gould) c? $ und juv.; D. hesperus (Gould.) c? $ und jur. : Lesbia vktoriae (ßourc. & Muls.) c? $ und juv. : L. goiddi (Lodd.) d^ $ und juv. ; MetaUura tyrian- thina (Lodd.) c? $ und juv. ; M. haroni Salv. c? $; Heliotrypha viola Gould c? $ und juv. ; H. micrastur (Gould) ^ $; Ädelomyia melano- gcnys (Fräser) c?; A. macidata (Fräser) d^; Damophila jtdiae Bourc. c?; Etdoxeres aquila (Bourc.) c?; jE. lieterura Gould c? Pygmornis griseigidaris Gould c? ; Phaethornis yaruqui (Bourc.) <^ P. emiliae (Bourc. & Muls.) d* $; P. syrmcdopJiorus Gould ^ $ Phaeolema aequitorialis Gould c? $ ; Ägyrtria viridiceps (Gould) c? Pygmornis striigularis Gould <? ; Schistes geoffroyi (Bourc. & Muls.) c? $; Hemistephania longirostris Salv. <? $; Thalurania nigrofasciata (Gould); Prymnacantha popdairii Cab. & Heine c? $; Urochroa hotigueri (Bourc.) c?: Ägyrtria fliiviatilis (Gould) d'; Helianthca lideüae (Del. & Bourc.) c? von Ecuador; Ägyrtria tacsanoivsläi (Sd.) c? $ von Maranon; Acestrura mulsanti (Bourc.) c? $ u. juv.; Amazüia leucophaea Reich. c?$; Aglaeadis cupreipennis (Bourc. & Muls.) <? $ und juv.; A. aliciae Salv. d^ $ und juv.; Acestrura micrura (Gould) d* $ und juv. ; Lesbia goiildi gracilis Reich. <? $ und juv. ; Thaumastura cora Less. & Garn, d* $ und juv. ; Chaeto- ccrcus homhus Gould $ ; Lampropygia cohimbiana Elliot d" ; Phae- thornis gayi (Less.) d*?; Petasophora iolata Gould, d^ $ u. juv. ; Eriocnemis dyboivskii Tacz. d* ; Ilhodopis baroni Salv. d' $ ; Metal- liira opaca (Tsch.) d"; Lodcligesia mirabilis (Bourc.) d* $ und juv. von Peru; Calypte costae (Bourc.) d*; G. annae (Less.) d^ $ u. juv.; Trochilns alexandri Bourc. & Muls. <? ^ und juv. ; Sdasphorits rufus (Gm.) d' $ und juv.; S. allcni Heush, d" $ und juv.; Stellula calliope

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Gould c? von Kalifornien ; Amasilia herylUna Licht c? $ imd juv. ; Lamprolaema rhami Gould c? $ und juv.; Coeligena demenciae (Less.) <? $ und juv.; Atthis hdoisae Less. & Del. c? % und juv.: Eupherusa poliocerca Elliot c? $ und juv.; PetasopJiora thalassina (Sw.) c? $ und juv.; Basilmna leucotis (Vieill.) c? $ und juv.; Eugenes ftdyens (Sw.) <? ^ und juv. ; Belattria margarethac Salv. & Godm. c? $ und juv.; Chlorostilhon auriceps Gould c? $ und juv.; Jadie nitida Salv. & Godm. c? ; Amazilia cinnamomea (Less.) c? von Mexiko ; Erithacus rubecula superhus c? ^ ; GardiieUs cardudis parva <? ^ ; Fringilla teydea W, u. B. c? $ ; Caccabis petrosa hoenigi c? $ von Santa Cruz, Tenerife ; Pyrrhocorax graculus (L.) Palma, Hoya grande und Scolopax rusticola L. <? Taunus.

Neue Zoologische Gesellschaft: Turdus leiico- mdas Vieill. $, S.-Amerika ; 5p«>a c?m L. c?, N. -Amerika ; Poe- phila gouldiae Gould c? ; P. acuücauda liechi Heinroth ; Amaäina flaviprymna Gould, Australien ; Estrelda amandava L. c?, Indien ; Agapornis pullaria (L.), W.-x\frika; ^n?ea dnereah. $; Dendro- cygna javanica (Horsf.), Java; Branta magellanica Gray juv. (6 Tage alt).

Lehrer H. Otto, Mors: 3 Eier von Gorvus corone L. und 1 Ei von Syrnium aluco L. aus einem Nest (beschrieben in der „Deutschen Jägerzeitung" Nr. 14 Band 47 1906 von H. Otto).

August Ladenburg: Phasianus coldiicus L. J, hahnen- fedrig.

Seine Durchlaucht Fürst H o h e n 1 o h e - Ö h r i n g e n , Her- zog von Ujest, Slavenitz: Phasianus torquatus Gm. c? und $.

R. Steltzner (Chr. Enders Nachf.): 3 Nester der indi- schen Salanganenschwalbe, CoUocalia esculenta (L.)

Dr. E. Wolf (von seiner Nordseereise 1906): Uria lomvia L., Nestvogel.

Tausch: Museum für Naturkunde in Mannheim: Attagis gayi Less., Peru.

Kauf: Neue Zoologische Gesellschaft: Geranaetus mdanoleucus (Vieill.), Chili; Calloecpludon galeatuui (h-dth.) ^ $, Australien ; Cariama hiirmeisteri Hartl. d*, Argentinien ; Branta magellanica Gray $ juv. (2'/2 Monate alt); FuUgida ynarila L. 6 ad und juv.

W. Jamrach, London : Mesia argentauris Hodgs. c?: 2 Phyl- loscopus superdliostis Gm.: Copsydms satdaris (L.); 2 Sutoria

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sutoria Forst, juv. ; Parus cinereus Vieill. ; Siva cyamiroptera Hodgs.: 2 Zosterops palpebrosa (Temm.); 2 AetJwptjga ignicauda Hodgs. c? juv. ; 2 Stachi/ris nigrkeps Hodgs.; Enicurus schistaceus Hodgs.: Niltava granclis Blytli <^ ad: N. sundava Hodgs. c? ad.; Gissa cJiinensis (Bodd.); Coracias affinis Mc Clell , Ostindien.

0. Frit sehe, Taucha: GoccycoUus iris Oust. Scl., Sene- gambien ; Eriocnemis luciani (Bourc.) c? : E. vestita (Long. ) <^ u. ^ : 2 HeJianthca typica Bonap. ^ u. $ von Ecuador : Lophornis sticto- lophns Salv. u. Elliot; Halcyon pileatus Bodd. ad.; Pelargoptsis fraseri Sharps ad., Malakka; Tanysiptera sylvia Gould, Austra- lien ; Corythaix donaldsoni Sharpe, Somaliland.

Williams & Son, Dublin: 2 Pyirhocorax gracidus L., d" u. $; Corvus frugilegus 1j. ^ ] Falco aesalon Timst.^; Gharadrius squatarola (L.) J*; Limosa lapponica L. <?: Puffinus puffinus (Brunn.) $, von Irland.

0. T. Baron, Oberglogau: Cyanthus forficatus Sw. ^ ad., ^ juv., Ecuador; Orcutrochilns stoltsmanni, Peru; Pyrocephalus ruhineus mexicanus Scl. J', Arizona; Galospiza pulchra aequa- torialis Tacz. & Berl. cT; G. cyanocoUis caendeocephala Sw. c?, Ecuador.

Alb. Zimber, Freiburg i. Br., (aus den Zinsen der Cretz- schmarstiftung augekauft): Ortliogonys chloriderus (Vieill.); Progne chalyhea domestica (Vieill.) ; Machetornis rixosa (Vieill.) : Mega- rhynchus pitangua L. : Tyrannus tnelancholicus Vieill. : Ghiroxiphia caudata Shaw, c? $; Ptilochloris sqiiamata Wied. juv.; Hirun- dinacea heUicosa (Vieill.); Hadrostomus atricapillus Vieill. $; Pyroderus scutatus Shaw ; Lochmias nematura (Licht.) ; Dendro- colaptes picummis Licht. ; Thamnophilus leachi Jard. ; T. guttatus Licht. ; T. severus Licht. ; Grallaria Imperator Lafr. ; Gkrysoptilus melanocUorus (Gmel.) ; Geryle amasona Lath.; Malacoptila fusca (Gmel.) ; Triclaria cyanogasfer (Vieill.) ; liostrhamus leucopygius Spix; Elanoides fiircatus L. ; Riipornis nattereri Scl. & Salv.; Guoperastur pileatus Temm.; Micrastur semitor(piatus Vieill.; Odontophorus capueira Spix; Grypturtis ohsoletus (Temm.) von St. Katharina, Brasilien.

Wissenschaftliche Benützung: P. Suschkin, Mos- kau, arbeitete in der Vogelsammlung und benutzte speziell die Gattung Ä(piila zum Vergleich.

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Prof. Dr. Oskar Neumauu, Cliarlottenburg, eutlieh drei Originalexemplare von Textor dinemelli Rüpp. (Bereits zuriick- geliefert.)

L 0 k a 1 s a m m 1 II u g.

Wir wiederholen auch hier, daß unserer Sammlung noch von den gewöhnlichsten Vogelarten die Nester mit Gelegen und Jungen in den verschiedeneu Jugendkleidern fehlen. Wir bitten daher die Forstbehörden, Jagdliebhaber usw. auch weiterhin auf die Vermehrung der heimischen Vogelsammlung Bedacht zu nehmen.

Geschenke: Prof. Dr. W. F ö h n e r , Mannheim : Hypolais philpmcla L.

Gustav Rottmann, Schwanheim: Anser segetum Bechst.

Rechtsanwalt Dr. Roth, Hof heim i. T. : Botaunis stellaris L. aus dem Marxheimer Wald bei Hofheira.

Direktor W. Dror}^ Buteo buteo (L.) c?; Turtur turtur (L.) c?; Ardea cinerea L. $; Grex crex (L.) $ ad.

R. P 1 0 c h m a n n : Astur palumharius L. c? jiiv.

August Du Bois: Totanus hypoleucus (L.) c?.

Wirkl. Geh. Rat Prof. D. Dr. M. Schmidt, Exzellenz: üiictdus canorus L. $ juv.

Verwalter Karl Thomas: Erithacus ruhcculus L. c? ; Parus coeridcus L. ; Sturnus vulgaris L. ; Corvus frugilcgus (L.) ^.

Förster L. Bud de, Schwanheim: Fyrrliula major Brehm $; Corvus corone L. <? ; Dryocopus martius (L.) J' ; Buteo huteo (L.), c? juv. ; Bonasa honasia L. J'.

Förster Schlag: Garrulus glandarlus L. 6^.

H. Jacquet: Turd us pilaris L.

K. Simon: 2 Fringilla montifringilla L. ^ ':^.

K. Kullmann: Anorthura troglodytes (L.) cT; Carduelis carduelis (L.) c?.

Hauptmann Laudmann: Astur palumharius L. c? juv.

G. K n 0 d t , Großgerau : 2 Corvus eornix L.

Kauf: A. Assiau, Kesselstadt: Haliaetus albicilla (L.) S juv., erlegt im Tannenwald bei Hochstadt.

3. Reptilien iiiirt Batrachier.

Sämtliche Eingänge wurden bestimmt oder verglichen, ge- bucht und eingeordnet. Es ist jetzt nur noch eine Anzahl von Gläsern der Voeltzkowschen Ausbeute von Madagaskar und

99*^

vou den ustafrikaiiischen iDselu durchzuarbeiten, die erst nach- träglich in unseren Vorräten wieder aufgefunden worden sind. Sie sollen noch bis zur Eröffnung des neuen Museums erledigt werden.

Geschenke: „Deutscher Hilfsbund für das Christ- liche Liebeswerk im Orient" durch F. Schuchardt, hier: 3 Rana escnlcnta L. var. ridihunda Pali, 2 Bufo viridis Laur.. 5 Hi/Ja arhorca (L.) var. saviynyi And. : 2 Glemniys caspia (Gmel.) tj'p., Tcstndo ihera Pali. ; 2 Hemidadylus turcicus (L.), 2 Ägaina stellio (L.), Laccrta viridis (Laur ) var. major Blgr.. L. cf. cappadot-ica Wern. (mit zwei übeieinandergestellten Naso- frenalen), 7 Ophiops clegans Menetr., 2 Chamaeleon vidgaris L., Zamenis gcmoncnsis (Laur.) var. caspia Iwan, 3 Z. ravergieri (Men.) und Contia collaris (Men.), sämtlich gesammelt von Herrn Pastor Brunn emann in Marasch, Vilajet Aleppo (Asiat. Türkei).

Aus alten Vorräten: Rana erythraea Schleg. juv., Baram- fluß, N. -Borneo, von der Rüppellreise Prof. Dr. W. Küken - thals, 1895.

G. K u 0 d t , Großgerau : Angiiis fragilis L. und zahheiche Tropidonotus natrix (L.) aus dem Großgerauer Wald.

Dr. August Jassoy: 2 Punia temporär ia L. von Airolo (Tessin), die in der Färbung eine eigentümliche Anpassung an die Bodenart zeigen, nebst zugehörigem Gestein.

Otto Volley, Llenau-Pflanzung bei Viktoria (Kamerun) : Bana alholahris Hall., Ärt/irolcptis cf. poecilonotus Pts.. 4 Bufo regidaris Rss. var. spinosa Boc. ; 3 Hemidadylus hocagei Blgr. <S und zwei !|^, Lygosoma {liiopa) fernandi Burt., 3 Chamaeleon oweni Leacli c? und zwei $; Tropidonotus ferox Gthr. und 9 l'r. fidiginoides Gthr., 5 Lycophidium laterale Hallow., Goniono- tophis yranti (Gthr.), Simocephalus poensis (Smith), Xenurophis sp.. Clorox)his irreyidaris (Leach), Gastropyxis smaragdina (Schleg.), Miodon gahonensis (A. Dum.) und Naja melanolenca Hallow, var. B., sämtlich von dort.

Konsul T. Riedl, Patras (Morea): Coelopeltis monspessu- lana (Herm.) und Tarbopkis fallax Fleischm. vou dort.

Ingenieur F. Kinkelin, Dar-es-salam (Deutsch-Ostafrika): Clielone mydas (L.), Schädel ohne Unterkiefer, von dort.

Neue Zoologische Gesellschaft: 2 Emyda granosa (Schöpff) adult. Brit. Indien; Amphibolurus cristatus (Gray) d",

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W. Austral., Phrynosoma cornutum (Harl.) Neu-Mexiku, Trachy- sauriis rugosns Gray, Australien, Lygosoma {Rhodona) gerrardi Gray, Scliwanenfluß (W. Austral.); Zamenis constrictor {h.) n -ax. flavirentris Say, Ver. Staaten, Coluber dione Pall., S. Riissland, Beterodon platyr'hinus Lati'., Texas, Abastor erythroyrammus (Daud.), Mississippital und Denisonia coronata (Schleg.) West- Australien,

Dipl. Ingenieur P. Prior: 4 Lacerta agilis L, und Ä?iguis frayilis L., Braubach a. Rh.

Dr. E. Wolf: 2 Rana esculenta L., Federsee, Ober- schwaben (Württ.).

Oberpostassistent H. Bickhardt, Erfurt: Salamandra maculosa Laur. var. corsica Savi adult, und 4 Molge (Euproctus) montana Savi, Vizzavona (Corsica).

Stud. C. Richters: Bufo vulyaris Laur. Laich, Buchrain bei Offenbach a. M.

Dir. Dr. Robert Schar ff, Dublin: Lacerta vivipara Jacq. $, Kemnava, Co. Kerry, Südwest-Irland.

Freiherr M. v. Leonhardi, Groß-Karben: Belioporus pictus (Pts.) c?; 2 Nephriirus n. sp., Moloch horridiis Gray; Rhynchelaps bertholdi (Jan), sämtlich vom Fink River, West- Australien.

Dr. August Knoblauch: Angids fragiUs L. und 2 Lacerta vivipara Jacq. <^, $ mit 9 wenige Tage alten Jungen von Niedern- hausen (Taunusj.

Natur hist. Museum in Basel: Agama distant i Blgr. Transvaal.

Karl Döble r: 3 Lacerta agilis L.

C. Pul vermüller , Stuttgart: Tropidonotus natrix (L)., Natteruhemd.

Tausch: Naturhistorisches Museum in Lübeck durch Prof. Dr. H. Lenz: Callagur picta (Gray) von 70 cm Schalenlänge aus Pontiauak (W. Borneo) und Chelone mydas{{j.) von 90 cm Schalenlänge und Crocodilns vulyaris Cuv. von 280 cm Länge aus Tamatave (Madagaskar) gegen Landschuecken von den Philippinen und Separate aus unseren Abhandlungen.

Prof. Dr. L. v. Mehely, Budapest: ByJa nasica Cope Villa Sana (Paraguay) und 77. phrynoderma Blgr. Paraguay; 2 Molge cristaia (Laur.) var. karelini Stdchr. d, % und M. vulgaris (L.)

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var. capelaiia Meli, c?, $, Vrelo, Kapelagebirge (S. Croatien); Lacerta horvathi Meli. Jasenaz, Kapelagebirge, und L. pelop07i- nesiaca Bibr. Kalamata (Messenien), Latasiia longicmidaia (Reiiß) und Eremias spehei Gtlir. von Mtoya Kifaru (0. Afrika), Lygo- soma [Hinulia) jobiense Mey., L. {Emoa) cijanurum Less, und Ablepharus boutoni (Desj.) var. peroni Coct. von Simbang (Deutsch- Neuguinea), sowie Eunectes notaeus Cope, Embryo, von Puerto Mar (Paraguay).

Dr. Fr. Werner, Wien : Lacerta {Apathya) cappadocka Wern. Erdscliias Dagli (Kl. Asien); Lycophidium meleagris B]gY. Deutsch-Ostafrika, Prosymna meleagris (Reinh.) Lagos und Dqj- sadomorphus pidverideyiius (Fisch.) Congo.

Natur hist. Museum in Basel durch Dr. W. Roux: OxygJossus laevis (Pts.) juv. Celebes, Rana arvalis Nilss. $, Neu- dorf (Els.), B. erythraea (Schleg.) juv. Celebes, 2 Bana escnlenta L. $, Neudorf (Els.) und Basel, R. mascareniensis Bibr. c?, Tumbo- Insel (W. Afrika), R. temporaria L. d, Basel, Sphenophryne cele- bensis F. Müll, juv., Sudaragipfel, Celebes, Bufo calamiia Laur. d, Neudorf (Els.), B. regularis Reuss $, Christiansborg (Goldküste), Hyla arborea (L.) Ajaccio (Sardegua), Alytes obstetricans (Laur.) J, Basel, Pelobates fuscus (Laur.) d, Neudorf (Els.); Molge cristata (Laur.) S Landform, Groß-Hüningen bei Basel, M. alpestris (Laur.) S Basel, M. vulgaris (L.) c?, London, M. palmata (Schneid.) 9, Hofstettermatten, Kt. Solothurn, Ichthyophis gluti- »iosMs (L.) $, Ceylon ; Chelone mönmto (L.) pull., Ceylon; Croco- dilus palustris Less, juv., Ceylon; Hemidactylus mabuia (Mor. de Jonn.) juv., Tumbo-Insel, Oehyra mutilata (Wiegm.) S, Celebes, Agama eolonorwn Daud. Tumbo-Insel, Avguis fragilis L. S, Um- gebung von Basel, 2 Lacerta agilis L. S Basel und % Schweiz, L. viridis (Laur.) 6 Umgebung von Basel, 3 L. muralis (Laur.) von Wartenberg (Baselland), dem Grenzacher Horn (Baden) und Ajaccio (Sardegna); Tropidonotus natrix (L.) $, Klein- Hüningen bei Basel, Boodon virgatus (Hallow.) und Gastropyxis smaragdina (Schleg.) $ von der Goldküste, Coronella austriaca Laur. $, Mönchensteig (Baselland), Xenodon colubrinus Gthr. $, Mazatenango (Guatemala) und Vipera aspis (L.) $, Münster im Berner Jura (Schweiz).

Kauf: H. Suter, Christchurch (N. Seeland): 2 Pachy- dactylus mandatns (Gray) von Canterbury, 2 P. paciftcns (Gray)

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von Gr. Barrier-Insel, Naultinus eleyans Gray var. grayi Bell von Mauukan, 2 Lygosonm {Liolepisma) moco D. B, von Gr. Barrier-Iusel und 2 L. [Homolepida) ornatum (Gray) von Hoki- anga, sämtlich aus Neuseeland.

Marinestabsarzt a. D. Dr. M. Kreyenberg, Ping-sliiang (China) durch Kustos Dr. W. Wolters torff, Magdeburg: Rana esculcnia L. var. chinensis Osb., Rkacophorus dennysi Blfd. und 4 Microhyla ornata (D. B.), Ping-shiang, Callula verru- cosa Blgr. und Biifo raddei Stdchr. Tsing-tau; Molge pyrrho- gasira Boie var. orientalis Wolt. c? Chee-chou ; Tropidonohis percarinatus Blgr. und Hypsirkina chinensis Gray, Tsiug-tau, Calarnaria septemlrionalis Blgr. Piug-shiaug (Deutsch-China).

W. Ehrhardt, Joinville-Hansa, Staat Sta. Catharina (Brasilien): Leptodactylns gracilis (D. B.) und 2 weitere Lepto- dactylns- krten in 3 Stücken, 2 Hy lodes binotatus (Spix) J, $, 2 Ceratophrys dorsata Wied und 3 C. fryi Gthr., 2 Bufo marimis (L). ad. und juv. und 3 B. crucifer Wied, 2 d, 1 $, Hijla nasica Cope und 4 weitere Hyla- Arten in 5 Stücken, Hylella n. sp. ; Enyalius catenatus (Wied) $, Pantodactylus n. sp. ; Phrynonax n. sp. und JE'/aps corallinus Wied, sämtlich von Jaragua-Itapocu (Sta. Catharina).

Kustos Dr. W. Wolterstorff , Magdeburg: Caiman latirosb'is (Daud.) halbw., Paraguay ; 2 Lacerta muralis (Laur.) $ von Santorin und Mykonos (Cycladen), 3 var. io7iica Lehrs von Argostoli (Kefallonia) und Nisi (Messenien), var. melissellensis Braun von der Insel Melissello bei Lissa, 2 var. tilignerta Gmel. von Bosco Marino (Sicilien), 2 var. bedriagae Cam. von Vizzavona (Corsica) und var. lilfordi Gthr. von der Insel Ayre bei Menorca (Balearen), L. graeca Bedr. und L. peloponnesiaca Bibr. c? von Megali Auastasowa im Taygetos, L. laevis Gray, Beirut (Syrien) und Ophiomoriis pimctatissimns (Bibr.), Akrokoriuth.

Brimley Bros., Raleigh, N.Carolina: 'd Rana catesbiana Shaw, 2 cT, 1 $ und Amblystoma opacum (Grav.), erw. u. Larve, Raleigh, Ä. tigrinum (Green) halbw., Crete, Nebraska, Autodax lugubris (Hallo w.) und Batrachoseps attenuatus (Eschsch.) S. Mateo Co., Calif ornien, Desmogtiathus fuscus (Rafin.) und 2 Ma?ictilus quadridigitatiis (Holbr.), Raleigh, Pleihodon erythronohis (Green) var. cinerea Green, halbw.. Bergen Co., N. Jersey, und 2 PL glutinostis (Green), Lake Ellis bei Raleigh, Spelerpes biliiieatus

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(Green), Raleigh, S2). longicaiida (Green), Jefferson Co., Montana; Cinosternum carinalum (Gra}^) juv., Baker Co., Geoigia, Malaco- clemmys geographica (Les.), St. Louis, Missouri, Nicoria riibida (Cope), Colima (Mexico); HolbivoJda maculata Gir., Strauß, Dona Ana Co., Neu-Mexico.

Albr. Haas, Curityba, Staat Parana (Brasilien): Oxgr- riiopus rhomhifer D. B. und 2 Flaps frontalis D. B. typ., erw. u. jung, von dort.

Aug. Görling, Perth: Chlamydosaurns kingi Gray, erw. Nordwest-Australien.

Dr. G. Hagmann, Straßburg (Eis.): Großes Bild einer Massenausammlung von Caiman niger Spix auf der Insel Mexiana im Amazonas-Astuarium.

G. Knodt, Großgerau: Salamandra maculosa Laur. aus dem Großgerauer Park.

Arktisches Museum in Tromsö durch Dir. Sparre Schneider: 5 Ra)ia temporaria L., 2 S, 2$, 1 juv. von Tromsö und 1 $ von Bodo, Norwegen.

Wissenschaftliche Benützung. Der Verkehr des Sektionärs mit auswärtigen Instituten war auch in diesem Jahre schwächer als in den Vorjahren und beschränkte sich auf die zoologischen Museen von Basel, Budapest, Dublin, Lübeck, Magdeburg, Nürnberg, Tromsö und Wien und auf die hiesige „Neue Zoologische Gesellschaft".

Prof. Dr. L. von Me hei y, Budapest, entlieh unser Material an Lacerta muralis (Laur.) und Verwandten zur Be- nützung in einer größeren monographischen Arbeit über die spezifischen Unterschiede im Schädelbau dieser Formen.

Prof. Dr. 0. Boettger.

4. Fisch e.

Der Sektionär A. H. Wendt hat auch im verflossenen Jahre eine große Tätigkeit zur Vermehrung der Sammlung einheimischer Fische entfaltet und manch prachtvolles Stück geschenkt. Da er bei jeder Art für entsprechende Exemplare für die Schau-, Lehr- und Hauptsammlung sorgte, auch von verschiedenen Arten ganze Entwickelungsserien zusammenbrachte, so ist die Bereicherung unserer Fischsammlung außerordentlich wertvoll.

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Die Zahl der aus der Fischfauna Mitteleuropas noch fehlenden Arten ist sehr viel geringer geworden.

Geschenke: A. H. Wendt: Tndta lacustris L.. See- forelle; Perca fluviat'dls L., Barsch; Coregonus tuartmamü Bl., Blaufellchen ; C. macrophthahnus Nüsslin, Gangfisch ; G. fera Jur., Weißf ellchen ; Thymallus vulgaris Nils., Asche; Cyprinus carpio L., Schuppenkarpfeu ; Leuciscus ruülus L., Rotauge; Sqiialis leuciscus L., Hasel; Abramis hrama L., Brachse; Älburmis lucidus Heck., Schneider; Barhus fkiviatilis AgSiSs., Barbe; Cottus gobio L., Koppe; Lota vulgaris Cuv , Trusche aus dem Bodensee bei Konstanz.

Abramis brama L., Brachse; Scardinius erythrophthalmus L., Rotfeder; Tinea vulgaris Cuv., Schleihe; Fcrca fkiviaülis L., Barsch aus Zürich -Wollishofen.

Cothis gobio L., Mühlkoppe; Trutta fario L., Bachforelle in verschiedenen Varietäten aus Obernach am Walchensee.

Leuciscus rntilus L., Rotauge; Trutta fario L., Bachforelle in verschiedenen Varietäten aus Niedernach am Walchensee.

Fetromyson fluviatilis L., Flußneunauge aus der Schmutter bei Augsburg.

Esox lucius L., Junghecht aus der Hm bei Vohburg.

Angilla vulgaris Flem., Aal von Huningen,

Lota vulgaris Cuv., Quappe; Cottus gobio L., Koppe in dunklem Kleid; Cobitis barbetula A., Bachgrundel von Sempt bei Erdingen.

Umbra Icrameri Heck., Hundsfisch; Trutta fario L., Bach- forelle, gedrungene Form, dunkle Färbung; Salmo guardnerii (Cal.), amerik. Regenbogenforelle, stark getupft, aus Starnberg bei München.

Tinea vulgaris Cuv., Schleihe; Älburnus lucidus Heck., Schneider; Phoxinus laevis Agass., Pf rille; Perca fluviatilis L., Barsch; Gobio fluviatilis Cuv., Gründling; Rodens amarus Bl , Bitterling 6 im Hochzeitskleid; Älburnus bipunctalus L., Schnei- der aus dem Würmkanal bei München.

Älburnus lucidus Heck., Laube; Leusciscus rtdilus L., Plötze; Squalius cephalus L., Döbel aus der Wurm bei Schwabing.

Abramis brama L,, Brachsen aus dem Chiemsee bei Prien.

Oasterosteus aculeatus L., Stichling; Trutta fario L., Bach- forelle im .Tugendkleid ; Lota vidgaris Cuv. i^ Rücke mit Eiern

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Coitus gohio L., Koppe in hellem Kleid aus der Isar bei München.

Acerina cermia L., Kaulbarsch ; Ä. schraetzeri L., Schrätzer ; Aspro zinkel Cuv-, Zingel ; Ahramis hrama L., Brachse im Laich- kleid ; Silurus glanis L., Wels ; As2)ro streber Sieb., Streber aus der Donau bei Donauwörth.

Mus melanotiis Heck, Goldorf e aus der Donau bei Ulm.

Cohitis fossüis L., Schlammpeitzger aus einem Teiche bei Augsburg.

Trntta fario L., Bachforelle, altes J mit Haken; T. fario L., Bachforelle ohne rote Flecken; T. fario L., Bachforelle, laich- reif, aus der Nagold im Schwarzwald.

Esox lucius L., Juughecht; Chondrostoma nasns L., Nase ans der Mosel bei Trier.

Coregonus maraena Bl., Edelmaräne; Angnilla vulgaris Flem., Aal; Lota vulgaris Cuv., Quappe; Carassius vulgaris Nils., Ka- rausche ; Acerina cernua L., Kaulbarsch aus dem Seelow-See.

Coregonus maraena Bl., Edelmaräne; C. alhula L., kleine Maräne; Osmerus operlanus L., Tobion aus dem Madu-See.

Squalius cephalus L , Döbel; Salmo guardnerii Cal., Regen- bogenforelle aus dem Schwarzbach bei Eppstein.

1(1 US melanotus Heck., Goldorf e aus einem Teich in Ernstthal bei Amorbach.

Trutta salar L., S Lachs im Laichkleid aus dem Rhein bei Köln.

Acerina cermia L., Kaulbarsch ; Ahramis hrama L., Brachse ; Bodeus amarus Bl., Bitterling; Gohio fluviatilis Cuv., Gründ- ling; Squalius cephalus L., Döbel; Leuciscus rutilus L., Rot- auge; Alhurnus lucidus Heck., Schneider aus dem Main bei Frankfurt.

LpAicioperca sandra Cuv., Zander, einsömmerige und zwei- sömmerige c^ und $ im Hochzeitskleid; Idus melanotus Heck., Goldorf en, einsömmerige und zweisömmerige ; Grystes salmoides Günth., Forellenbarsch, laichreife, ein- und zweisömmerige; Amhloptitesrupestris(y\\]., Steinbarsch, laichreife u. einsömmerige ; Eupomotis aureus Jordan {Pomotis vidgaris Cuv.), Sonnenüsch, laichreife, ein- und zweisömmerige; sämtlich aus der Fischzucht- anstalt des Herrn von dem Borne in ßerueuchen.

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Cyprinus carpio L., Spiegelkarpfeo, galizische Basse, drei-, zwei- und eiusömmerige, aus der Fisclizuclitanstalt des Grafen von Rotkircli in Bärsdorf-Tracli (Schlesien).

Trutta fario L., Bachforelle, altes 6 mit Haken ; Salmo fon- tinalis, amerikanischer Bachsaibling aus der Fischzuchtaustalt in Ösede.

Salmo frontinalis, amerikanischer Bachsaibliug; Trutta fario L., Bachforelle im Jugendkleid, und Salmo giiardnerii (Cal ) {Trutta iridea), einsömmerige und c? und $ im Laichkleid, vier Jahre alt.

Dr. C. H. Eigen mann,Bloomington: Lucifitga suhterranea Poey ; Stygkola dentula (Poey), Canas, Kuba ; Amhhjopsis spae- laens Hay, Mitchell, Indiana, blinde Höhlenfische in je zwei Exemplaren.

Stud. rer. nat. Ph. Ellinge r: Chimaera monstrosa L. c?; Acanthias vulgaris Risso, 6 und $ : Amphioxus lanceolatus (Pal- las) von Bergen, mit Formoi konserviert.

Stud. rer. nat. F. Haas: Ampihioxus lanceolatus (Pallas) von Bergen, mit Formol konserviert.

Dr. (jr. K ey s s e 1 i t z , Berlin : Trtdta salar L., Lachsjährlinge aus der E-uwer bei Trier.

Tausch: Gegen Separate aus unseren Abhandlungen oder Tiermaterial :

Prof. Dr. C. Ap stein, Kiel: Argyropelecus hemigymnus Cocco von Messina.

Zoologische Station, Roviguo: Hippocampus guftn- latus Cuv., darunter 6 mit Brusttasche, mit Formol konserviert.

Dr. F. Werner, Wien: OpMocephalus ohscurus Gthr., Gon- dokoro, Uganda; Tüapia gcdilaea Aut., Khor. Attar, Sudan (Weißer Nil); Haplochilus scJioclleri Blngr., Alexandrien; Microlestes acuti- dens Pfrs., Sudan (Bahr-el-Djebel) ; Barilius nüoticus Ivannis, Assuan (Oberägypten); Barbits iverneri Blngr., Gondokoro, Uganda; Anabas petherici Gthr., Gondokoro, Uganda; Haplochilus marni Stnd., Sudan (Bahr-el-Djebel); Hemichromis bimaculatus Gill., Gondokoro, Uganda.

Dr. E. Wolf sammelte im Sommer 1906 auf seiner Nord- seereise bei Helgoland und im Wattenmeer: Amphioxus lanceo- latus {FaXl.); Acanthias vulgaris Bp., Embryonen; Mustelus vul- garis M. etH. ; Raja clavata L., Eier; Solea lutea Bp.; Pleuro-

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ncdes mkrocephalus Donov. ; P. limcmda L. ; P. phtfessa L.; P. flesns L. ; Ixliomhus laevis Eoudel.; Gad us merJangiis h.: G. morrhua Gthr. ; Gottus scorpms L. ; Agomis cataphracUis L. ; Trachinus vipera Cuv. ; Zoarces viviparus h. (Aalmutter); Gohiiis minutus Gmel.; CrystaUogobius nilssoni; Centronotus gunellus L. ; Ctenllahrns rupestris (L.) ; Moklla mnstela L. , Cyglogaster liparis (Blem.); Arnoglossus Jatcrna Gthr.; Agonhis ccda- phractus L., Eiballeu an Laminarienwurzelu ; Chirolop/iis galerita (L.) $ ; Ammodytcs lanceolatus Lesueur ; A. tohianus L. ; Trigla hiniudo Bl. ; Ghipea sprattus L : Spinachia vidgaris Flem., junge Tiere; Scomber scomber h.; Belone vidgaris Flem. ; Nerophis aecpuoreus L. $ und 6 mit Eiern ; Syngnatns a ens L. ^ und c?; Angu'dla vidgaris Flem.; Gyclogader montagiii (Donov.), Eiballen; G. Ujjaris (Fl.), erwachsenes Exemplar und Eiballen an Serfidaria argentea; Spinachia vidgaris (Flem.), Nest in Halydris siliquosa L. ; Motella cimbria L. ; Zoarces viviparus L,, 12 Tage alt; Syngnathus acus L. $.

Für die Sammlung der F i s c h k r a n k h e i t e n schenkte:

A. H. Wendt: Salmo guardnerii (Cal.), amerikan. Regen- bogenforelle von Plettenberg, augenkrank; S. fontinaUs, ameri- kanischer Bachsaibling mit beiderseitigem Kiemdefekt; Tinea vidgaris Cuv., Schleihe, verpilzt ; Leuciscus rutilns L., Rotauge „Mopskopf"; Alburnus lueidus Heck., sog. Goldschneider mit roten Flossen und rotem Kopf; Salmo fontinaUs, Bachsaibling mit Verknorpelung des Schwanzes und der RiickenÜosse ; Barbus fluviatilis Agass., Barbe in hellem Kleid, juv.; Sahno fontinalis, amerik. Bachsaibling, verpilzt; S. guardnerü, Regenbogenforelle c? mit gekrümmter Wirbelsäule.

Dr. G. Keysselitz, Berlin: Barbus fluviatilis Agass., mit Beulenkrankheit, MyxoboUasis tuberosa, behaftet, aus der Ruwer bei Trier.

Wilhelm Schleich: kleinen Weißfisch mit Rückgrat- verkrümmung.

5. Tuiiikateu.

Stud. rer. nat. Ph. Ellinger: Synascidien auf Fucus ser- ratus L. aufgewachsen, ; Ascidia virginea 0. F. Müller, schöne große Kolonie für die Schausammlung von Askoe bei Bergen.

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Aus dem Material der Deutschen Südpolar-Ex- pedition: ^ Sal2^a tilesü Guy . ; 3 S.niaximaForskR]: \ie\eS.fusi- formis forma ecJiinata (Herdman) ; 3 S. flagellifera Traustedt.

Dr. E. Wolf sammelte im Sommer 1906 auf seiner Nord- seereise bei Helgoland und im Wattenmeer: Styelopsis crossula- ria (v. Ben.); PhaUusia virginea 0. F. Müll.; ClavelUna Icpadi- formis Sow. ; Botrylliis spec.

Tausch: Laboratoire Russe de Zoologie, Ville- franche sur Mer : Cynthia papulosa L. ; Pyrosoma elegans Les. ; H<alpa africana maxima Forsk., schöne Kette und Einzeltiere.

Prof. Dr. C. A p s t e in , Kiel : Gyclosalpa pinnata Forsk., Soli- tärforra und Kette ; C. viryiäa Vogt, Solitärform ; SaJp)a confoede- rata Forsk., Embryo; S. fustformis Cuv., Solitärform und gre- gate Form aus Villefranche ; S. miicronata Forsk., Solitäi-form aus dem Kanal, gregate Form aus Neapel; S. ülesii Cuv., gre- gate Form; S. sonar ia Pali, aus Villefranche.

Kauf: Henry Suter, Auckland: eine Anzahl Ascidien, die von Prof. Herd mann in Liverpool determiniert werden; Boltenia pachydermatina Herdm., Akaroa-Bai 1905.

Arktisches Museum, Tromsö: 18 Arten Ascidien, ge- sammelt und bestimmt von Dr. Paul Bjerkan.

Wissenschaftliche Benützung: Dr. R. Hartmeyer, Berlin, erhielt 12 Nummern unbestimmter Ascidien, die von E. Rüppell im Roten Meer und A. Reichard bei Jamaika und Bergen gesammelt waren, zur Bearbeitung.

Dr. C. H. Eigenmann, Bloomington, und Fräul. Dr. Canna M. S. Popta, Assistentin am Reichsmuseum in Leiden, besich- tigten die Fischsammlung, speziell die Aufstellung der einhei- mischen Süßwasserfische.

6. Molluskeu.

Die Sammlung ist bereits mit sämtlichen Schränken und ihrem gesamten Material umgezogen und hat einen Saal im zweiten Obergeschoß erhalten, so daß die Konchyliensammlung räumlich von der Insektensammlung weit getrennt ist, eine Forderung, die wegen der in den Konchylien lebenden Insekten- larven etc. gestellt wurde. Die alten Schränke mußten sämt- lich wieder verwandt werden, wenn die meisten auch gänzlich undicht und absolut unzweckmäßig sind. Die Mittel

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für die innere Einrichtung des neuen Museums gestatteten aber bisher eine Ergänzung dieser Schränke nicht, da noch zuviel Wünsche für neue Schränke der Schausammlung unerfüllt sind. Es ist jedoch dringend notwendig, daß baldigst auch für die Hauptsammluug der Konchylien neue, staubdichte Schränke angeschafft werden, damit diese wertvolle Sammlung richtig geordnet und sachgemäß aufgestellt werden kann. Die Ein- gänge der letzten Jahre konnten überhaupt nicht mehr ein- geordnet werden und stehen wegen Platzmangels in Kisten verpackt.

Geschenke: Dr. R. S. Scharf, Dublin: Geomalacus macidosus Allman von Glengarriff, SW.-Irland.

H. Flesch: Helle pomaüa L. in größerer Anzahl, von Schloß Bieberstein, Rhön.

Otto Volley, Idenau-Kamerun : Gehäuse- und Nackt- schnecken von Kamerun.

Verein der Naturfreunde, hier: mehrere Flanorhis marginatiis Drap. ; 2 Limnaea staynalis L. ; 2 Anodonta mtita- hilis Cless., wovon 1 Stück 17 cm groß, aus der Nidda; Unio j)ictorum L.

Stud. rer. nat. Philipp Ellinge r: Gyprina island ka (L.) von der Insel Floroe bei Bergen; Lima excavata Fabr., Askoe bei Bergen.

Stud. rer. nat. F. Haas: Chaetoderma nitididum Loven ; Chiton marginatus Penn., Aporrliais scrreseanum Mich., von Bei'gen. Cardium islandicum L., von der Insel Askoe bei Bergen.

Wilhelm A. Lindholm, Wiesbaden: Serie Konchylien aus dem Baikal-See, vollständig bis auf einige seltene Arten, die nur in wenigen Exemplaren bekannt sind.

Prof. Dr. H. Becker: Pinna nohilis L. mit Byssusfaden aus dem Golf von Neapel.

Sanitätsrat Dr. med. E. Roediger: Landschnecken von Rottingdean, Sussex, Süd-England.

Hauptmann W. Giebeler, Montabaur: 100 Helix hortens is Müll, und H. nemoralis L. in verschiedenen Farbenvaiietäteu, gesammelt in der Umgebung von Montabaur.

Dr. med. August Knoblauch: Nacktschnecken und Eier von Schnecken von Niedernhausen.

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Geiieralobemrzt Dr. Rudolf Briigger, Cassel: 10 große Meei'sclineckeii, Cassis, Stromhus, Pteroccras, Triton. Murcx etc. aus der Südsee.

Aus dem Material der D e u t s c h e u S ü d - P o 1 a r- Exp edition: Pteropoden : 10 Limacina heUcina Pliipps var. antardica ; viele L. inflata d'Orbigii}', L. lesueuri d'Orbigny und hulinwidcs d'Orbigny ; Creseis acicula Rang ; 6 Hyalocyclis striata Rang; 5 Clio pyramidata L.; Cuvierina columella Rang; 3 Diacra tris2)inosa Les.; 2 Cavolinia uncinata Rang; viele C. inflexa Les. ; 3 Styliola suhula Quoy und Gaim.; 3 Clionc limacina Pliipps.

Caesar Boettger: Pctricola ( Petricolaria) pholadiforniis Lam., Insel Römliild und Rotenkliff bei Campen, Sylt.

Dr. E.Wolf sammelte im Sommer 1906 auf seiner Nordsee- reise bei Helgoland und im Wattenmeer: Chiton maryinatus Penn, auf Mytilus; Trochus si^ypliinus (L.); Baccinumtmdcdmnlj ; Hel- cion peJlucidus (L.) ; Pur^mra lapillus L. ; Natica catena L ; Doris tuherculata Cuv., Dendronotus arhorescens Aid. et Haue, Laich auf Älcyonidiunr, Teredo navalis (L.); Mactra solida L.; M. stidtornm L. mit Ohclia; Saxicava ruyosa L. ; Anomia ephippinm L. ; Nucnla nucleus L. ; Ostrea edulis L. ; Mytilus edulis L. auf Carduus neben Sacculina und Baianus; Pholas Candida L. ; Zirphaea crispata L. ; Petricola p)holadiformis Lmk. ; Acolis lineata Sow.; Modiola modiolus L. mit Flustra; Pecten opercidaris L. ; Montacuta suhstricüa Mont. auf Spatanyus purpureus.

Tausch: Laboratoire Russe de Zoologie, Ville- franche sur Mer : Fiona marina ; Octopus vulyaris L. ; Tethys lepor ina Gm\.: Pterotrachaea coronata Forsk. ; Ucdiotis tuherculata L. ; Cardium edule L,

Prof. Dl'. C. Apstein, Kiel: 15 Creseis acicula Rang von Neapel.

K g 1. Zoologisches Museum, Berlin: sehr junge Dreissensia auf Borke aus der Havel oberhalb Spandau.

C. Nat er manu, München: Voliäa- und Trophon- Arten gegen v. M Ollendorff sehe Landschuecken von den Philip- pinen.

Kauf: H e n r y S u t e r , Auckland : 204 Nummern Land- und Süßwasser-Konchylien von New-Zealand und Polynesien, determiniert, darunter zahlreiche Cotypen. 2 Wlagellana lenticu- laris Desh, aus 32 m Tiefe von Stewart Island.

Ill*

Arktisches Museum, Tromsö: Chiton ahyssorum M. Sars (selten) vou Trondhejm ; Ch. hanleyi Beau, großes Exemplar (ebenfalls selten) ; 9 Ch. ecmceUatus Sow. ; 5 Ch. marmoratus Fabr. ; 7 Ch. cmcreus L. ; 4 Ch. ruber Sow. ; 2 Dendronotus arho- rescens Müll.; 2 Doris ohvelata Müll, aus 50 Meter Tiefe; 3 D. spec, littoral; 6 Accra hullata Müll.; 5 Fecten islandicus Müll.: alle aus Tromsö.

Zoologische Station, Neapel: Eledonc aldrovandi D . Ch. ; 2 Illex coindeUi Vei'. ; 2 Octopus dcfilippi Ver. ; 0. macropus Risso ; Todarodes sagittatiis Lam. ; 2 Todaropsis veranii Gir. ; für die Schau- und Lehrsammlung.

Wissenschaftliche Benützung: Der Frauenbildungs- verein erhielt eine iVuzahl größerer Konchylienschalen überwie- sen, die eine Sammlung von Vorlagen für den Zeichenunterricht bilden sollen.

Dr. J. Thiele, Berlin, erhielt unser ganzes Material an Chitonen, 27 Nummern in Alkohol und 112 Nummern trocken konserviert, zur Revision, der größere Teil wurde bereits deter- miniert wieder zurückgeschickt.

0. Wohlberedt, Triebes, erhielt 45 Stück Helix pusolzi Mich, zur Bearbeitung, die F. Römer 1902 bei Cattaro ge- sammelt hat.

Der Sektionär revidierte das ganze Material an Paludinen und bearbeitete die Pneumonopomen-Gattungeu Lacjochihis, Theo- haldiiis, Myxostoma und Micratdax monogragraphisch für die zweite Auflage des M a r t i n i - C h e m n i t z scheu Konchylienkabi- nets. Er vervollständigte die Sammlung der europäischen Vivi- para durch Sendungen zahlreicher Tauschfreunde und nament- lich durch das ungemein reichhaltige Material, das die Kgl. Geologische Landesanstalt in Berlin durch ihre Landes- geologen hat aufsammeln lassen, so daß gegenwärtig kaum eine zweite derartige Sammlung existieren dürfte. Er ergänzte ferner die Sammlung der europäischen Binnen- und Meereskonchylien durch zahlreiche seltene Arten, vou denen die meisten in ^,Icono- graphia marina" und in der Fortsetzung von Roßmäßlers Ikonographie abgebildet worden sind.

Prof. Dr. W. Kobelt.

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7. Insekten.

Neben der Erledigung der laufenden Geschäfte, die in